Daniela Rossbach
Daniela Roßbach, Teamleiterin bei fourseasons Gesellschaft für Onlinekommunikation mbH, hat die neue Karriere-Website für ENSO konzipiert und gestaltet.

Nach neuesten Erhebungen nutzen 28 Millionen Deutsche täglich oder mehrmals wöchentlich das mobile Web – vorzugsweise auf dem Smartphone.

Das allein ist für mich als Screen- und Interface-Designerin keine Überraschung. Trends und sich wandelnde Nutzergewohnheiten zu beobachten, gehört für mich seit 15 Jahren zum Tagesgeschäft.

Relativ neu dagegen – zumindest in dieser Deutlichkeit – ist der Wunsch junger Nutzer, sich nicht nur über das Internet zu informieren, sondern sich ganz ohne „Papierkram“ zu bewerben: während einer Zugfahrt, beim Warten im Waschsalon oder in einem Café.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Potentialpark unter 27.000 befragten Studenten würden es 47 Prozent begrüßen, wenn sie auch von unterwegs über das Smartphone Interesse bekunden und alle nötigen Dokumente einreichen könnten.

Die Wünsche der Zielgruppe ernstnehmen

Die Mehrzahl der Unternehmen hinkt diesen Ansprüchen jedoch hinterher. Gerade mal 14 Prozent von knapp 500 in der oben genannten Studie untersuchten Unternehmen haben überhaupt eine mobile Karriere-Website, und nur vier bieten die Möglichkeit einer ganz und gar digitalen Bewerbung. Der Befund ist für mich ernüchternd.

Jugendliche mit ihren Smartphones
Jugendliche wollen sich im Internet nicht mehr nur über Jobangebote informieren, sondern sich auch gleich von unterwegs darauf bewerben.

Umso stärker war mein Ehrgeiz, mit der Konzeption der mobilen Karriereseite für ENSO einen anderen Weg zu gehen – mit einer Lösung, die den Trend zur Mobilität wirklich ernst nimmt und die Bewerber emotional anspricht: mit Multimedia-Inhalten wie Videos, großformatigen Fotos, einem mobiloptimierten Bewerbungsformular, einer Stellenbörse und vielem mehr.

Vor diesen Detailfragen war allerdings etwas Grundsätzliches zu klären: Wie kann ich geräteübergreifendes Surfen und eine optimale Darstellung auf allen Geräten sicherstellen?

Am Anfang war das Smartphone

Die Konjunktur von responsiven Webdesigns ist eng mit dem sensationellen Erfolg des iPhones 2007 und mit dem nur drei Jahre später einsetzenden Siegeszug der Tablets verbunden. Mit diesen beiden Innovationen war schon bald eine ausreichend große Zahl von Nutzern erreicht, die Informationen eher auf mobilen Endgeräten abrufen als auf klassischen Notebooks oder Desktop-PCs.

Wir Designer von Websites reagierten darauf mit verschiedenen Strategien – zunächst, indem wir feste Layouts für verschiedene Ausgabegrößen erarbeiteten. Für die gängigsten Formate wurden separate Layouts (für Smartphones und Desktopgeräte) angefertigt und beim Aufrufen der Seite automatisch geladen.

Auch heute noch setzen Zeitungsportale, E-Commerce-Anbieter und viele große Marken auf diese Doppelstrategie und stellen ihrer klassischen Website eine mobile Version zur Seite.

Responsive Design

Bei der Karriere-Website für ENSO dagegen setzten wir auf die flexiblere Responsive-Strategie. Hierbei passen sich das Layout und die Inhalte an das Endgerät an. Vom Smartphone bis zum heimischen PC garantiert das responsive Design eine tadellose Darstellung auf allen Geräten.

Ansicht der ENSO Karriere-Website auf verschiedenen Endgeräten.

Die Optimierung von Webseiten für mobile Endgeräte ist im Übrigen längst nicht mehr nur eine Frage der ansprechenden Darstellung – sie fließt auch in die Bewertung durch Google ein und hat damit Einfluss auf die Platzierung in den Suchergebnissen. Den entsprechenden Test hat die ENSO-Seite mit Bravour bestanden.

Volle Funktionalität auch unterwegs

Eine konsequent und klug umgesetzte Responsive-Strategie ist wichtig – wäre aber für sich genommen noch nicht der Rede wert. Es sind vielmehr andere Funktionalitäten, mit denen sich die Lösung weit über dem Durchschnitt bewegt: In der auch für Mobilgeräte optimierten Stellenbörse können Interessenten nach Einstiegslevel, Tätigkeitsbereich und Unternehmen filtern.

Für die wichtigsten Berufe gibt es Kurzvideos, die anschaulicher als jeder Text über den Arbeitsalltag informieren. Und wer sich bewerben möchte, lädt auf dem Smartphone einfach seinen Lebenslauf aus der Cloud hoch, beispielsweise über Dropbox oder GoogleDocs. Die noch etwas futuristisch anmutende Idee, sich in der Straßenbahn für einen Job zu bewerben, ist bei ENSO nun Realität.

Sehen Sie das auch so? Lassen Sie mich wissen, ob Sie unsere Lösung der ENSO-Karriere-Website überzeugt und welche Funktionen Sie sich zusätzlich für den Bewerbungsprozess wünschen.