Martin Bogusch
Nach Feierabend tritt Martin Bogusch gern in die Pedalen, um den Kopf frei zu bekommen. Foto: Sportfotograf

Der Berufseinstieg hat für Martin Bogusch geklappt. Als Trainee bei der ENSO NETZ GmbH beschäftigt er sich bereits nach kurzer Zeit mit großen Energiemengen.

Was ihm dabei besonderen Spaß macht und welche eher untypischen Aufgaben er manchmal noch erledigt, erfahren Sie in diesem Mitarbeitersteckbrief.

Name: Martin Bogusch
Wohnort: Wülknitz
Arbeitsaufgabe: Trainee Netzvertrieb

Was wollten Sie als Kind werden?

Definitiv Sportler! Was kann schöner sein, als sein Hobby zum Beruf zu machen? Aber als Kind hatte ich eh noch die eine oder andere Flause im Kopf. Da dachte ich auch, der Strom käme einfach so aus der Steckdose. Wie er dort „hinein kommt“, hat mich erst später interessiert.

Wie sind Sie zu ENSO gekommen?

Heute genauso, wie sonst: Mit dem Zug. 😉

Schon in meiner Jugend hat mich Elektrizität fasziniert. Nach meinem Studium der elektrischen Energietechnik mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien in Hamburg wollte ich gern zurück nach Sachsen und am liebsten im Bereich Energie(-übertragung) arbeiten. Doch diesen typischen Türöffner in ein Unternehmen hier in der Region gab es für mich nicht mehr. Meine Praktika hatte ich bereits alle absolviert und meine Abschlussarbeit bei dem Stadtwerk in Norderstedt geschrieben.

Also musste ein anderer Plan her: Ich suchte den persönlichen Kontakt. Eine gute Möglichkeit dafür bot die Karrieremesse der TU Freiberg, die Anfang dieses Jahres stattfand. Dort hielt auch Sven Kretzschmar für ENSO Ausschau nach geeigneten Nachwuchskräften. In unserem Gespräch erfuhr ich, dass die ENSO NETZ GmbH eine freie Trainee-Stelle für ihr Berufseinsteigerprogramm hatte. Ich übergab Sven Kretzschmar meine Unterlagen, wurde zu einem Gespräch eingeladen und bekam den Job.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Er beginnt mit einem Weckerklingeln bereits um 5 Uhr morgens. Je nach Wetterlage fahre ich entweder mit dem Rad oder dem Auto zum Bahnhof. Und dann ab in den Zug in unsere Dresdner Hauptverwaltung. Bis hierhin ist soweit alles typisch.

Im Büro warten unterschiedlichste Aufgaben auf mich. Zum Monatsbeginn werte ich beispielweise die Netzabsätze des vergangenen Monats aus, also wie viel Gas die Kunden im gesamten Netzgebiet bezogen haben. Im Jahr 2014 waren das immerhin mehr als 6,5 Milliarden Kilowattstunden. Außerdem bin ich in die Planung involviert und ermittele, welche Netzabsätze wir zukünftig erwarten. Hierbei spielen zum Beispiel Kundenzugänge, generelle Verbrauchstendenzen und das Wetter eine wichtige Rolle.

Manchmal fallen aber Aufgaben an, die ganz und gar nicht alltäglich sind – zumindest für mich. Die zuständige Regulierungsbehörde (entweder die Bundesnetzagentur oder das Sächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), die uns als Netzbetreiber kontrolliert, fordert des Öfteren Daten an, die ich zusammenstelle und aufbereite.

Vor allem die Berechnung der Netzentgelte muss ich korrekt dokumentieren. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder Unternehmen wie den Stadtwerken sind verantwortungsvolle Aufgaben, die ich mit großer Sorgfalt erfülle.

Außerdem freue ich mich auf die Arbeit in anderen Fachgruppen beziehungsweise Abteilungen, in denen ich während meiner Trainee-Zeit noch Erfahrungen sammeln darf.

Was bereitet Ihnen bei Ihrem Job am meisten Freude?

Gerade der Einstieg als Trainee ermöglicht es mir, verschiedene Bereiche des Unternehmens kennenzulernen. Das gefällt mir besonders gut, denn ich bekomme viele Eindrücke. Ich durfte mir bereits elektro- und gastechnische Anlagen in vielen Teilen des Netzgebietes ansehen und so die Theorie mit der Praxis verbinden. Auch die Hilfsbereitschaft der Kollegen ist super. Vor allem, wenn sie mitbekommen, dass ich als Trainee noch neu im Unternehmen bin.

Gerade diese Offenheit, die Abwechslung und die mir übertragene Verantwortung schätze ich an meiner Arbeit gehen.

Wobei können Sie am bestem entspannen? 

Am liebsten mit meiner Frau und meinem kleinen Sohn. Die gemeinsame Zeit lässt mich einen anstrengenden Tag schnell vergessen. Als Ausgleich zum Büroalltag hilft mir Bewegung im Garten oder sportliche Aktivität auf dem Rennrad.

Abwechslung und Entspannung bringt mir auch die Vereinsarbeit im Radsportverein Gröditz, den ENSO übrigens sponsert. 😉