Umweltmonster: Müllschlucker, Luftschnapper, Wasserchecker und Stromfresser
Mit Unterstützung der vier Umweltmonster sollen Kinder lernen, sich im Haushalt umweltfreundlich zu verhalten. Foto: DHBW Ravensburg

„Oooohhh, wie niedlich!“ Meine Tochter hat die vier Umweltmonster vom ersten Moment an in ihr Herz geschlossen – den gelben Stromfresser, den rosa Luftschnapper, den grünen Müllschlucker und den blauen Wasserchecker. Sie sollen Kinder zu umweltfreundlichem Verhalten im Haushalt anregen und sehen ganz und gar nicht gruselig aus.

Die Idee für dieses spielerische Konzept stammt von Anastasia Bondarenko, einer Mediendesign-Studentin der DHBW Dualen Hochschule Baden-Würtemberg Ravensburg. Sie hat die Figuren im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entwickelt und bereits mehrere nationale und internationale Preise dafür gewonnen.

Auch mich begeistern die Idee und die Umsetzung sofort. Wie oft ermahnen wir unsere Kinder, doch bitte das Licht auszuschalten, wenn sie nicht in ihren Zimmern sind. Oder erinnern sie daran, dass das Wasser beim Zähneputzen nicht die ganze Zeit aus dem Hahn laufen muss. Meistens ernten wir genervtes Brummeln.

Wo wir Eltern uns den Mund fusselig reden, rechne ich mir mit Unterstützung der knuffigen Umweltmonster durchaus Erfolgschancen aus.

Jedes der vier ist für einen bestimmten Bereich im Haushalt zuständig. Ausgestattet mit Sensoren und interaktiven Funktionen helfen Sie den jüngeren Familienmitgliedern, Energie und Wasser sparsamer zu verwenden sowie den Müll ordnungsgemäß zu trennen. Dafür sind sie über WLAN mit dem Internet und einer App verbunden.

Junge und Mädchen beim Spielen am Laptop
Hurra! Wasser gespart, Müll getrennt, ordentlich gelüftet. Schon geht es dem Planeten besser. Foto: pixabay.com

Das Müllschlucker-Monster zum Beispiel erkennt am Barcode der Verpackung, ob diese recycelbar ist.

Der Wasserchecker hilft den Kindern, ein Gefühl für die verbrauchten Wassermengen zu entwickeln und warnt, wenn das wertvolle Nass zu üppig fließt.

Der Stromfresser wiederum ist ein kindersicheres Steckdosensystem. Die Kleinen können selbständig entscheiden, wann und wie lang sie Strom verbrauchen.

Und das Luftschnapper-Monster reißt sein Mäulchen auf, wenn es an der Zeit ist, Frischluft ins Zimmer zu lassen. Denn richtiges Lüften beugt Schimmelbildung vor und spart Heizenergie.

Super finde ich auch, dass sich die Erfahrungen aus dem realen Leben in die Spielewelt übertragen lassen. In einer App brauchen die vier Monster Hilfe. Ihr Freund, der Planet, ist krank. Um gesund zu werden, muss er mit frischem Wasser, Energie usw. versorgt werden. Verhalten sich die Kinder im Alltag umweltbewusst, können die eingesparten Ressourcen zur Pflege des Planeten eingesetzt werden und machen ihn wieder gesund.

Wenn Sie mehr wissen wollen, schauen Sie sich am besten dieses Video an:

Ich wette, dass meine Kinder fortan deutlich motivierter wären, das Licht auszumachen und den Wasserhahn zuzudrehen, um den sympathischen Monstern und ihrem Freund zu helfen.

Leider müssen wir noch ein wenig auf die vier Kerlchen warten, denn das Projekt befindet sich aktuell in der Prototyp-Phase. Falls Tester gesucht werden – ich hätte hier zwei! 😉

Was halten Sie von der Idee? Könnten die sympathischen Monster unsere Kinder dazu bringen, sich mehr Gedanken über ihren Energieverbrauch zu machen und umweltfreundliches Verhalten zu lernen?