Meine Heizung: Lüftungsanlage mit Luft-Luft-Wärmepumpe

Energie
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Bauherren
Als Bauherren mussten wir vieles bedenken. Unser Haus möglichst effizient warm zu bekommen, war meinem Mann und mir wichtig.

Wir heizen unser Haus über die Luft. Sie fragen sich, ob und wie das funktioniert? Das ging mir ähnlich, als wir uns während der Bauplanung damit beschäftigten, welche Heiztechnik die richtige für uns ist. Unsere Wahl fiel auf eine Lüftungsanlage mit Luft-Luft-Wärmepumpe.

Seit über einem Jahr wohnen wir zu dritt, demnächst zu viert, in den eigenen vier Wänden. Inzwischen weiß ich, wie die Technik arbeitet. 😉 Ich kann von ersten Erfahrungen damit berichten. So viel schon mal vorab: Unsere Entscheidung haben mein Mann und ich bisher nicht bereut. 

Sehr dichte Gebäudehülle

Unser Einfamilienhaus steht im Schönfelder Hochland am Stadtrand von Dresden. Zwei Kinderzimmer, ein Schlaf- und ein Gästezimmer, Wohn- und Esszimmer sowie Küche verteilen sich mit den beiden Bädern und dem Hauswirtschaftsraum auf insgesamt 160 Quadratmeter Wohnfläche.

Hausansicht
Unser Eigenheim im Schönfelder Hochland haben wir 2014 gebaut.

Es ist ein Fertighaus in der sogenannten Holzständerbauweise. Die Fenster sind dreifach verglast, die Wände mit einer Kombination aus Holzfaserdämmplatte, einer mineralischen Vollwärmedämmung und einem Dampfbremsvlies sehr gut gedämmt.

Mit dieser dichten Gebäudehülle entspricht unser Heim dem KfW-40-Standard. Das heißt, es verbraucht nur 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Neubaus nach der Energieeinsparverordnung (EnEV). Damit kommt es einem sogenannten Passivhaus, das über keine klassische Gebäudeheizung verfügt, sehr nahe.

Aufgrund der hervorragenden Dämmwerte funktioniert das Heizen über die Luft, vom Heizungshersteller als Frischluftwärmetechnik bezeichnet, besonders gut. Es dringt wenig warme Luft nach außen.

Wie funktioniert das Heizen über die Luft?

Der Warmwasserspeicher steht ebenfalls im Hauswirtschaftsraum.

Die Wärme in unserem Eigenheim stammt hauptsächlich von der einfallenden Sonnenstrahlung, der Körperwärme von uns Bewohnern und von technischen Geräten. Die Temperatur in unserem Haus reguliert die Luft-Luft-Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung.

Das Grundprinzip ist ein ständiger Luftaustausch im Haus, bei dem aber – das ist die Besonderheit – gleichzeitig geheizt wird.

Wir steuern unsere Heizungsanlage über ein Touch-Panel an der Wohnzimmerwand. Kinderleicht lassen sich hier die Temperaturen der einzelnen Zimmer regeln, Daten von Außentemperatur bis Luftfeuchte in den Räumen ablesen und vieles mehr.

Bei uns läuft die Anlage rund um die Uhr im Automatikmodus, ein ständiges Eingreifen und Ändern der Einstellungen ist nicht notwendig. Das empfinden wir als sehr komfortabel.

Reicht die Leistung der Wärmepumpe an sehr kalten Wintertagen mal nicht aus, heizt die Anlage elektrisch zu oder wir unterstützen mit dem Kamin.

In den beiden Bädern haben wir jeweils eine elektrische Zusatzheizung. Sie kann jederzeit manuell zugeschaltet werden. Im größeren Bad ist der Heizkörper zusätzlich so programmiert, dass er den Raum zu unseren „Badzeiten“ wärmt. Das vermeidet unnötige Kosten.

Unser Wasser bringt eine Trinkwasser-Wärmepumpe auf Temperatur, sie nutzt dafür die Restwärme der Abluft im Haus. Vorgehalten wird das erhitzte Wasser in einem 300-Liter-Speicher.

Heizung und Lüftung in einem System

Die Luft-Luft-Wärmepumpe hängt bei uns im Hauswirtschaftsraum an der Wand. Darunter haben Waschmaschine & Co. bequem Platz.

Wir haben uns vor unserer Entscheidung intensiv in Foren und Blogs informiert sowie mit anderen Häuslebauern ausgetauscht. Unsere Wahl haben wir nicht bereut. Wir fühlen uns mit der Lüftungsheizung sehr wohl. Ausschlaggebend für uns waren diese Vorteile:

  • Wir können auf fossile Brennstoffe verzichten, sind unabhängig von der Gas- und Ölpreis-Entwicklung.
  • Der elektrische Strom, mit dem wir bei Bedarf zuheizen, stammt zunehmend aus regenerativen Quellen.
  • An den Wänden hängen keine Heizkörper, was uns mehr Flexibilität bei der Raumeinrichtung lässt.
  • Die Heizungsanlage reagiert schnell auf externe Einflüsse wie Sonneneinstrahlung.
  • Wir haben immer frische Luft im Haus, ohne die Fenster öffnen zu müssen.
  • Es besteht keine Gefahr der Schimmelbildung.
  • Die Wärmerückgewinnung innerhalb der Lüftungsanlage hält 80 bis 90 Prozent der Wärme beim „Lüften“ im Haus.
  • Durch das Filtern der Frischluft bleiben Pollen und Schmutz draußen.
  • Heizung und Lüftung sind kombiniert.

Unsere Bedenken, dass wir den Luftzug an den Zuluft-Wärmeelementen und Abluftventilen hören und/oder spüren, hatten wir im Erfahrungsaustausch mit anderen Bauherren vorab schon ausgeräumt. Sie haben sich jetzt auch nicht bestätigt. Trotz fehlender Fußbodenheizung ist es dank Echtholzparkett im Wohnzimmer und Teppichboden im Obergeschoss bei uns nicht fußkalt.

