Gebirgslandschaft
Saftige Wiesen, gesunde Wälder, eine intakte Natur. Umweltschutz wird bei ENSO groß geschrieben.

Auf einer meiner ausgedehnten Joggingrunden schwirrten mir kürzlich wieder mal verschiedene Gedanken durch den Kopf. So kam ich ins Grübeln, ob der Begriff Umweltmanagement überhaupt richtig ist. Lässt sich die Umwelt managen?

Klare Antwort: Nein! Wir beeinflussen sie lediglich. Damit wir Natur, Pflanzen- und Tierwelt nicht belasten, hat sich unsere Gesellschaft Regeln in Form von Gesetzen und Vorschriften auferlegt.

Als Umweltmanagement-Beauftragter von ENSO überprüfe ich täglich, ob wir uns in Bezug auf unsere technischen Anlagen an diese Regeln halten. Schwachstellen in allen Unternehmensbereichen sollen aufgedeckt und beseitigt werden. Um die Aufgaben vollständig zu erfassen, besser steuern und kontrollieren zu können, nutzen wir bei ENSO ein Umweltmanagementsystem.

Dieser Aufwand lohnt sich finanziell und ideell: Die Unternehmen werden von Gebühren entlastet. Sie kommen bei Verwaltungsvorgängen in den Genuss von Erleichterungen. Nicht zuletzt verbessern sie ihr Image. Mit den Zertifikaten, die sie von unabhängigen Institutionen wie dem TÜV erhalten, dürfen sie werben. Unser Unternehmen hat sich erstmals 2008 nach der DIN EN ISO 14001, einer internationalen privatwirtschaftlichen Norm, zertifizieren lassen.

Elektroauto
Seit einigen Monaten gehört auch der BMW i3 zu den Elektrofahrzeugen im firmeneigenen Fuhrpark.

Für den betrieblichen Umweltschutz gaben wir in den letzten sechs Jahren mehr als eine Million Euro aus. Ein paar Beispiele aus diesem Jahr:

  • In vier Umspannwerken von ENSO NETZ haben wir die Öltrafos ausgetauscht und durch eine umweltfreundlichere Variante ersetzt. Darüber hatte ich schon in meinem letzten Blog-Beitrag geschrieben.
  • Außer Betrieb ging nach 50 Jahren das Umspannwerk Großsedlitz in Heidenau. Von der Anlage, die wir nicht mehr benötigen, ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Nach dem kompletten Rückbau befindet sich dort jetzt eine grüne Wiese.
  • Bei der Erneuerung der Hochspannungsleitung Hagenwerda/Schönbrunn haben wir neue höhere Freileistungsmasten aufgestellt und die Abstände zwischen den Masten vergrößert. Das sorgte nicht nur für ein besseres Landschaftsbild, sondern verringerte den Materialeinsatz.
  • Im unternehmenseigenen Fuhrpark lösen wir 16 dieselbetriebene PKW durch Elektroautos ab. Weitere 43 Fahrzeuge, darunter auch solche für Monteure, ersetzen wir durch emissionsärmere Modelle mit Blue-Motion-Technologie.
Kompakt-Schaltmodul
Dieses Kompakt-Schaltmodul ist Teil einer Hochspannungs-Schaltanlage. Technische Anlagen sollen Natur, Mensch, Pflanze und Tier nicht belasten.

Jahr für Jahr schreiben ENSO AG und ENSO NETZ GmbH zahlreiche Projekte in ihren Bauprogrammen fest. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für meine Arbeit. Bei jedem einzelnen Projekt prüfe ich, was in Sachen Umwelt zu beachten ist.

Daraus entstand auch das ENSO- Umweltprogramm. 229 Aufgaben sind zurzeit darin festgehalten, von denen wir in den vergangenen Jahren bereits 169 erfüllt haben. Weitere zwölf nahmen wir in diesem Jahr in Angriff. Und immer wieder kommen neue hinzu.

Die Umwelt lässt sich nicht managen. Das ist auch gut so. Schon mehrfach habe ich Urlaub in Finnlands hohem Norden gemacht. Die Weite der Landschaft, die intakte Natur haben mich tief beeindruckt. Der Landstrich ist dünn besiedelt – ein entscheidender Grund, warum die Umwelt dort nicht durch den Menschen beeinträchtigt wird.

Für unsere Breiten müssen andere Maßstäbe gelten. Abfälle strikt trennen, Emissionen möglichst vermeiden, Ressourcen sparsam einsetzen – das alles hilft mit, den natürlichen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten. Insofern kann ich auch mit dem nicht ganz stimmigen Begriff Umweltmanagement gut leben. Wie sehen Sie das?