Batterien
Die kleinen Energiespeicher sind in unserem Alltag unverzichtbar. Haben sie ausgedient, lassen sich wertvolle Bestandteile wieder verwenden. Foto: Kigoo Images/pixelio.de

Ohne sie könnten wir Mobiltelefone, schnurlose Elektrowerkzeuge, Fotoapparate oder so manches Spielzeug glatt vergessen. Nur dank Batterien, Knopfzellen und Akkus leisten viele unverzichtbare Alltagshelfer zuverlässig ihren Dienst.

Doch irgendwann geht jedem der kleinen Energiespeicher endgültig der Saft aus. Wohin dann damit? Einfach in den Hausmüll?

Das wäre die falsche Entscheidung. Denn in ihnen stecken wertvolle Metalle wie Zink, Eisen, Aluminium, Lithium und Silber. Allerdings enthalten sie mitunter auch für Mensch wie Umwelt gefährliche Stoffe: Quecksilber, Cadmium oder Blei.

Deshalb gehören Batterien & Co. in die Sammelboxen, die in Elektro-, Super- oder Baumärkten und auf kommunalen Wertstoffhöfen bereit stehen. Mehr als 170.000 Sammelstellen gibt es bundesweit.
Hersteller und Importeure sind gesetzlich zur ordnungsgemäßen Entsorgung verpflichtet. Sie müssen sich am Gemeinsamen Rücknahmesystem für Geräte-Altbatterien (GRS Batterien)  oder an einem von zurzeit drei herstellereigenen Rücknahmesystemen beteiligen.

1998 gründeten die Firmen Duracell, Energizer, Panasonic, Philips, Saft, Sanyo, Sony, Varta und der Zentralverband der Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) die Stiftung GRS Batterien.
Sie ist für die Produkte von mehr als 3.000 Batterieherstellern und -importeuren verantwortlich. Diese lieferten im vergangenen Jahr der Stiftung zufolge mehr als 34.000 Tonnen Batterien und Akkus  – insgesamt rund 1,55 Milliarden Stück.

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Von der Sammelstelle gelangen sie in spezielle Anlagen, wo sie zunächst nach chemischen Systemen sortiert werden. Um Schad- von Wertstoffen zu trennen, werden sie in Industrieöfen thermisch behandelt.

Auf diese Weise gelingt es, Metalle wie Zink, Nickel, Blei, Cadmium, Quecksilber sowie Silber, Eisen/Stahl, Kupfer, Aluminium und Kobalt wiederzugewinnen und für die Herstellung neuer Batterien zu nutzen. Laut Bundesumweltamt stecken in 1,5 Milliarden Batterien über 8.000 Tonnen Eisen, etwa 5.000 Tonnen Zink, 2.000 Tonnen Nickel, 200 Tonnen Cadmium, sechs Tonnen Silber und rund vier Tonnen Quecksilber.

Beratung
Mitarbeiter von GRS Batterien geben Auskunft zum Thema Batterie-Recycling. Foto: GRS Batterien

Ab dem kommenden Jahr schreibt das Batteriegesetz, das 2009 in Kraft trat, als verbindliches Ziel vor, 45 Prozent der Altbatterien zurückzunehmen. Laut GRS Batterien wurde diese Sammelquote schon im vergangenen Jahr mit 45,3 Prozent leicht überschritten.

Welchen Stellenwert das Thema inzwischen hat, zeigt die Tatsache, dass in diesem Jahr am 9. September erstmals ein Europäischer Batterierecyclingtag begangen wurde.

Vielleicht sehen Sie, liebe Leser, die Batterien und Akkus Ihrer Elektrogeräte nach der Lektüre dieses Beitrages mit anderen Augen. In einem Ratgeber des Umweltbundesamtes finden Sie noch mehr Informationen und Argumente, warum es sich lohnt, die Energiespeicher, die ausgedient haben, zur Sammelstelle zu bringen.