Earth-Day-International
Foto: www.earthday.de

Hängt auch in Ihrer Küche ein Kalender, in den Sie wichtige Termine eintragen? In unserer Familie haben wir so einen. Dort sind zum Beispiel Geburtstage von Familienmitgliedern und Freunden oder Arztbesuche vermerkt.

Vor ein paar Tagen habe ich nachgeschaut, was mich in den kommenden Wochen so erwartet. Geburtstagsfeier einer Freundin, Zahnarzt und am 22. April: Earth Day.

Ich hatte schon irgendwann einmal davon gehört. Deshalb weiß ich, dass der „Tag der Erde“ mit Umweltschutz zu tun hat, machte mir aber keine weiteren Gedanken darüber.

Zur Geburtstagsfeier meiner Freundin saßen wir alle in gemütlicher Runde, als mir der Kalendereintrag wieder einfiel. Ich fragte spontan in die Runde: „Sagt mal, habt ihr schon einmal vom Earth Day gehört?“ Es fielen Schlagworte wie „Umweltbewusstsein steigern“, „Konsumverhalten ändern“, „Energiebewusster Leben“, und sogar Michel Jacksons „Earth Song“ kam ins Spiel.

Meine Neugierde war geweckt. Ich wollte nun ganz genau wissen, was es mit diesem Tag auf sich hat. Flott das Smartphone aus der Tasche geholt, den Internetbrowser gestartet und „Earth Day“ in die Suchmaschine eingegeben.

Der Tag der Erde – auf Englisch: Earth Day – wird jedes Jahr am 22. April begangen. Bereits 1969 schlug John McConnell bei einer UNESCO-Konferenz vor, den Earth Day einzuführen um auf die Probleme der Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen.

Seit Anfang der neunziger Jahre begehen ihn Menschen in mittlerweile über 150 Ländern. An diesem Tag sollen wir uns unserer Verantwortung bewusster werden, für unsere Umwelt nachhaltiger zu denken und zu handeln. Einen kurzen Eindruck von weltweiten Umweltaktionen vermittelt dieses Video. Auch in Deutschland sind zum Tag der Erde verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant.

Nachdem meine Freunde und ich nun die Bedeutung des Earth Days kannten, fragten wir uns, was jeder von uns in seinem Alltag zum Klimaschutz beitragen kann.

Fußabdruck
Passt Ihr Fuß auf diese Erde? Foto: Katrin Hammer/pixelio.de

Eine Freundin meinte: „Ab jetzt bleibt sonntags das Auto öfter mal stehen und wir steigen aufs Fahrrad!“ Eine andere Freundin möchte auf den Aufzug in der Firma verzichten und lieber die Treppe nutzen. Mit einem Augenzwinkern und einem Hinweis auf ihre Figur meinte sie: „Das hat einen netten Nebeneffekt“. Gemeinsam dachten wir darüber nach, welche weiteren Möglichkeiten es gibt, nachhaltiger zu leben und unseren ökologischen Fußabdruck auf der Erde zu verkleinern.

Ich nehme mir fest vor, in Zukunft einen vegetarischen Tag pro Woche einzulegen und noch konsequenter auf heimisches Gemüse und Obst zurückzugreifen. Für das Frühstücksei am Sonntag schaffe ich mir einen Eierkocher an. Der verbraucht weniger Energie als mein Elektroherd.

Streuobstwiese
Wer zu Lebensmitteln aus der Region greift, schont die Umwelt. Foto: Erika Hartmann/pixelio.de

Folgende tolle Tipps zum besseren Umgang mit unserer Umwelt will ich außerdem beherzigen. Sie lassen sich ohne große Mühe und finanziellen Aufwand umsetzen:

  • Beim Kauf von Fisch darauf achten, keine überfischten Arten wie Rotbarsch und Scholle auszuwählen.
  • Wenn möglich, Nahrungsmittel aus der Region kaufen – denn beim Transport von Lebensmitteln um die halbe Welt, werden große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt.
  • Stofftasche statt Plastikbeutel nutzen.
  • Lebensmittel nicht sofort nach dem Ablaufdatum wegwerfen.
  • Apfel und Co. sind trotz brauner Stellen noch genießbar.

Während meiner Recherche zu diesem Beitrag habe ich einen wunderschönen Satz entdeckt: „Wahre die Schätze unserer Erde“.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Sie mit meinen Zeilen dazu bewegen konnte, über Ihren Alltag nachzudenken. Mir jedenfalls ist beim Schreiben des Beitrages klar geworden, dass es wichtig ist, im Alltag auf unsere Umwelt zu achten. Vielleicht können auch Sie etwas verändern und umweltbewusster leben. Nicht nur am 22. April – dem Tag der Erde.

Werden auch Sie den Earth Day begehen? Was haben Sie sich für diesen Tag oder für die Zukunft vorgenommen?