Anni Flack auf einer Exkursion ins Umspannwerk
Auch ein Besuch im Umspannwerk stand während meines Praktikums in der ENSO-Personalabteilung auf dem Programm.

Sechs Monate ENSO – eine Mission: „Frau Flack, lassen Sie sich doch mal etwas einfallen, damit noch mehr Studenten Lust auf ENSO bekommen!“, gab mir Dörk Neumann, Gruppenleiter der Personalentwicklung, am Anfang meines Praktikums mit auf den Weg.

Leichter gesagt als getan. Eine Aufgabe, die monatelange Recherche, jede Menge Planungsarbeit, Messebesuche, Interviews und zwei Monate Abschlussarbeit nach sich zog.

Momentan stehe ich, Anni Flack, kurz vor meinem Abschluss als Bachelor of Arts in der Studienrichtung Medienmanagement. Mit meinen bisherigen praktischen Erfahrungen und einer abgeschlossenen Berufsausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing sehe ich meine berufliche Zukunft im Bereich Marketing und Public Relations.

Umso erstaunter war ich, als mir ENSO ein Praktikum in der Personalentwicklung anbot. Was will das Unternehmen mit einer Medienmanagerin in der Personalabteilung? Ich hatte mich doch auf ein Praktikum in der Unternehmenskommunikation beworben.

Doch diese Stelle war bereits vergeben, sagte mir Sven Kretzschmar aus der Personalabteilung bei einem Telefonat. Er hatte aber auch eine gute Nachricht für mich: Ich könnte den Energiedienstleister als Praktikantin im Hochschulmarketing unterstützen. Ein Aufgabengebiet, das mir in Bezug auf Unternehmen bisher unbekannt war. Neugierig und interessiert an der neuen Herausforderung entschloss ich mich nach einem angenehmen Bewerbungsgespräch, das Angebot anzunehmen.

Von nun an recherchierte ich den Großteil meiner Zeit über die Zielgruppe Studenten und analysierte die Instrumente des Hochschulmarketings. Die meisten werden jetzt denken, langweilig! Aber für mich war es alles andere als das. Ich wälzte Studien darüber, was junge Absolventen heutzutage von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten und auf welchen Kanälen sie sich über ihn informieren.

Mein Praktikumsbetreuer Sven Kretzschmar, der für ENSO selbst im Hochschulmarketing tätig ist, gab mir den Freiraum, die Vorgehensweise sowie den inhaltlichen Rahmen meines Praktikums selbst zu gestalten. Zugleich lieferte er mir viele interne Daten zum Personalbedarf und den aktuellen Recruitingmaßnahmen beim Energiedienstleisters.

Einen ersten Eindruck von den Maßnahmen des Unternehmens im Hochschulmarketing bekam ich auf einer Exkursion in den Regionalbereich Bautzen. Studenten der Studienrichtung Informatik und Elektrotechnik der Hochschule Zittau/Görlitz sollten dort die ENSO NETZ GmbH besser kennenlernen. Der Tag war für mich sehr informativ, weil ich mit den Hochschülern in Kontakt gekommen bin. Zugleich konnte ich zum ersten Mal ein Umspannwerk von innen sehen.

Anni Flack war für ENSO mit auf der Firmenkontaktmesse bonding
Auf der Firmenkontaktmesse „Bonding“ habe ich von Studenten erfahren, was sie von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten.

Neben Exkursionen sind auch Universitäts- und Firmenkontaktmessen wichtige Instrumente des Hochschulmarketings. Für mich war es deshalb besonders aufschlussreich, für ENSO an der Firmenkontaktmesse „Bonding“ der TU Dresden und am Tag der offenen Tür an der Berufsakademie in Dresden teilzunehmen. Auf diesen Veranstaltungen konnte ich mit Studenten sprechen und von ihnen erfahren, welche Anforderungen sie an Arbeitgeber, Praktika- und Traineestellen haben.

Viel zu schnell näherte sich mein Praktikum dem Ende. Hatte ich mich doch gerade jetzt erst richtig in das Thema eingearbeitet. Genauso sah es zum Glück auch ENSO und unterstützte mich dabei, meine Praktikumserkenntnisse in Form einer Abschlussarbeit auf Papier zu bringen. Nahezu jeden Tag veröffentlichen Zeitungen und Zeitschriften Artikel zum Thema Hochschulmarketing, Studenten und Fachkräftemangel. Ein aktuelleres und spannenderes Thema hätte ich mir für meine Arbeit kaum vorstellen können.

Wöchentlich habe ich mich mit meinem Betreuer Sven Kretzschmar zum aktuellen Stand meiner Arbeit ausgetauscht. Dadurch fühlte ich mich auch während des Schreibens nicht alleingelassen.

Der Hauptbestandteil meiner Arbeit ist eine empirische Untersuchung. Zuerst entwickelte ich einen Online-Fragebogen für Studenten der MINT-Fächer. Damit wollte ich herausfinden, was einen Arbeitgeber für die Hochschüler attraktiv macht, welche Informationskanäle sie nutzen und welche Recruitingmaßnahmen sie bevorzugen.

Danach kontaktierte ich eigenständig Hochschulen aus unserer Region, die meine Umfrage zum Teil über Facebook, Rundmails oder Homepages verbreiteten. 446 Studenten nahmen daran teil, wodurch ich ein repräsentatives Ergebnis für ENSO erreichte. Meine Untersuchung hat bestätigt: Auch Studenten der Region Dresden sind zum Großteil der aktuelle Generation Y zuzuordnen. Sie finden zum Beispiel eine angenehme Arbeitsatmosphäre sowie gute Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen wichtiger, als ein hohes Gehalt.

Anni Flack mit ihrer Bachelorarbeit
Geschafft! Mit meiner Bachelorarbeit nach sechs Monaten ENSO heißt es für mich: Mission erfüllt.

Anhand meiner Ergebnisse habe ich für ENSO einen Leitfaden „Hochschulmarketing“ entwickelt. Neben allgemeinen Tipps enthält er auch spezielle Maßnahmen, die das Unternehmen an den einzelnen Hochschulen umsetzen kann. Diese habe ich in einem Leistungskatalog zusammengefasst. Damit hat ENSO in Zukunft die Möglichkeit, sich an allen Hochschulen gleich zu präsentieren. So sollte die Mission „Noch mehr Studenten für ENSO gewinnen“ schon bald erfolgreich sein!

Ich habe meine Bachelorarbeit inzwischen abgegeben und bin sehr stolz darauf. Das Arbeiten bei ENSO hat mir Spaß gemacht – auch dank der angenehmen Arbeitsatmosphäre in meiner Abteilung. Ich bin froh, diesen Weg gewählt zu haben. ENSO hat mir gezeigt, dass auch andere Bereiche nach meinem Studium für meinen künftigen Berufsweg interessant sein können.