Viel Komfort bei überschaubaren Kosten

Zuluft-Wärmeelemente in der Raumdecke sorgen in den Wohn- und Schlafräumen für frische Luft in der gewünschten Temperatur.

Die Lüftungsheizung hat ihre Vorzüge bei uns unter Beweis gestellt. Wir empfinden das gleichbleibende Klima in allen Räumen als sehr angenehm. Insbesondere auch, weil bei uns die Raumtüren meist offen stehen.

Die Anlage ist nahezu wartungsfrei, lediglich zweimal im Jahr wechselt mein Mann ganz ohne Werkzeug die Filter. Eine weiterführende Reinigung, die wir beim Wartungsdienst des Herstellers beauftragen können, empfiehlt dieser alle zwei bis drei Jahre.

Die laufenden Kosten haben uns nach einem Jahr im Eigenheim positiv überrascht: Der Stromverbrauch für Haushaltstrom, Warmwasser und Lüftungsanlage lag insgesamt bei 6.600 Kilowattstunden. Für unsere Hausgröße hatte die Hausbaufirma 5.000 bis 7.000 kWh allein für das Heizen mit der Lüftungsanlage vorausgesagt.

Hinzu kommen rund 100 Euro im Jahr für die beiden Filter sowie ab und an ein paar Euro fürs Kaminholz. Zu den Kosten für die optionale Reinigung können wir noch keine Auskunft geben, da eine solche noch aussteht.

Kommentare

  1. Ich besitze selber nun eine dezentrale Lüftungsanlage und kann jedem zu einer solchen Lüftungsmethode raten. Wenn man überlegt, dass eine Person bis 80kg Kohlendioxid pro Stunde freisetzen kann (Quelle http://dezentrale-lueftungsanlage.de/ )
    Unsere Lüftungsanlage warten wir auch jährlich und wechseln daher immer einmal im Jahr die Filter.

    LG Jannik

  2. Hallo,

    danke für den interessanten Kurzbericht. Ich bin gerade dabei für mein mittlerweile 15Jahre altes Passivhaus eine neue Luft-Luft Wärmepumpenanlage zu suchen. Können Sie mir weitere Details zu Ihrer Anlage zusenden und ggf. einen Kontakt zur Fa. die die Auslegung gemacht hat?

    Danke
    Martin Dilzer

    1. Hallo Herr Dilzer,

      unsere Anlage heißt Proxon Frischluft-Wärmetechnik (FWT) 2. Am besten lassen Sie sich von einer Fachfirma beraten, welche Anlage zu Ihrem Haus passt. Einen ersten Überblick können Sie sich hier verschaffen: http://www.proxon.de bzw. http://www.zimmermann-lueftung.de/shop/

      Die Kontaktdaten unserer Heizungsfirma sind:

      Zimmermann Lüftungs- und Wärmesysteme GmbH & Co. KG
      Seelbacher Straße 111
      57258 Freudenberg

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Sanierung.

  3. Ist schon eine tolle Sache, aber da entsteht doch eine sehr große Luftverwirbelung.
    [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien. Die Redaktion]

  4. Hallo, meine Frau und ich haben die gleiche Heizungsanlage, ebenfalls in einem WeberHaus (jedoch nur 135 qm). Die Heizung befindet sich im Komfortmodus, Heizelemente sind ausgeschaltet und sämtliche Räume, abgesehen vom Wohnzimmer und der Küche (20 Grad), sind auf 17 Grad eingestellt. Unser Problem ist, dass die Temperatur im 1. OG trotz dieser Einstellungen immer zwischen 20 und fast 23 Grad liegt, was zum Schlafen eher unkomfortabel ist. Der Bypass für das Elternschlafzimmer ist 100 % geöffnet und die normale Zufuhr für das Schlafzimmer ist zu, sodass eigentlich nur die vorgeheizte Luft ankommen dürfte. Leider reicht auch das nur, um die Temperatur so gerade unter 20 Grad zu bekommen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder vllt sogar eine Idee? Ein MA von Zimmermann sagte, das wäre alles normal. Vielen Dank und liebe Grüße aus Dülmen im Münsterland

    Felix

    1. Hallo Felix,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Wir haben in allen Räumen konstant 20 Grad eingestellt und diese Temperatur herrscht dort auch. Möchten wir es abends im Wohnzimmer wärmer haben, machen wir den Kamin an. Dann wird es im Obergeschoss auch nicht wesentlich wärmer, allerdings schaltet sich die Wärmepumpe nach einiger Zeit ab.

      Ihr Problem ist für mich aus der Ferne schwer zu beurteilen. Vielleicht helfen Ihnen aber folgende zwei Dinge, die uns anfangs auch nicht klar waren.

      (1) Es gibt in jedem Raum ein kleines Thermostat, an dem man die Temperatur nach oben oder unten justieren kann. Eines dieser Thermostate im Obergeschoss ist die Mastereinheit.

      In der Anlagensteuerung erkennen Sie den Masterraum am blauen Schriftzug. Diese Einheit entscheidet, ob die Wärmepumpe für den oberen Heizkreis arbeiten soll oder nicht.

      Wir hatten diese Mastereinheit zunächst (unwissentlich) in einem ungenutzten Raum und stellten die Temperatur in diesem Zimmer auf 18 Grad ein. Das hatte zur Folge, dass auch in den anderen Räumen im Obergeschoss die 20 Grad nicht mehr erreicht wurden. Die Wärmeelemente waren nicht mehr durchgängig aktiv. Wir legten die Mastereinheit dann in einen anderen Raum und konnten das Problem beheben.

      (2) Wir hatten in manchen Räumen eine Abweichung von über einem Grad zwischen gemessener Temperatur am Thermostat und realer Temperatur im Raum. Das kann man über die zentrale Steuerung nachjustieren.

