Marianna-Nake
Für mich, Marianne Nake, 21 Jahre alt, ist mein Studium eine aufregende Zeit. Foto: privat

Studentin und Tutorin an der HTW Dresden, ein Auslandssemester am Dublin Institute of Technology in Irland und nun ein sechsmonatiges Praktikum in der Finanzabteilung der OMV AG in Wien. Was ich studiere? International Business an der HTW Dresden – mittlerweile im sechsten und damit letzten Semester meines Bachelorstudienganges.

Und was hat das alles mit ENSO zu tun? Seit Beginn des Wintersemesters 2012 erhalte ich ein Deutschlandstipendium. Es fördert mit 300 Euro monatlich Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Getragen wird es zu gleichen Teilen vom Bund und von einem Praxispartner – in meinem Fall von der ENSO AG.

In meinem Studiengang steht das Erlernen betriebswirtschaftlichen Fachwissens im Mittelpunkt. Als Tutorin für die Fächer Mathematik und Betriebswirtschaftslehre half ich Kommilitonen, sich auf bevorstehende Prüfungen vorzubereiten. In meinem Studium merkte ich schnell, dass mich Fächer auf dem Gebiet des Finanzwesens besonders interessieren. So habe ich gezielt Vorlesungen in diesem Bereich besucht und bilde mich auch privat weiter. Um einen ersten Einblick in das Bankwesen zu gewinnen, absolvierte ich im Sommer 2012 ein freiwilliges Praktikum bei der Commerzbank AG in Dresden. Genauso wichtig ist die Sprachausbildung. Ich habe mich für Englisch als Erste und für Spanisch als zweite Fremdsprache entschieden.

Deutschlandstipendium
Logo: www.deutschlandstipendium.de

Jetzt bekomme ich durch das Deutschlandstipendium ein Jahr lang monatlich 300 Euro und die Möglichkeit, Kontakt zu meinem Förderunternehmen aufzubauen. Das Fördergeld ist einkommensunabhängig – zusätzlich zu BAföG-Leistungen – und ich muss es nicht zurückzahlen. Dadurch kann ich mich voll und ganz auf meine Hochschulausbildung konzentrieren. Das entlastet mich und meine Eltern finanziell, da die Lebenshaltungskosten während meiner Auslandsaufenthalte in Dublin und in Wien sehr hoch sind.

Wie komme ich zu so einem Stipendium? Darauf aufmerksam geworden bin ich auf der Webseite der HTW Dresden. Dort habe ich mich gründlich über das Stipendium und die Voraussetzungen dafür informiert. Was ich las, motivierte mich, meine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann zu bringen und sie abzuschicken. Nähere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten finden Studierende der HTW Dresden übrigens hier.

Inforgrafik: So funktioniert das Deutschlandstipendium
Studierende profitieren durch das Deutschlandstipendium von einer Förderung, die zu gleichen Teilen vom Bund und von einem Praxispartner getragen wird. Infografik: BMBF, www.deutschlandstipendium.de

Dann hieß es warten. Zirka einen Monat nach Bewerbungsschluss erhielt ich einen Brief mit der Zusage zum Stipendium. Ich war überglücklich. Und kurze Zeit später habe ich erfahren, dass die ENSO AG mein Förderunternehmen ist. Es hat mich besonders gefreut, ENSO – ein Dresdner Unternehmen, das Mitglied der Umweltallianz Sachsen ist und Verantwortung für die Region übernimmt – als Praxispartner zu haben.

Kontakt zum Unternehmen aufzubauen war sehr unkompliziert. Erst per Email, dann telefonisch und letztendlich auch persönlich durch Treffen mit Sven Kretzschmar aus dem Personal. In unseren lockeren Gesprächen habe ich viel über die ENSO als Unternehmen und die verschiedenen Karrieremöglichkeiten erfahren. Gleichzeitig haben wir aber auch über meinen bisherigen Werdegang und über meine Zukunftspläne gesprochen.

Im Deutschlandstipendium und in den damit verbundenen Treffen mit meinem Praxispartner sehe ich eine Wertschätzung für meine bisher erbrachten Studienleistungen. Das motiviert mich, mein Studium mit maximalem Erfolg abzuschließen. Meine Erwartungen, engen Kontakt zu meinem Praxispartner aufzubauen und zu intensivieren sowie wertvolle Hinweise und Tipps aus der Wirtschaft zu erhalten, haben sich rundum erfüllt. Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich es jedem nur empfehlen, sich für ein Deutschlandstipendium zu bewerben. Es zählen nicht nur sehr gute Noten. Auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder Hindernisse im eigenen Lebens- und Bildungsweg erfolgreich zu meistern, gehört dazu. Deshalb lohnt sich jede Bewerbung.

Für mich steht nach meinem Praktikum noch die Bachelorarbeit auf dem Plan. Anschließend möchte ich ein Masterstudium im Finanzbereich beginnen – wenn möglich auch in Kooperation mit einem Unternehmen.