ENSO Maedels WG
Unsere ENSO-Mädels-WG: Jenny (l.) und ich, Sophie.

Mit 16 Jahren in eine fremde Stadt ziehen, den eigenen Haushalt schmeißen und noch keine Ahnung, wie das Straßenbahnfahren funktioniert: Mein Ausbildungsstart bedeutete für mich, Sophie, auch privat eine große Veränderung.

Doch zum Glück musste ich da nicht alleine durch! Meiner besten Freundin und Klassenkameradin Jenny ging es genauso. Gemeinsam traten wir im September 2014 unsere kaufmännische Ausbildung bei ENSO an.

Jenny lernt Industriekauffrau und ich Kauffrau für Büromanagement. Für uns ist es ein großes Glück, dass wir zwei in ein und demselben Unternehmen lernen können.

Wir kommen beide aus Niesky, einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern, umgeben von einer Seen- und Heidelandschaft. Der Gedanke, bald ins „große Dresden“ zu ziehen, war für uns ziemlich aufregend.

Im Sommer letzten Jahres machten wir uns auf Wohnungssuche. Dass wir beide zusammen ziehen wollten, war uns von Anfang an klar. Dank der ENSO-Wirtschaftshilfe konnten wir uns auch eine Wohnung leisten. Diese Finanzspritze bekommen Azubi zusätzlich zu ihrer Ausbildungsvergütung, wenn ein tägliches Pendeln zwischen Heimatort und Unternehmen nicht zumutbar ist. Diese Unterstützung durch ENSO sehen wir beide als großen Vorteil. Denn sie erleichtert es, unser Geld einzuteilen, und macht die Ausbildung fern von der Heimat möglich.

Wir waren voller Vorfreude auf unsere eigenen vier Wände. Mitte August begannen wir unsere Wohnung einzurichten – vom Streichen der Wände bis zum Aufbau der Schränke. Selbst die Umzugshelfer konnten wir mit unserer Euphorie anstecken, obwohl ein langer und anstrengender Tag bevorstand.

Canaletto-Blick
Auch wenn Dresden aus dieser Perspektive idyllisch wirkt, in so einer Großstadt kann auch ganz schön Trubel herrschen. Bild: Ulrich Merkel / pixelio.de

Schon in der ersten Woche merkten wir, alleine wohnen ist gar nicht so einfach. Zuhause standen wir oft am Herd. Aber nach dem langen Arbeitstag beschränkten sich unsere Kochkünste anfangs nur auf das Erwärmen von Wasser für die heiß geliebte Tütensuppe.

Inzwischen kann keiner von uns beiden das Zeug mehr sehen. Mittlerweile haben wir uns aber an den neuen Alltag gewöhnt und versuchen, jetzt abends wieder mehr zusammen zu kochen.

Die anderen Azubis unseres Jahrgangs haben wir schon vor unserem ersten Ausbildungstag kennengelernt. Im Juni 2014 organisierten unsere Azubi-Kollegen aus dem zweiten Ausbildungsjahr für uns Neue einen gemeinsamen Tag im Rabenauer Grund.

Wir wanderten auf dem ENSO-Energie-Erlebnispfad und spielten Spiele, die das gegenseitige Kennenlernen erleichterten. Dazu gehörte zum Beispiel ein Quiz, das wir in gemischten Gruppen lösen mussten. Gemeinsam besichtigten wir ein ENSO-Wasserkraftwerk.

Nach dem Tagesausflug haben einige von uns bereits Telefonnummern getauscht. Die Kennenlernwanderung hatte ihren Zweck erfüllt. 😉

Am 29. August, kurz vor offiziellem Ausbildungsbeginn, begrüßten uns Vorstand Dr. Reinhard Richter und unser Personalleiter Stefan Blauß bei einer Auftaktveranstaltung. Sie hielten eine feierliche Willkommensrede. Für uns war es schon etwas Besonderes, auf diese Weise im Unternehmen empfangen zu werden.

In der ersten Ausbildungswoche bekamen wir zum Beispiel eine Einweisung in den Datenschutz bei ENSO und besuchten einen Einführungskurs in das Schreibprogramm Microsoft Word. Einen Teil der Zeit verbrachten wir in der Berufsschule, wo wir unsere Lehrbücher erhielten und auch schon die ersten Unterrichtsstunden absolvierten.

Floßbauen klein
Das gemeinsam gebaute Floß testeten wir anschließend auf seine Schwimmeigenschaften.

Der zweiten Woche fieberten wir regelrecht entgegen. Denn da ging es für alle neuen Azubis zum Sozialpädagogischen Seminar in eine Jugendherberge nach Sayda. Dort hatten wir die Möglichkeit uns besser kennen zu lernen.

Es fanden viele Workshops statt, die den Zusammenhalt in der Gruppe stärkten. Das gemeinsame Floßbauen aus Naturmaterialien, die wir uns teilweise im Wald selbst besorgen mussten oder der Spieleabend mit Volleyball, Air Hockey und Billard brachten uns näher zusammen.

Zudem hörten wir viele Vorträge. Vor allem der Erste-Hilfe-Kurs hat uns gut gefallen. Aber auch die Gewaltprävention, bei der uns ein Polizist erklärte, wie wir uns bei einem Angriff wehren und uns vor Diebstählen schützen können, fanden wir sehr interessant.

Wir sind froh, dass wir unsere Ausbildung bei ENSO gemeinsam absolvieren können. So besteht die Möglichkeit, uns gegenseitig zu unterstützen. In unseren ersten neun Monaten haben wir auch schon verschiedene Abteilungen kennengelernt. Aber davon erzählen wir in unserem nächsten Beitrag. Denn wir Mädels aus der ENSO-WG bloggen ab sofort regelmäßig über unseren Ausbildungsalltag. 😉