      Dafür benötigt man allerdings einen Installateurs-Code. Uns hat der Kundendienst den netterweise genannt, dadurch konnte ich auch nach dem Termin noch etwas weiter optimieren.

    2. Hallo Felix,

      Ihr Beitrag ist schon ein Jahr her, versuche dennoch mein Glück.
      Konnten Sie das Problem mit den zu hohen Temperaturen im Obergeschoss klären? Was mussten Sie verändern?
      Ich bin Ende April in mein 150qm WeberHaus eingezogen und bekomme die Temperatur auch nicht runter. Nachts ist es unerträglich. Den Bypass schließe ich bei sehr warmen Außentemperaturen. Auch mir sagt die Herstellerfirma das sei normal. Man liest aber ja anderes…
      Wäre sehr dankbar für Ihr Feedback.
      Beste Grüße

  5. Hi,

    Habt ihr zusätzlich einen Erdwärmetauscher? Gerade für die Wintermonate soll das ja Energie sparen da man die Luft nicht so viel aufheizen muss.

    Gruß stephan

    1. Hallo Stephan,

      meine Kollegin Tina Rüssel ist in der nächsten Woche wieder im Haus und wird Ihre Frage dann gern beantworten.

    2. Hallo Stephan,

      Sie haben Recht, ein Erdwärmetauscher ist effizienter als eine reine Luft-Luft-Wärmepumpe. Bei unserem prognostizierten Verbrauch jedoch hätten sich die Investitionskosten erst über einen sehr langen Zeitraum amortisiert. Daher haben wir uns dagegen entschieden.

      Viele Grüße,
      Tina Rüssel

    1. Hallo Stefan,

      sehr gern. Ich habe Ihnen eine Mail geschrieben und bin gespannt auf Ihre Fragen.

      Viele Grüße,
      Tina Rüssel

  6. Hallo Frau Rüssel,
    meine Frau und ich hätten ein paar Fragen, zu ihrer Luft Luft Wärmepumpe. Da wir auch sehr am Überlegen sind, welche Heizungsanlage wir nutzen wollen.
    Wäre ein Kontakt möglich?
    Das würde uns freuen. Gerne auch persönlich, da wir auch in DD ansässig sind.

    Beste Grüße
    Andre Golle

    1. Sehr geehrter Herr Golle,

      ich habe Ihnen eine E-Mail geschrieben, damit Sie meine persönlichen Kontaktdaten haben. Bitte melden Sie sich gern, wenn es bei Ihnen passt.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Tina Rüssel

  7. Da sie den Installateur Code haben könnten Sie mir diesen netterweise mitteilen?

    Wir habe auch eine Luft Luft wärempumpe von der Firma Zimmermann im Einsatz und sie voll und ganz zufrieden.

    Mit freundlichen Grüßen Mario

    1. Hallo Mario,

      schön, dass Sie mit Ihrer Anlage ebenso zufrieden sind wie wir.

      Den Code möchte ich nicht (öffentlich) weitergeben. Wir haben diesen in einem persönlichen Termin genannt bekommen. Ich bin auch nicht sicher bin, ob solch ein Code universell ist oder doch eher anlagengebunden oder zumindest typgebunden.

      Fragen Sie mal bei der Firma Zimmermann nach, ich bin sicher, Sie erhalten dort die gewünschte Auskunft.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Tina Rüssel

      1. danke gerade auch meine Frage beantwortet [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien. Die Redaktion]

  8. Hallo Frau Rüssel,

    auch wir werden ein Fertighaus (Bien Zenker, ca. 138m2) mit einer Wohlfühl-Klima-Heizung (LLW) der Fa. Zimmermann (Loxone) bauen.

    Zusätzlich sind wir am überlegen ob wir eine Photovoltaikanlage mit Speicherbatterie einbauen sollten, um zum Teil die entstehenden Stromkosten aufzufangen.

    Jetzt wäre es interessant erst einmal zu wissen was so eine Heizung an Strom zusätzlich verbraucht?

    Auch haben wir gehört, das es im Sommer sehr warm im Haus sein soll. Das würde daran liegen das ja die heiße Luft von außen angesaugt und in die Räume verteilt wird. Auch wenn man eine Kühlfunktion hätte, würde die Temperatur nur 2-3 ° absinken (also von 38 auf gerade einmal 35°). Wie ist das denn bei Ihnen? Oder ist das eine Einstellungssache an der Pumpe?

    Vielleicht könnten Sie mir diese Fragen ja beantworten.

    Ich bedanke mich vorab schon einmal für Ihre Mühe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Wipplinger

    1. Hallo Herr Wipplinger,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Wir verbrauchen in Summe rund 6.000 bis 7.000 kwh pro Jahr für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom. Da alles über einen Zähler läuft, kann ich keine detaillierte Unterscheidung vornehmen.

      Zu Ihren Bedenken bei sommerlichen Temperaturen: Wir haben Außenjalousien und kippen diese an heißen Sommertagen nur leicht an. Damit halten wir die Temperatur im Haus eine ganze Weile deutlich kühler als außerhalb.

      Die Lüftungsanlage holt, wie Sie richtig schreiben, zwar warme Luft ins Haus, diese wird aber über den Wärmetauscher passiv gekühlt. Somit ist es kühler, als wenn Sie über die Fenster lüften würden.

      Des Weiteren können Sie die Lüftungsstufen der Heizungsanlage variieren. Ist es im Sommer tagsüber sehr warm, dann läuft unsere Lüftung auf niedriger Stufe und nachts, wenn es sich abkühlt, auf hoher Stufe. Damit sind wir die bisherigen Sommer gut klar gekommen. Wir hatten, wenn viele heiße Tage aufeinander folgten, maximal 27 bis 28 Grad Celsius im Haus.

