Sieger des Regionalwettbewerbs
Sieger beim Regionalwettbewerb Dresden-Ostsachsen

Das war er nun, der 22. Jugend forscht Regionalwettbewerb Dresden-Ostsachsen. Für 44 Teilnehmer, 34 Juroren, etliche Helfer und Organisatoren gingen zwei ereignisreiche Tage zu Ende. Auch wenn es in jedem der sieben Fachgebiete letztlich nur einen Sieger geben konnte, dürfen sich doch alle Beteiligten als Gewinner fühlen.

Für die Sieger und einige Juroren ist das Thema Jugend forscht dieses Jahr noch nicht zu Ende. Die Preisträger präsentieren ihre Arbeiten vor den kritschen Augen der Jurymitglieder auf dem Landeswettbewerb Sachsen vom 22. bis 24. März im BMW-Werk Leipzig. Die Sieger dort nehmen am großen Bundesfinale Ende Mai in Erfurt teil. Doch von vorn.

Der Wettbewerb startete für einige am 1. März sehr früh morgens. Das Team des Bautzener Zuseums musste beispielsweise ganz zeitig aufstehen, um pünktlich acht Uhr im City Center am Hauptbahnhof Dresden zu sein und seine Miniatur-Eisenbahn in Szene zu setzen. Als um neun Uhr alle Stände fertig aufgebaut waren, konnten die Teilnehmer zunächst ihre Präsentationstechnik trainieren und bekamen wertvolle Hinweise durch einen erfahrenen Trainer. Dies haben wir Juroren bei den Vorträgen positiv gespürt. Vor allem die jüngeren Teilnehmer wirkten deutlich sicherer und selbstbewusster beim Vorstellen ihres Themas als in den Jahren zuvor.

Beeindruckt hat uns, mit welcher Kreativität und mit welchem Fachwissen die Schüler ihre Projekte bearbeitet haben. Da waren zum Beispiel Cornelia und Matthias Röper (8 und 11 Jahre), die über mehrdimensionale Räume referierten. Die unterschiedlichen Wahrnehmungsperspektiven der eins, zwei, drei und vier Dimensionen stellten die beiden durch einfache, aber anschauliche Modelle dar. Sie gewannen für die liebevolle Gestaltung des Standes den Sonderpreis „Schönster Stand im Wettbewerb“. Ihr Fachwissen wurde mit dem dritten Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik geehrt.

Das Team des Bautzener Zuseums
Das Team des Bautzener Zuseums
Teilnehmer Cornelia und Matthias Röper
Teilnehmer Cornelia und Matthias Röper
Teilnehmerin Susanne Lucas
Teilnehmerin Susanne Lucas



Viele Gymnasiasten nutzten die Möglichkeit, ihre Besondere Lernleistung (BELL), die sie in der Abiturstufe erstellen können, bei Jugend forscht einzureichen. Wie Susanne Lucas aus Radeberg. Sie simulierte mit Hilfe der „Finite Elemente Methode“die Wärmeleitung in Feststoffen. Ihre hervorragende Arbeit wurde mit dem ersten Preis im Fachgebiet Physik prämiert.

Am Abend des ersten Tages erfuhren die Teilnehmer und Juroren mehr über das Patenunternehmen ENSO. Der Vortrag zum Aufbau der Windkraftanlage in Wachau sowie der Biogasanlage in Zittau zog nicht nur die Schüler/innen in ihren Bann, sondern auch mich selbst. Begeisterung riefen auch die Einblicke in die Netzleitstelle zur Steuerung des gesamten ENSO-Hoch- und Mittelspannungsnetzes, unser „GoogleMaps“ – die Anlagenverwaltung auf Basis eines Geoinformationssystems – und die Probefahrten mit Elektroautos hervor.

Die Festveranstaltung am Nachmittag des zweiten Wettbewerbstages bildete den krönenden Abschluss. Als Juror hatte ich einen gewaltigen Vorteil: Ich war, im Gegensatz zu den jungen Forschern, nicht nervös, da ich die Sieger bereits kannte. So konnte ich in die Gesichter der Teilnehmer schauen und beobachten, wie sich die steigende Spannung in ihrer Mimik bemerkbar machte. In einer Laudatio begründeten die Juroren, warum genau die Siegerarbeiten sie überzeugt hatten.

Erfreulich finde ich, dass viele Schulklassen zu einem Besuch in das City Center kamen und die Wettbewerbsarbeiten bestaunten. Vielleicht hat der ein oder andere jugendliche Gast Ideen für ein eigenes Projekt gesammelt, und wir sehen uns im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: Jugend forscht – Schüler experimentieren? Ich bin jedenfalls als Juror dabei!