Büroarbeitsplatz
Ganz klassisch: So sieht es in unserem Büro in der ENSO-Hauptverwaltung aus.

Seit zwei Jahren arbeite ich bei ENSO in Dresden. Mein Arbeitsplatz ist ein klassisches Zwei-Frau-Büro 😉 mit Schreibtisch, Telefon und PC.

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber konnte ich ein Arbeitsplatzmodell testen, von dem man in letzter Zeit häufiger liest: Ich saß im Home Office.

Glaubt man Arbeitsmarktexperten, so wird es künftig mehr Heimarbeit geben. Die Arbeitnehmer, insbesondere die der jüngeren Generation Y, möchten Privat- und Berufsleben individuell und selbstbestimmt in Einklang bringen. Mit der beruflichen Tätigkeit im Arbeitszimmer der eigenen Wohnung wäre das möglich.

Einzelkämpfer vs. Teamarbeit

Teamwork
Team oder Einzelkämpfer? Viele bevorzugen das Arbeiten in der Gemeinschaft.

Zu Hause lässt es sich wunderbar konzentriert arbeiten. Aber es erfordert viel Selbstdisziplin. Und ich weiß aus Erfahrung, wie wichtig das soziale Umfeld am Arbeitsplatz ist. Mein damaliger Arbeitgeber hatte seinen Hauptsitz in München. Alle zwei bis drei Wochen war ich für zwei Tage bei meinen Marketingkollegen im Büro – und fühlte mich wie zu Besuch.

So schön ruhig das Arbeiten zu Hause war, so vermisste ich den netten Plausch in der Kaffeeküche oder ein gemeinsames Mittagessen. Neben den privaten Nettigkeiten fehlten mir oft auch Informationen, die man im Vorbei-Gehen erhält. Dass das Büro künftig komplett ausgedient hat, kann ich mir deswegen nicht vorstellen.

Aber ein Rotationsprinzip, bei dem sich mehrere Mitarbeiter einen Schreibtisch teilen, finde ich reizvoll. Wer vom Kita- oder Bahnstreik betroffen ist oder wer vorübergehend ans andere Ende der Welt muss, kann trotzdem berufstätig sein.

Flexibilität – für alle?!

Auch flexible Arbeitszeiten kommen dem Wunsch entgegen, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. In der XING Arbeitnehmerstudie „Kompass Neue Arbeitswelt“ gaben mehr als die Hälfte der 4.000 Befragten an, ihre tägliche Arbeitszeit individuell gestalten zu wollen.

In meinem Leben ist das Wirklichkeit: Mein Arbeitsvertrag legt eine Wochenarbeitszeit fest. Über Dienstbeginn und -ende kann ich jeden Tag selber entscheiden – je nachdem, welche Termine und Fristen anstehen. Denn Arbeitsergebnisse will meine Chefin in jedem Fall sehen 😉

Im Ernst: Mich und meine Arbeit selbstbestimmt zu organisieren, gibt mir viel Freiraum. Es lässt mich Familie, Freizeit und Beruf gut in Einklang bringen. Und es gibt mir viel Eigenverantwortung. Auch das wird zunehmend von Mitarbeitern gefordert.

Unterziehe ich die Themen „frei wählbare Arbeitszeit und -ort“ allerdings der Realitäts-Prüfung, wird schnell klar: Nicht jeder Arbeitnehmer wird diesen Trend mitmachen können. Denken Sie nur mal an die Verkäuferin an der Supermarktkasse oder den Arzt in der Notfallambulanz. Unmöglich.

Und auch meine Kollegen bei ENSO NETZ können ihr Wochenende nicht völlig frei verplanen, wenn sie Bereitschaftsdienst haben. Für solche Fälle, wo Verbraucher, Patienten, Stromkunden Sicherheit und Verlässlichkeit erwarten, muss es wortwörtlich den einsatzbereiten Mitarbeiter geben. Und die können eben nicht total flexibel sein.

Monteur
Mit Notebook und Dienstwagen ist ENSO-NETZ-Obermonteur Steffen Papke (re.) unterwegs.

Moderne Kommunikation macht‘s möglich

Dass Arbeitnehmer überhaupt die Möglichkeit haben, Arbeitszeit und -ort frei zu wählen, verdanken wir der modernen Kommunikationstechnik.

Mobiles Telefonieren, Internet und E-Mail haben dazu geführt, dass jeder fast immer und überall erreichbar ist – ob das gut ist, sei mal dahingestellt.

Von Vorteil finde ich Videokonferenz-Systeme, bei denen Besprechungen mit Kollegen an verschiedenen Standorten möglich sind. Gleiches gilt für den Zugriff auf Daten: Privat nutze ich Dropbox schon lange, um von überall aus via Internet auf Dateien zugreifen zu können.

Daten und Anwendungen, die in der Cloud liegen, werden auch Einzug ins Arbeitsleben halten. Für mich ist das nur eine Frage der Zeit sowie der IT- und Datensicherheit. Und auch das Erfassen von Arbeitszeiten oder das Zuteilen von Montageaufträgen geht seit einigen Jahren mobil.

Mit der Einführung des Workforce-Managements bei der ENSO NETZ GmbH fährt der Monteur morgens von zu Hause direkt zum ersten Einsatzort. Ins Büro muss er nicht mehr, um sich seinen ersten Auftrag abzuholen und den Beginn seiner Arbeit anzuzeigen.

Ich finde es beeindruckend, wie die Technik unser Arbeiten revolutioniert: Denken Sie nur mal an das Beispiel Ablage:

Früher: Dokument drucken – Papier lochen – in Aktenordner abheften
Noch vor kurzem: Dokument auf einem Laufwerk speichern
Heute: Dokument via E-Mail an ein System senden, dieses speichert die Informationen automatisch ab.

Hätten Sie das vor ein paar Jahren für möglich gehalten? Ich nicht. Und so bin ich sicher, da kommen Veränderungen auf uns zu, von denen wir heute noch nichts ahnen. Ich bin neugierig. Sie auch?