      Eine Kühlfunktion haben wir nicht, da wir sonst den KfW-40-Standard nicht erreicht hätten.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Tina Rüssel

  9. Hallo und vielen Dank für Euren informativen Artikel. Eure Heizung und Eure Lüftung habt ihr hervorragend in ein System integriert. Meine Frau und ich beginnen demnächst mit dem Bau unseres eigenen Hauses und haben die gleiche Überlegung, ein solches System in unser Haus zu integrieren. Es spart einfach Kosten und ist zudem auch noch umweltfreundlicher. [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien. Die Redaktion] VG Franz

  10. Hallo, danke für den super Beitrag, bei mir kommt mein Fertighaus am 09.11 auch mit einer Proxon Heizung von Zimmermann, allerdings habe ich nur 130 QM Wohnfläche.
    Was für einen Strompreis ct/kwh zahlt ihr denn?
    VG Kai

    1. Hallo Kai,

      mit der Hausaufstellung kommt eine spannende Zeit auf Sie zu 🙂 Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und einen reibungslosen Baufortschritt!

      Zu Ihrer Frage nach dem Preis: Für den Strom, den die Heizungsanlage benötigt, zahlt man den ganz normalen Kilowattstundenpreis für Haushaltsstrom. Der variiert je nach Stromprodukt. Eine Übersicht unserer Produkte und Preise finden Sie unter http://www.enso.de/stromprodukte.

      Haben Sie weitere Fragen? Dann kontaktieren Sie mich gerne per Mail an Tina.Ruessel@enso.de.

      Viele Grüße,
      Tina Rüssel

      1. Das ist so nicht (mehr) richtig. Wir haben seit Nov. 2017 ein BZ Haus mit der Proxon P1.
        Wir haben einen Sondertarif für die LLWP. Haushaltstrom läuft separat. Auch die Steckdosen für die Heizkonvektoren in den Bädern sind am Zähler mit dem Sondertarif angeschlossen. Wir sind sehr zufrieden mit der Anlage!

  11. Ich persönlich bedauere den alleinigen Kauf gleicher proxon Anlage zu tiefst. Da die Luft im Haus zirkuliert, habe ich keine wirkliche Chance, die Temperatur pro Zimmer einzeln zu bestimmen UND zu erhalten. Im Schlafzimmer komme ich ohne das öffnen aller Fenster nicht unter 24+ Grad, die Solltemperatur steht auf 18. Daher muss also alles kälter werden, zu kalt um gerne im eigenen Haus zu sein. Die Vorteile dieser Anlage gegen hier leider komplett unter.

  12. @Wipplinger: Sommerlüftungsbetrieb holt warme Luft ins Haus
    Bitte wer macht im Sommer tagsüber das Fenster auf – Stichwort richtiges Lüften

    @Rüssel:
    [Die Lüftungsanlage holt, wie Sie richtig schreiben, zwar warme Luft ins Haus, diese wird aber über den Wärmetauscher passiv gekühlt. Somit ist es kühler, als wenn Sie über die Fenster lüften würden.] nur über einen Erdwärmetauscher begrenzt richtig, das Haus besitzt keine hinreichende Masse, die hier eine Temperaturerhöhung aufnehmen kann. Also kann es auch nicht kühlen! Gleiches gilt für den Wärmetauscher im Lüftungsgerät.

    VG Klaus

  13. Heizung und Lüftung in einem hört sich gut an. Ich habe gehört, dass Lüftung bei Feuchteschäden und Schimmelbefall helfen kann. VG [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien. Die Redaktion]

  14. Hallo, ich habe Ihren Bericht mit großem Interesse gelesen. Ehrlich gesagt, finde ich diese Heizart weniger praktisch und Ihren Verbrauch nur unterdurchschnittlich. Wir verbrauchen in unserem EFH mit einer mittelmäßig effizienten 7Jahre alten Luft/Wasser Wärmepumpe zuzüglich Haushaltsstrom 5800 kwh im Jahr. Die Raumtemperatur beträgt 23,5 Grad. Unsere Fenster sind nur doppelt verglast. Mit einer neuen Luft/Wasser Wärmepumpe sowie einer Effizienz-HUP würde unser Verbrauch vermutlich 1000 kwh geringer ausfallen. Daher kann ich ihr Loblied auf Ihre Heizart nicht nachvollziehen und würde diese niemand empfehlen.

    1. Hallo,
      diese Argumentation ist richtig und bekannt. Moderne LWWP verbrauchen weniger als eine LLWP von Proxon. Sie kosten aber auch mehr und brauchen zusätzlich eine Lüftungsanlage. Lüftungsanlage plus zusätzliche Kosten können Sie bei verschiedenen Fertighausanbietern anfragen, sie liegen immer bei rund 10000 bis 15000 Euro Mehrkosten.
      Wir haben die Proxon auch, verbrauchen 3500 kwh für Warmwasser und Heizung im Jahr. Das sind rund 900 Euro/Jahr. Angenommen die LWWP würde nur die Hälfte an kwh/Jahr verbrauchen /was schon eher ungewöhnlich ist!), dann würde ich rund 450/Jahr sparen. Bis ich bei meinen mindestens 10000 Euro Mehrkosten für eine LWWP bin, läuft meine LLWP von Proxon 20 (!!!) Jahre. Ich halte das für ein schlagendes Argument, denn noch nicht erwähnt ist folgendes: a) Einspeisung Photovoltaik jederzeit möglich, b) Einbau Ofen möglich (Kostensenkung) c) keine störenden Geräusche für die Nachbarn durch lärmende Außeneinheit d) Kühlfunktion für den Sommer zurüstbar e) keine Wartungskosten. Das ist eine Anlage, die man in gut gedämmten Fertighäusern prima einsetzen kann.

  15. hopefully someone can help out.
    I have a weberhaus KfW40+ with 3.24kWh solarsystem with battery.
    The heating system is a Proxon FWT with 300 litre water tank.
    the house is heated to around 20°C.

