Foto: Diamant/Trek Fahrrad GmbH

Mein Nachbar erzählt von seinem neuen Pedelec, mein Kumpel von einem E-Bike. Fahren sie am Ende das Gleiche?

Laut Zweirad-Industrie-Verband wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 310.000 Pedelecs bzw. E-Bikes verkauft. Das entspricht einem Marktanteil von acht Prozent. Damit sind elektrische Fahrräder schon heute ein verbreitetes Fortbewegungsmittel im Individualverkehr. Doch worin unterscheiden sich Pedelec und E-Bike?

Für die Antwort auf diese Frage sind dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zufolge drei Kriterien maßgeblich:

Pedelec, Foto: Diamant/Trek Fahrrad GmbH

1. Wie groß ist die Leistung des verbauten Elektromotors?
2. Ist eine eigene Pedalbewegung notwendig?
3. Wie groß ist die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs?

Beträgt die Motorleistung maximal 250 Watt und wird das Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h lediglich unterstützt, spricht man von einem Pedelec (Bild links). Der Begriff steht für „Pedal Electric Cycle“. Diese Fahrräder werden häufig mit E-Bikes gleichgesetzt.

Zur Gruppe der E-Bikes (Bild unten) gehören aber streng genommen nur die Zweiräder, die mit einem elektrischen Motor über 250 Watt ausgestattet sind, nicht zwangsläufig eine Pedalunterstützung erfordern oder schneller als 25 km/h fahren. Für sie sind in der Regel eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und ein Mofaschein (Führerschein) notwendig. In einer aktuellen Stellungnahme weist die Bundesregierung darauf hin, dass für diese Fahrzeuge eine Helmpflicht besteht. Lesen Sie hier Näheres dazu (Punkte 26 und 29).

E-Bike, Foto: www.elmoto.com/ID-Bike GmbH

Vereinfacht gilt demnach:

Pedelecs sind die langsameren Elektrozweiräder, die dem Fahrrad gleichgesetzt sind. E-Bikes sind die schnelleren Elektrozweiräder, die rechtlich den Kleinkrafträdern zugeordnet werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in einer aktuellen ADFC-Broschüre.

Doch unabhängig von der begrifflichen Zuordnung kann ich bestätigen, dass das Fahren mit Elektroantrieb Spaß macht. Das gilt für Elektrozweiräder genauso wie für Elektroautos.

Die Stiftung Warentest nahm zwölf Fahrräder mit Elektroantrieb unter die Lupe. Wie sie abgeschnitten haben, erfahren Sie in diesem Video-Beitrag aus der ZDF-Sendung „Volle Kanne“:

Auch mein Nachbar und mein Kumpel sind von den neuen Gefährten begeistert und scheuen nun keine Berge mehr!