Leerer Smartphone-Akku
Auf dem Nachhauseweg ist der Smartphone-Akku immer leer? Ich teste Tipps, die das verhindern könnten.

„Das Ding ist immer leer, wenn man es braucht!“ Diesen Satz oder ähnliche Sprüche hat jeder schon einmal benutzt, wenn der Akku seines Smartphones mal wieder alle war. Mich eingeschlossen.

Doch kann ich dagegen etwas tun und die Akkulaufzeit verlängern? Ich bin Rico Hoffmann und als angehender Informatikkaufmann bei ENSO hat mich dieses Thema besonders interessiert.

Im Internet habe ich nach Tricks gesucht, wie ich die letzten Prozente einsparen kann, die mir immer am Ende des Tages fehlen. Was ich dabei herausgefunden habe und ob die Tipps tatsächlich funktionieren, zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Die Theorie

Am häufigsten bin ich auf diese vier Hinweise gestoßen, um die Akkulaufzeit zu verlängern:

  1. Displayhelligkeit reduzieren: Je heller der Bildschirm eingestellt ist, umso mehr Energie verbraucht er.
  2. Handyortung deaktivieren: Die ständige Suche nach GPS-Satelliten, um die Position des Smartphones zu bestimmen, lässt den Akku schnell ermüden.
  3. Push-Mitteilungen ausschalten: Der häufige Abruf von E-Mails und Apps, die viele Daten herunterladen, verbraucht Strom.
  4. Apps nach dem Benutzen schließen: Bleiben die Programme im Hintergrund geöffnet, nachdem sie verwendet wurden, benötigen sie Rechenleistung und verbrauchen Energie.

Doch hält mein Smartphone-Akku wirklich länger durch, wenn ich diese Tipps befolge? Ich wollte es genau wissen und habe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den Test gemacht.

Der Versuch

Ortungsdienste ausschalten
Wer die Ortungsdienste seines Smartphones deaktiviert, spart Akku.

Am ersten Tag stellte ich die Bildschirmhelligkeit konstant auf 100%, schaltete Ortungsdienste und Push-Mitteilungen aller Anwendungen ein und ließ eine App im Hintergrund geöffnet, nachdem ich sie benutzt habe.

Am zweiten Tag justierte ich die Helligkeit nach Bedarf, deaktivierte sämtliche Ortungsdienste sowie Push-Mitteilungen und schloss jede Anwendung, nachdem ich mit ihr fertig war.

Anschließend verglich ich, wie lange mein Akku an den beiden Tagen jeweils durchgehalten hat.

Damit die Ergebnisse vergleichbar sind, habe ich mich bemüht, mein Smartphone an beiden Tagen möglichst identisch zu benutzen. Ich hörte jeweils eine Stunde Musik über einen Streaming-Dienst, schaute 20 Minuten Youtube-Videos und surfte drei Mal am Tag für 15 Minuten auf Facebook.

Das Ergebnis

Tag 1: Nachdem ich mein iPhone morgens um halb sieben mit vollem Akku vom Ladekabel genommen habe, hielt er bis 16:41 Uhr durch – also 10 Stunden und 11 Minuten.

Smartphone an der Steckdose
Auch die besten Tipps können nicht verhindern, dass das Smartphone irgendwann wieder an die Steckdose muss.

Tag 2: Ich trennte mein Smartphone ebenfalls früh um 6:30 Uhr vom Strom. Doch mit den oben genannten Tipps ging dem Akku erst um 18:55 Uhr die Puste aus – also 2 Stunden und 14 Minuten später als am ersten Tag.

Dieses Ergebnis hat mich wirklich überrascht, denn mit so einem deutlichen Unterschied habe ich nicht gerechnet.

Ich werde diese Tipps in Zukunft auf jeden Fall beherzigen. Dann habe ich auch nach Feierabend noch genug „Saft“, um auf dem Heimweg mein Smartphone zu nutzen.