    I seem to be using 40kWh per day thats 1200kWh per month. When the cost of electricity is say 0.3cents thats over 360euros per month, November, December and most likely Jan. 2018.

    is this normal ? i need advice

  16. Hello Gav,
    unfortunately we cannot give you an advice. Please ask your local service or heating engineer.
    Best regards,
    ENSO-Blog-Team

  17. Hallo
    und vielen Dank für den super nützlichen Beitrag!
    Haben Sie die Zusatzheizung im Badezimmer auch von der Firma Zimmermann bezogen und lassen diese sich auch bei der FWT von dem Bedienpanel im Wohnzimmer betreiben? Wenn ja, würde mich Interessieren, wie diese Aussehen und ob es die Zusatzheizkörper evtl. auch als Handtuchhalter gibt.
    Vielen Dank im Voraus!

    1. Hallo Lukas,

      die Zusatzheizung haben wir nicht über die Firma Zimmermann bezogen.

      Wir hatten zunächst einen elektrischen Handtuchheizkörper mit integriertem Heizlüfter von der Firma Zehnder mit je 1000 Watt maximale Leistung (https://www.zehnder-systems.de/produkte-und-systeme/design-heizkoerper/zehnder-roda-twist-spa-air)

      Unser Badezimmer ist mit rund 20 m² recht groß. Mit nur diesem Gerät hat es sehr lange gedauert, die gewünschte Temperatur zu erreichen. Daher haben wir einen weiteren Heizlüfter von der Firma Stiebel Eltron (https://www.amazon.de/STIEBEL-ELTRON-Wand-Schnellheizer-stufenlose-Temperaturwahl/dp/B00014SXAE) nachgerüstet. Dieser hat 2000 W und schafft es, in unserem Bad in 30 Minuten die Temperatur um 3-4°C zu erhöhen.

      Beide Geräte sind nicht mit der Heizungssteuerung kombiniert, sondern lassen sich nur individuell per Zeitschaltuhr programmieren. Für mehr Komfort haben wir eine „intelligente“ Steckdose vorgeschalten.

      Viele Grüße,
      Tina Rüssel

  18. Hallo, da wir am 24.05.18 unsere Bemusterung für unser Hanse Haus haben und wir uns auch für eine Proxon Frischluft-Wärmetechnik (FWT) entscheiden möchten hätte ich mal kurz eine Frage an sie. Wenn ich einen Raum habe der 15 qm groß ist und die Türe schließe wie warm kann ich im Winter bei kalter Außentemperatur den Raum bekommen? Einmal wenn die Zusatzheizung angeschaltet ist und einmal wie warm wird er ohne die Zusatzheizung? Da dieser Raum auch als Büro genutzt wird und ich da ja nur sitzende Tätigkeiten mache, möchte ich es da schon angenehm warm haben. Im Wohnzimmer haben wir einen zusätzlichen Kaminofen geplant. Würdet ihr wenn ihr noch mal wählen könntet euch wieder für diese Heizung entscheiden? Ich freue mich auf Antwort. Liebe Grüße

    1. Hallo Frau Klug,

      generell kann in jedem der Wohnräume, auch als Zu-Lufträume bezeichnet, eine beliebige Temperatur eingestellt werden. Empfehlenswert ist ein Temperaturunterschied von zwei bis vier Grad.

      Die eingestellte Temperatur wird auch bei sehr kalten Außentemperaturen erreicht. Wenn es
      die Wärmepumpe allein nicht mehr schafft, schalten sich automatisch elektrische Heizregister in den Luftauslässen zu. Darüber hinaus ist eine Zusatzheizung nicht notwendig, außer in den Ab-Lufträumen, wie z.B. dem Badezimmer.

      Wir sind bisher sehr zufrieden und würden uns heute wieder für diese Heizungsart entscheiden.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Tina Rüssel

      1. Vielen Dank für ihre Antwort. Wäre es denn vielleicht mal möglich sich telefonisch zu sprechen es ist doch noch die ein oder andere Frage aufgekommen, das könnte man aber im Gespräch besser erfragen.
        Liebe Grüße
        Silvia Klug

        1. Hallo Frau Klug,
          ich habe Ihnen eine E-Mail zur Terminvereinbarung für ein Telefonat geschrieben. Ich freue mich auf Ihre Antwort!
          Tina Rüssel

  19. Hallo Frau Rüssel,
    wir hatten ja vor kurzem ein gutes und informatives Gespräch und sie sagten falls ich noch Fragen habe könnte ich mich noch mal bei ihnen melden. Nun habe ich in der Tat noch zwei Fragen wäre es möglich wenn wir noch einmal kurz telefonieren könnten. Würde mich sehr freuen. Liebe Grüße Silvia Klug

  20. Hallo,

    was passiert denn, wenn an der Anlage mal was kaputt geht? Ein „normaler“ Sanitär- oder Elektrofachbetrieb wird da wohl wenig ausrichten können, denn soweit mir bekannt ist, wird die Proxon-Anlage ausschließlich über Fertighaushersteller vertrieben (mag sein, dass ich da falsch informiert bin). Das heißt die Anlage ist im „normalen“ Handwerksbetrieb weitestgehend unbekannt. Gibt es da einen Werkskundendienst? Wie schnell können die ggf. reagieren bzw kommen? Denn oftmals tauchen solche Fehler – wenn – bevorzugt an einem Freitag Nachmittag, am 23. Dezember oder am Abend des Gründonnerstag auf. Und mehrere Tage ohne Heizung stelle ich mir im Winter jetzt alles andere als prickelnd vor.

