Brennwerttechnik spart Heizkosten
Durch den Einsatz von Brennwerttechnik können Sie Heizkosten sparen. Foto: Margot Kessler / pixelio.de

An einem kalten Wintertag saßen mein Bekannter und ich in seiner warmen Stube. Er schwärmte von seiner neuen Erdgasheizung, die komfortabel und effizient arbeitet. Nur was es mit dem Brennwert auf sich hatte, wusste er nicht. „Marian, das ist doch Dein Metier: Was bedeutet Brennwerttechnik?“.

Brennwertgeräte gibt es für Öl- und Gasheizungen. Bei der Verbrennung dieser Heizstoffe entsteht Kohlendioxid und Wasser in Form von Wasserdampf, da sich der Sauerstoff aus der Verbrennungsluft mit dem Wasserstoff aus dem Brennstoff verbindet.

Die im Wasserdampf gespeicherte Wärmeenergie geht für den Nutzer eines herkömmlichen Heizkessels durch den Schornstein verloren. Brennwerttechnik nutzt diese Energie.

Ein Wärmetauscher kühlt den Wasserdampf ab, bis dieser zu Wasser kondensiert. Bei dieser Umwandlung wird Wärmeenergie frei, die sich auf das zurückfließende, kalte Heizwasser im Wärmetauscher überträgt. Die folgende Abbildung verdeutlicht diesen Prozess.

Brennwerttechnik


Um die nötige Abkühlung des Dampfs zu erreichen, muss das Wasser im Heizungsrücklauf eine möglichst niedrige Temperatur haben. Der Wärmetauscher führt das erkaltete Heizwasser an den heißen Abgasen vorbei. Der Wasserdampf kühlt sich ab und das Heizwasser erwärmt sich. Der Heizkreislauf beginnt von neuem. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Öl- oder Gasheizung spart der Einsatz von Brennwerttechnik circa 10 Prozent Energie.

Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den beiden Brennstoffen. Bei einer Ölheizung ist die Temperatur, bei der der Wasserdampf kondensiert, circa 10 Grad Celsius niedriger als bei der Verbrennung von Erdgas. Die Abgase einer Ölheizung müssen demnach stärker abgekühlt werden, damit der Brennwerteffekt einsetzt.

Bei Heizsystemen mit niedrigen Rücklauftemperaturen, wie zum Beispiel einer Fußbodenheizung, spielt dieser Unterschied keine Rolle. Das zurückfließende Heizwasser ist in beiden Fällen kalt genug, damit der Wasserdampf im Abgas kondensiert.

Bei Heizungen mit höheren Rücklauftemperaturen ist dies jedoch nicht immer der Fall. Sinkt die Außentemperatur, steigt die Vorlauf- und Rücklauftemperatur der Heizung. Das Abgas wird nicht mehr so gut gekühlt. Deshalb ist vor allem bei Ölheizungen eine zusätzliche Kühlung notwendig, um den Brennwerteffekt nutzen zu können. Dies geschieht beispielsweise, indem die Verbrennungsluft angesaugt und durch das heiße Abgas erwärmt wird. Das Abgas gibt Wärmeenergie an die Verbrennungsluft ab, wodurch seine Temperatur sinkt.

Ein weiterer Unterschied: Erdgas enthält mehr Wasserstoff als Heizöl. Deshalb ist bei der Verbrennung von Erdgas der Wasserdampfanteil im Abgas höher und die mögliche Brennwertnutzung größer.

Brennwerttechnik bei Heizungsmodernisierung mit Erdgas oder Flüssiggas lohnt sich fast immer. Haben Sie eine Ölheizung, sollten Sie im Einzelfall prüfen lassen, ob sich der Einsatz aufgrund der genannten Unterschiede bei Ihnen rentiert. Bei Holz- und Pelletheizungen ist eine Brennwertnutzung nicht möglich, da bei der Verbrennung kaum Wasserdampf entsteht.

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