Mitsubishi i-MiEV aus dem ENSO-Fuhrpark - Das Testfahrzeug
Der Mitsubishi i-MiEV beim Aufladen

Bestimmt ist dem einen oder anderen von Ihnen die Kundenaktion „E-Mobil-Testsommer“ im letzten Jahr noch in Erinnerung. Kunden der ENSO AG hatten die Möglichkeit, kostenlos ein Elektroauto zu testen.

Im Herbst bekamen wir Mitarbeiter ebenfalls die Chance, das Fahrzeug auf Herz und Nieren zu prüfen oder besser: auf Komfort und Fahrspaß. Ich hatte Glück und war dabei.

Hier mein Erfahrungsbericht. Vorab – ja, das Elektrofahrzeug ist eine Alternative zum Auto mit klassischem Verbrennungsmotor – aber …

Getestet haben wir den Mitsubishi i-MiEV an einem kalten Oktobertag. Wir, das sind zwei Erwachsene und zwei Kinder (7 und 9 Jahre). Ziel unseres Ausfluges war Moritzburg – der Favorit, weil wir nicht Zwischentanken (-laden) wollten.

Bei der Einweisung, direkt an der Ladestation vor dem CITY CENTER am Dresdner Hauptbahnhof, zeigte uns ein freundlicher junger Kollege, wie das Fahrzeug funktioniert und was wir beachten müssen – zum Beispiel im Hinblick auf Reichweite und Fahrgeräusche.

So, nun konnte es endlich losgehen. Alle einsteigen, anschnallen und nur noch den Schlüssel rumdrehen. Es ist Ruhe im Auto, kein vertrautes Brummen vom Motor. Okay, das muss so sein, habe ich ja bei der Einweisung gehört. Also den Fuß aufs „Fahrpedal“ und los ging’s.

Die erste Meldung vom Sohnemann auf der Rückbank: „Das klingt wie in einer Straßenbahn“. Ja, so war es auch. Der Motor summte, und Blinkergeräusche hörte man viel lauter als gewohnt. Nach wenigen Minuten war mir das Fahrzeug vertraut, da es sich genau so bedienen lässt wie mein Auto mit klassischem Verbrennungsmotor.

Schloss Moritzburg Oktober 2011
Foto: Autor

Mit der Reichweitenanzeige im Blick ging es nach Moritzburg. Das Thermometer zeigte etwa 0 Grad Celsius – also Heizung an. Doch Moment mal, was war das? Plötzlich fehlten mir 20 von 100 Kilometern Restreichweite.

Diesen Umstand fand ich sehr störend. Denn dadurch musste ich mich zwischen „Ziel ereichen“ und „warmen Auto“ entscheiden. Bei unserem Ausflug war mir das Ziel wichtiger. Also Jacke zu gemacht und sicher das Ziel erreicht. Was jeder bei einem Elektroauto immer im Auge behalten sollte, ist definitiv die Reichweite und die ist abhängig vom Zu- oder Abschalten zusätzlicher Verbraucher.

Bei den Fahreigenschaften gibt es von mir ein klares „Daumen hoch“. Die gefühlte Beschleunigung lässt sich vergleichen mit der eines herkömmlichen Kompaktwagens mit Verbrennungsmotor. Mit den Batterien im Kofferraum verteilen sich die Lasten im Auto sehr gut. Apropos Kofferraum: Der Wocheneinkauf für die Familie geht ganz sicher rein.

Und weil wir gerade beim Platz sind – dieser ist ausreichend vorhanden für eine Familie mit zwei Kindern. Bei vier erwachsenen Personen wird es auf den hinteren Plätzen sicher etwas eng. Das Ein- und Aussteigen ist bei dem Viertürer kein Problem.

ENSO-Strom-Tankstelle in Radeberg
Foto: Wittchen

Getankt oder besser geladen wird der Mitsubishi i-MiEV an Ladestationen oder an der heimischen Steckdose. Für diesen Zweck nutzt man das Ladekabel aus dem Kofferraum. Stecker in die Steckdose und dann in den Ladestutzen des Autos – ganz einfach. Die Zeit für den Ladevorgang hängt von der Ladespannung – 230 oder 400 V – und davon ab, wie entladen das Fahrzeug ist.

Rund acht Stunden sind notwendig, um einen
Mitsubishi i-MiEV mit 230 V voll aufzuladen. Aber schon eine kleine Zwischenladung von zwei Stunden erweitert die Reichweite. Sollte man doch mal mit leerer Batterie liegen bleiben, hilft nur das Abschleppen zur nächsten Ladestation oder zu einem freundlichen Mitmenschen, bei dem man das Ladekabel an die Steckdose anstecken kann. Von Vorteil ist, dass das Fahrzeug auch beim Bremsen die Batterien lädt.

Fazit: Nach dem Test kann ich sagen, dass der Mitsubishi i-MiEV schon jetzt eine vollwertige Alternative zum Auto mit Benzin-, Diesel-, Autogas- oder Erdgasantrieb ist, wenn das Fahrziel nicht zu weit weg ist und der Anschaffungspreis von ca. 35.000 Euro nicht stört.

Haben Sie schon Erfahrungen mit Elektro-Fahrzeugen gesammelt oder Fragen zu meiner Testfahrt? Lassen Sie es mich wissen.