    Danke für die Info und schöne Grüße
    Hans-Jürgen

    1. Guten Morgen Hans-Jürgen,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider kann ich Ihnen zu bestimmten Herstellern keine Informationen geben. Bei meiner Warm-Wasser-Wärmepumpe ist mein Heizungsinstallateur der erste Ansprechpartner. Sie sprechen aber einen wichtigen Punkt an, den es bei jeder Heizung zu beachten gibt, die Wartung. Achten Sie bitte bei allen Heizungen, dass Sie von Anfang an einen kompetenten Partner an Ihrer Seite haben. Das Betrifft die Planung, den Kauf, die Installation und die Wartung der Anlagen. Mein Tipp – Ein Partner in der Region ist bei einigen Dingen echt Gold wert. Im Übrigen weiß ich wo mein Heizungsinstallateur wohnt 😉

      Schöne Grüße Torsten Barthel

  21. Hallo zusammen,
    wir haben demnächst vor zu bauen. Im Moment sind wir noch dabei den passenden Fertighaushersteller auszusuchen. Komisch finde ich, dass die Preise und die Argumente komplett unterschiedlich sind. Wie kann das sein?
    Firma A setzt auf die von Frau Rüssel erklärte LLWP, die bei den gegenüber einer LWWP 10k günstiger ist. Argumente für die LLWP: Preis, keine Leitungen im Boden (Aufwand) für ne Fußbodenheizung, neue Technologie, alles wird warm.
    Firma B setzt auf eine LWWP, die bei den 10 k günstiger ist als eine LLWP!? Argumente: LLWP macht trockene Augen im Winter durch heizen durch die Luft. Fußboden bleibt kühl. Für LWWP: Warmer Fußboden, vor allem in Bädern, Preis!
    Man blickt nicht durch was besser ist/Wäre? Oder ist es nur ne Sache des Geschmacks? Gibt es keine klaren Argumente ohne parteiische Verkäuferzugehörigkeit?
    Danke im Voraus für eure Antworten.
    VG Torsten

  22. Hallo,
    zuerst einmal ein großes Lob an Frau Rüssel für den Beitrag. Neutrale Erfahrungsberichte aus erster Hand erleichtern den Einstieg in die Materie doch erheblich. Nun zu meiner Frage: mich haben die genannten 6.600 Kilowattstunden Jahresverbrauch in einem KfW40-Haus etwas erschrocken. Mit dem Basistarif unserer örtlichen Stadtwerke würde ich damit auf rund 1.900 EUR/Jahr für Haushaltsstrom, Warmwasser und Lüftungsanlage kommen. Unser aktueller Verbrauch in einem Altbau aus den 1930er Jahren mit ca. 150 m2 sieht in etwa so aus: ca. 1.300 EUR für Gas, ca. 100 EUR Brennholz für die ganz kalten Tage und rund 700 EUR für den Haushaltsstrom. Das wären dann nur rund 200 EUR Unterschied zugunsten des Neubaus. Das bekomme ich nicht zusammen mit der Aussage von Bien Zenker im Erstgespräch: bei ähnlicher qm-Zahl wurden für den Betrieb der LLWP rund 600 EUR an Kosten prognostiziert. Würden dann also rund 1.300 EUR für Haushaltsstrom und Warmwasser verblasen? Entweder habe ich etwas übersehen oder das Konzept ist aus ökonomischer Sicht ehrlich gesagt doch ziemlich ernüchternd. Ich wäre jedenfalls für jeden Erkenntnisgewinn dankbar 😉

    @Thorsten W.: uns wurde gesagt, dass die Luft indirekt angefeuchtet werden kann. In der Bedienungsanleitung der Proxon FWT2 heißt es dazu: „Durch Berühren des Buttons Grenzwert Feuchte stellen Sie den unteren Grenzwert der relativen Luftfeuchte ein. Unterschreitet der aktuelle Wert diesen Grenzwert, reduziert Ihre Anlage automatisch die Luftwechselrate, bis der eingestellte Grenzwert wieder erreicht ist.“ In gewissen Grenzen kann man also nachregeln.

    Viele Grüße,
    Eric

    1. Hallo Eric,

      danke für das Lob. Es freut mich sehr, dass der Blogartikel zu einer angeregten Diskussion führt.

      Beim Thema Verbrauch ist ein Vergleich immer schwierig. Dieser ist abhängig von sehr vielen Faktoren wie die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, die geografische Lage und Ausrichtung des Hauses, die Lebensgewohnheiten, wozu die gewünschte Raumtemperatur gehört, usw. Alle Faktoren haben einen Einfluss auf den Heizenergiebedarf.

      Ich kann also nur von unserer Situation berichten: Wir haben nur einen Stromzähler, können also nicht analysieren wofür wir wieviel Strom verbrauchen. In unserer 65-Quadratmeter-Wohnung haben wir rund 2.500 kWh Haushaltsstrom abgenommen. Unser Eigenheim ist deutlich größer, mittlerweile ist ein Familienmitglied hinzugekommen und wir verbrauchen auch für die Pflege des Gartens Strom. Also werden wir mittlerweile mit Sicherheit mehr Haushaltsstrom verbrauchen als 2.500 kWh. Hinzu kommt der Stromverbrauch für die Warmwasser-Erwärmung und das Heizen. Damit erscheint mir die Differenz nachvollziehbar. Auch die integrierte Lüftung verbraucht übrigens Strom und ständig den Luftaustausch vorzunehmen.

      Zur Ihrer Anmerkung zur Luftfeuchte:
      Ihre Aussage ist korrekt: „Durch Berühren des Buttons Grenzwert Feuchte stellen Sie den unteren Grenzwert der relativen Luftfeuchte ein. Unterschreitet der aktuelle Wert diesen Grenzwert, reduziert Ihre Anlage automatisch die Luftwechselrate, bis der eingestellte Grenzwert wieder erreicht ist.“

      In der Realität ist es leider doch etwas anders.

      Die Anlage hat noch einen zweiten Wert, den CO² -Grenzwert zu beachten. Wenn die CO²-Konzentration im Haus zu hoch wird, erhöht die Anlage die Luftwechselrate automatisch. Im Zweifelsfall muss die Anlage dem CO² -Wert den Vorrang geben und für genügend frische Luft im Haus sorgen.

