André Göldner
André Göldner ist Ausbildungsleiter für die technischen Ausbildungs-berufe bei ENSO.

Es ist Montag, der 25. August 2014. Um 7 Uhr morgens stehen sechs Schüler aus Klingenberg, Nünchritz, Heidenau, Langenwolmsdorf und Dresden vor unserem Ausbildungszentrum auf der Hahnebergstraße 4. Eigentlich könnten sie noch im Bett liegen und sich in der letzten Ferienwoche erholen.

Aber sie haben sich etwas anderes vorgenommen, denn sie denken schon an die Zeit nach der Schule. Mit einem freiwilligen Schülerpraktikum bei ENSO wollen sie sich in der bevorstehenden Woche beruflich orientieren und Neues lernen.

Nach einer freundlichen Begrüßung schauen mich sechs Augenpaare ungeduldig an: “Wann können wir mit der Arbeit beginnen?“. Doch zuvor müssen wir noch einige Dinge besprechen: Wie kommen die Schüler in den nächsten Tagen selbstständig in das Ausbildungszentrum? Wo können Sie sich umziehen? Wann haben sie Pause?

ENSO-Azubi Georg Schwarzer steht ihnen in dieser Woche mit Rat und Tat zur Seite. Zusammen mit meinem Ausbilderkollegen Holger Kämpf hat der angehende Elektroniker für Betriebstechnik im dritten Lehrjahr Übungen für unsere Schülerpraktikanten ausgewählt, das erforderliche Material und Werkzeug geplant und die Arbeitsplätze vorbereitet.

Los geht es mit einfachen Aufgabenstellungen. Unsere „Freiwilligen“ schließen Steckdosen an, bauen Ausschaltungen und montieren Kabelgarnituren.

Schülerpraktikanten mit Werkzeug
Für eine Woche tauschen unsere Schüler-praktikanten ihr Mathe- und Deutschbuch gegen Kabelschneider, Brenner und isolierte Ratsche.

Ihre Pausen nutzen sie, um mit unseren Azubis ins Gespräch zu kommen und mehr über die Ausbildung bei ENSO zu erfahren – und zwar aus erster Hand. Viele haben ihren Weg in unser Unternehmen selbst über die Berufsorientierung gefunden und können sich noch gut an diese Zeit erinnern.

Von den 13 Azubis, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung bei uns begannen, haben vorher mehr als die Hälfte entweder an einem Pflichtpraktikum, einem Schnuppertag oder einem freiwilligen Praktikum bei ENSO teilgenommen. Für uns ist die Berufsorientierung deshalb ein großer Erfolg.

Daher ist ein solches Praktikum für uns ein wichtiges Instrument, um geeignete Azubis zu finden. Wir beobachten, wie die Schüler mit für sie neuen Situationen umgehen, ihre Arbeitsaufgaben erledigen, soziale Kompetenzen zeigen und wie motiviert sie sind.

Im Ausbildungszentrum vergeht die Zeit unterdessen wie im Flug. Unsere „Freiwilligen“ haben ihren ersten Praktikumstag geschafft. Auch mein Ausbilderkollege Holger Kämpf, der die sechs Schüler zusammen mit Georg Schwarzer betreut, ist zufrieden. „Ich freue mich, dass unsere sechs Praktikantenplätze voll ausgelastet sind. ENSO weckt bei Schülern so viel Interesse, dass sie ein Teil ihrer Ferien bei uns verbringen möchten. Meine besondere Aufmerksamkeit gilt dem praktischen Geschick der Teilnehmer, die nach kurzer Einweisung eine anspruchsvolle Schaltung montieren können.“

Kabelmontage
Abisolieren, verbinden, Endkappe auf-schrumpfen: Übung macht den Meister!

Die Arbeit mit Leitungen und Kabeln steht in den folgenden Tagen im Mittelpunkt. Die Schüler üben sie fachgerecht zu verlegen, isolieren sie ab, verbinden sie in Klemmsteinen oder schrumpfen Endkappen drauf.

Ihre installierten Schaltungen werden immer komplexer. Die kniffligste Aufgabe wartet am Ende der Woche: der Bau einer komplizierten Wechselschaltung. Der Moment des Einschaltens ist da, alle warten ganz gespannt. Und zack – die Lampe leuchtet. „Das könnte doch ein geeigneter Azubi sein“, denke ich mir!

Wenn auch Du Lust auf die Berufsorientierung bei ENSO hast, findest Du alle Informationen dazu auf enso.de.