Schwibbogen
Schwibbögen können mit LEDs energiesparend betrieben werden. Foto: Romy2004 / pixelio.de

„Wir haben uns einen neuen Schwibbogen mit LEDs gekauft“, erzählt mein Kollege Torsten Barthel beim Frühstück im Büro. Die kauende Runde nickt andächtig – alle wissen, was er uns damit sagen will: Ab jetzt energiesparend durch die Vorweihnachtszeit.

Gerade weil in der dunklen Jahreszeit viel gelichtelt wird, ist das ein Anlass, über die damit verbundenen Stromkosten nachzudenken. Im letzten Jahr um diese Zeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie energiesparende Weihnachtsbeleuchtung aussehen kann und hier im Blog darüber berichtet.

Eine Option sind besagte LED-Lichter. Was genau verbirgt sich hinter der Abkürzung? Wie funktionieren sie? Und wo werden sie eingesetzt?

LED steht für „light-emitting diode“. Ich übersetze mir das so: ein elektrisches Bauelement, das Licht aussendet. Auch bekannt unter dem Begriff Leuchtdiode. Sobald elektrischer Strom durch die Diode hindurch fließt, strahlt sie Licht, Infrarot- oder auch Ultraviolettstrahlung ab. Verschiedene Farben entstehen, wenn unterschiedliche Materialien und Wellenlängen eingesetzt werden.

Anders als Glühlampen haben Leuchtdioden also keinen Glühfaden, der mit elektrischem Strom aufgeheizt und zum Leuchten angeregt wird. Deshalb strahlen sie bei gleicher Lichtstärke weniger Wärme ab. Mit viel weniger Strom lässt sich deutlich mehr Licht erzeugen. LEDs gelten deshalb als äußerst effizient.

Diese 3-D-Animation erklärt den Aufbau und die Funktionsweise einer LED besser, als ich es kann.

LEDs sind nicht neu. Bereits 1907 entdeckte der englische Forscher Henry Joseph Round, dass anorganische Stoffe leuchten können, wenn man eine elektrische Spannung anlegt. Auf diesem Grundprinzip basieren Leuchtdioden.

Zur Beleuchtung werden sie allerdings erst seit wenigen Jahren eingesetzt. In der Vergangenheit kamen sie als kleine Lichtpunkte in Anzeigenelementen – beispielsweise bei Ladegeräten – zum Einsatz. Mittlerweile wurden sie so weiter entwickelt, dass sie ähnlich hell leuchten wie 75 Watt-Glühlampen.

Noch sind LEDs vergleichsweise teuer. Ihr Einsatz lohnt sich deshalb am ehesten dort, wo sie lange und oft leuchten. Ich denke da an Treppenhäuser, Küchen oder Kinderzimmer. Einen guten, umfassenden Überblick zur Lichtquelle LED, ihre Vorteile und Einsatzgebiete gibt diese Broschüre der „Fördergemeinschaft Gutes Licht“.

Wo die Idee der Leuchtdioden herrührt und wie sie funktionieren, weiß ich jetzt. Spannend ist die Frage, wie sich LEDs gegenüber ihren Konkurrenten, den Energiespar- und Halogenlampen, schlagen. Wo können sie Vorteile ausspielen, wo haben sie Nachteile? Ich werde es herausfinden und Ihnen berichten.

Mein Kollege wird sicher noch viele Weihnachten Freude an seinem Schwibbogen haben. Und wenn sich die Neuanschaffung in ein paar Jahren rechnet, strahlt er mit dem Lichterglanz um die Wette. Und Sie? Nutzen Sie LEDs bei sich zu Hause? Wenn ja – wo?