      Das führt im Winter bei sehr kalten Außentemperaturen dazu, dass die Luftfeuchte den eingestellten Grenzwert oft deutlich unterschreitet. Wir messen dann teilweise unter 30% Luftfeuchte im Haus. Ein wirkliches Befeuchten der Luft über die Anlage ist nicht möglich. Dies wird vom Hersteller damit begründet, dass sich durch das Anfeuchten der Zuluft Schimmel oder Keime in den Lüftungskanälen bilden könnten. Wir haben uns in den Schlaf -und Kinderzimmern mit Luftbefeuchtern (auch die verbrauchen Strom… 😉 ) beholfen.

      Viele Grüße,
      Tina Rüssel

    2. Proxon FWT 2. 180m^2 KfW40+Haus raum temp winter 19-20grad. / summer kein heizung an. nur warmes wasser und luftung. 2 leute im haus.
      2018 Ca. pro monaten
      jan. ~1000kWh
      feb. ~900 Kwh
      mar. ~ 900Kwh
      april ~240 Kwh
      may ~240Kwh
      june ~240Kwh
      july ~240Kwh
      aug ~240Kwh
      sep ~240Kwh
      oct. ~480Kwh
      nov. ~ 725Kwh
      dec ~ 825Kwh

  23. Vielen Dank für den interessanten Artikel über Wärmepumpen. Ich finde das Thema sehr spannend und habe im Internet auch schon einige gute Seiten gefunden. Eine davon ist diese hier: [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien. Die Redaktion]

  24. Hallo Frau Rüssel,

    danke für Ihren Bericht. Leider kann ich die LWP von Proxon aus eigener Erfahrung nicht empfehlen. Wie auch hier zu lesen ist, nutzen Sie in der kalten Jahreszeit Luftbefeuchter in den Wohnräumen, da es sonst nicht wohnlich ist und schnell krank macht. Sie heizen mit Holz nach, da es im Wohnraum zu kalt ist (20* sind tatsächlich kühl auf der Couch, was ist mit KiZi?) Zudem, schaltet nun die WP aufgrund der Kaminwärme ab, pustet kalte Luft ins Haus, was sinnfrei & kontraproduktiv ist. Zusätzlich die elektronischen Heizgeräte/Verbraucher in den Bädern, die völlig autark vom Heizsystem sind, werden sparsam eingesetzt da sie enorme Verbräuche haben können. Man ordnet sein Verhaltem dem unter und betritt allzuoft kalte Bäder. Ganz zu schweigen von einer Fußbodenheizung, die es nicht gibt.
    Ich möchte Bauherren, die gern ein Haus oberhalb der 21 Grad haben möchten dringend raten, sich nach (herk.) Alternativen umzuschauen.

    Wir beheizen ein 150qm BZ Haus mit Proxon LWP und bereuen es jeden Winter erneut.

    1. Guten Tag Herr Zabel,
      bei Ihrem Kommentar habe ich das Bedürfnis zu antworten.
      Ich wohne seit März 2016 in meinem 160 qm Neubau mit KfW40+ Standard mit der beschriebenen Lüftungsheizung (FWT). Das mit der geringen Luftfeuchtigkeit im Winter ist richtig, dem habe ich jedoch mit einem geringeren Luftaustausch (Stufe 2) und mehreren Pflanzen entgegengewirkt. Ich hatte im letzen Winter nicht das Gefühl, dass es nicht wohnlich ist oder krank macht.
      Die Temperatur kann ich beliebig einstellen, wenn mir 20° zu kalt ist, stelle ich ganz einfach eine höhere Temperatur ein, so wie ich es in den einzelnen Räumen jeweils haben möchte. Ich habe im Wohnraum aktuell zum Beispiel 22° eingestellt und diese dort auch gemessen.
      Das Zuheizen mit einem Kamin ist möglich, kam für mich aber nicht in Frage. Wenn man jedoch abends auch mal gern gemütlich vor dem Feuer auf der Couch sitzt, ist es doch sinnvoll damit zusätzlich Wärme zu erzeugen und dabei keinen Strom zu verbrauchen. Bei der Einstellung „Ofenbetrieb“ wird das System nicht wie Sie sagen ausgeschaltet, sondern die zusätzlich Wärme, die bei dem Ofenbetrieb entsteht, wird zur Beheizung der anderen Räume genutzt. Es wird keine kalte Luft ins Haus geblasen. Nebenbei, wenn das System ausgeschaltet ist, dann bläst sowieso nichts mehr, weil es ist ja aus.
      Ich war trotz meines Neubaus in der Lage, neue und sparsame Heizkörper für mein Bad zu kaufen, die mit einem Thermostat versehen sind und so nur Heizen und somit Strom verbrauchen, wenn die Temperatur unter eine von mir eingestellte Wunschtemperatur fällt. Ich betrete nie ein kaltes Bad, wobei ich selbst im Winter im großen Bad nur zuheize, wenn ich duschen möchte. Bei allen anderen Aktivitäten im Badezimmer reicht mir die normale Raumwärme ohne Heizkörper.
      Eine Fußbodenheizung lässt sich problemlos in das System integrieren, habe ich jedoch nicht. Mit Vinyl im Erdgeschoss, Laminat im Obergeschoss und Fliesen in den beiden Bädern habe ich auch im Winter keine kalten Füße. Und ich laufe eigentlich nur mit einfachen Socken durchs Haus, ohne Fellpantoffeln.
      Also wenn jemand sein Haus oberhalb von 21° haben möchte, dann möge er ganz einfach an seinem Thermostat mehr als 21° einstellen.
      Und nein, ich habe keinen überhöhten Stromverbrauch.

      Viele Grüße
      Marina Förster

    2. Herr Rüssel bin ganz ihrer Meinung ohne zusätzlichen Kamin würden wir im Winter erfrieren.Haben 140qm einstöckig Bungalow.2014 gebaut.Die Heizung ist ein enormer Stromfresser mitlerweile heizen wir im Winter nur noch den Kamin,da wir gerne 25grad im Wohnzimmer haben.Firma Zimmermann monatelange Warteschlangen und Preise nicht gerade Kundenfreundlich.Würde diese Heizung nicht mehr verbauen wenn ich das vorher gewusst hätte.

