Röhrenfernseher
Anfang der 60er Jahre gab es nur in jedem dritten Haushalt einen Fernseher – damals noch ohne Farbe, Fernbedienung oder Flachbildschirm. Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de

Können Sie sich noch an Ihren ersten Fernseher erinnern? Oder an Ihr erstes Telefon?

Einen Fernseher hatten meine Eltern schon, bevor ich geboren wurde. Meine Mutter erzählt gern die Geschichte, wie meine Großeltern in den 60er Jahren ihren ersten bekommen haben. Sie ging damals gerade erst zur Schule.

Aber dass sich zu Sendungen wie „Da liegt Musike drin“ oder zum „Sandmännchen“ regelmäßig das halbe Dorf vor der Flimmerkiste versammelte, ist ihr noch gut in Erinnerung geblieben.

Laut Statistischem Bundesamt besaß damals nur jeder dritte Haushalt ein solches Gerät – noch ohne Farbe, Fernbedienung oder Flachbildschirm. Mit der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe misst die Bundesbehörde seit über 50 Jahren den Lebensstandard in deutschen Haushalten – alle fünf Jahre aufs Neue. Dabei gilt die Ausstattung der privaten Haushalte mit Gütern, die zum mehrmaligen oder längerfristigen Gebrauch bestimmt  sind, als Gradmesser.

Vergleiche ich die damaligen Ergebnisse mit den aktuellen aus dem Jahr 2013, werden die Unterschiede sofort deutlich. Neben einem Fernseher besaß ebenfalls nur jeder dritte Haushalt aus den 60er Jahren eine Waschmaschine. Telefonisch erreichte man sogar nur jeden sechsten. Als häufigstes Gebrauchsgut galt der Kühlschrank, der immerhin bereits zu jeder zweiten Wohnung gehörte. Noch häufiger vertreten waren nur  Staubsauger und Radio.

Grafik Haushaltausstattung

Was für meine Eltern oder Großeltern früher noch kostbarer Luxus war, ist heute für die Mehrheit von uns eine Selbstverständlichkeit: Fernseher, Telefon, Kühlschrank und Waschmaschine gehören zur Standardausstattung – selbst in unserer WG. Obwohl die Elektrogeräte immer energieeffizienter werden, führt die steigende Nachfrage nach technischen Neuheiten zu einem immer höheren Energiekonsum.

Neben Computern und digitalen Fotoapparaten etablierte sich der Flachbildfernseher besonders schnell. Seit 2008 hat sich der Anteil der Haushalte mit einem solchen Gerät von 16 auf 67 Prozent mehr als vervierfacht. Hätten Sie gedacht, dass er sich damit sogar schneller durchsetzen konnte, als der Farbfernseher Mitte der 1970er Jahre?

Moderne-Technik-im Haushalt
Mobile Geräte wie das Notebook gehören zum modernen Haushalt. Foto: Olga Meier-Sander/pixelio.de

Einen rasanteren Siegeszug hat nur noch die mobile Informations- und Kommunikationstechnologie seit der Jahrtausendwende hingelegt. Ohne Handy oder Smartphone geht heute bei vielen gar nichts mehr. Im Durchschnitt klingeln 1,6 Mobiltelefone in jedem Haushalt. Und das nicht nur bei jungen Leuten. Über alle Altersstufen hinweg haben Handys und Smartphones dem Festnetztelefon bereits den Rang abgelaufen.

Zu den ganz klaren Gewinnern der letzten zehn Jahre zählen auch mobile Computer. Ob Notebook oder Tablet, der Anteil der Haushalte, in denen ein tragbarer Rechenknecht vorhanden ist, stieg von elf auf 85 Prozent.

Auf solche Entwicklungen müssen sich auch Unternehmen einstellen. ENSO hat deshalb bereits viele Internet-Inhalte für den mobilen Zugriff optimiert: Der Direkt-Service gehört genauso dazu wie unser ENSO-Blog. Also besuchen Sie uns doch mal von Ihrem Smartphone aus und lesen beispielsweise unsere Beiträge aus der Reihe „Energiespartipps im Test„!