  25. Wir Heizen auch seit letztem Winter mit Luft-Luft Wärmepumpen-
    Jedoch ist die Anlage einfacher und nachträglich installiert.
    Es sind 3 Aussengeräte. 2 an der Hauswand und eins steht im Garten.
    Es sind alles A+++ Wärmepumpen mit SCOP 5,9 und 6,2
    Ein Lüftungssystem in diesem Sinne haben wir nicht und unser Haus ist auch nicht Isoliert. Die Fenster sind echt undicht und von 1969. Die 144 Quadratmeter werden damit sehr gut beheizt, wir haben meist 22° – 23° Raumtemperatur und dennoch letztes Jahr nur 1800 kWh verbrauch ab Steckdose gehabt von Anfang Oktober 2017 bis Anfang Oktober 2018. Im Sommer wurde damit auch noch gekühlt.
    Was mich Interessiert ist, welche Raumfeuchtigkeit hat man mit solch einem Luftführung System im Winter. Wir liegen meist immer so an der Grenze zu 60% was mir persönlich etwas hoch vorkommt.
    Vielleicht können sie mal Messen, vielleicht Heute gerade? Wäre sehr Neugierig darauf.
    Was den CO2 Gehalt in der Luft angeht, ja wir müssen immer mal wieder Durchlüften, liegen wir zwischen 1200 und 1900 ppm (im Winter). Draussen im Freien zeigt das Messgerät (Wöhler CDL 210) 400 ppm an.
    Da ist solch ein Luftsystem wie sie es haben sicher besser und man muss nicht immer messen um den richtigen Zeitpunkt zum Lüften zu finden.

    1. Guten Tag Herr Rein,

      ein manuelles Lüften ist mit einer automischen Be- und Entlüftung nicht mehr notwendig.

      Zum einen sorgt sie im Winter für eine deutliche Absenkung der Luftfeuchte. Bei länger anhaltenden kühlen Außentemperaturen herrscht bei uns im Haus eine Luftfeuchte von nur noch 20 bis 40%. Das ist uns, vor allem in den Schlafräumen, zu gering, weswegen wir dort Luftbefeuchter aufgestellt haben.

      Zum anderen wird der von Ihnen angesprochene CO2-Gehalt von unserer Anlage automatisch gesteuert. Übersteigt er den Grenzwert von 1.200 ppm, wird die automatische Luftaustauschrate erhöht, heißt die Anlage erhöht die Lüftungsstufe.

      Viele Grüße,
      Tina Rüssel

  26. Hallo zusammen,

    wir wohnen seit April in einem WeberHaus (KFW 40+) ca. 150 m² und haben die Proxon FWT1 und ein Ofen.
    Ich kämpfe noch ein wenig mit der richtigen Einstellung für die Wintermonate. Ziel ist es im Bereich Wohnen ca. 21 ° und den Rest so bei 18 – 19 ° zu haben. Natürlich mit den geringsten Kosten. Mir ist aufgefallen, dass sich die Wärmepumpe automatisch einschaltet, wenn die Außentemperatur unter eine bestimmte Gradzahl (welche ?) geht. Egal welche Temperatur im Haus ist. Dann schaltet sich die Lüftung auf 3 im Winter Ecco und auf 2 oder 3 im Komfort-Betrieb. Ist dies bei euch auch so?
    Wäre super, wenn Ihr mir noch ein paar Tipps und allgemeine Erfahrungswerte, was es noch so zu beachten gibt, geben könntet.

    Vielen Dank und Grüße

    Markus

  27. Hallo,
    auch ich verfolge hier aufmerksam dieses Forum und versuche mich noch mit der Lüftungsanlage anzufreunden. Besonders jetzt im Winter.

    Das Haus ist etwas über 180qm, der Wohn und Essbereich ist ein Raum.
    Seid einigen Tagen sind nun minus Grade und der Winter geht erst noch los.
    Wir haben ECO Winter eingestellt – Wärmeelemente an und der Raum soll auf 23 grad kommt aber nur wenn es mal gut läuft hier nur auf 21,3 sonst ist der Raum ständig auf 19 grad und dazu zieht es. Es ist immer ein frische zu spüren.
    Luftungsstufe steht auch auf 1.

    Die Räume im OG liegen bei 19 / 20 grad was total ok ist
    Das Gästezimmer im EG kommt nur auf 18 grad. Das muss auch auf mind. 19 / 20 grad kommen.
    Den Kamin haben wir auch schon angemacht und dann auf Ofenbetrieb gestellt.
    Nur muss es hier doch eine andere Lösung geben auf mind 22 grad zu kommen ohne Temperaturabfall, denn morgens ist es sowas von kalt wenn man ins EG kommt.

    Ich hoffe auf einige Tipps vielleicht haben wir auch etwas falsch eingestellt!?

    Denn so wie es jetzt ist mag man gar nicht nach Hause kommen, abends.

    Viele Grüße
    Julia

    1. Hallo. Also ich würde den Techniker kommen lassen. Da stimmt etwas nicht . Vielleicht die ptc kaputt oder die werden erst gar nicht angesteuert . Wir kommen auch bei minus graden locker auf 25 Grad.( Wohnzimmer hat 41m2 mit 3 ptc) . Ab 0 Grad bringt es bei und die wp auf nur noch 21 Grad. Also wer es wärmer mag muss ab ca.0 Grad zuheizen . Wenn wir den Kamin anhaben (7kw) kommen wir auf 27Grad und es ist alles offen gestaltet.

    2. Das Problem hatten wir auch . Die Grad anzeige im Display war falsch eingestellt. Haben vom Technikee der Code für die Installation bekommen und konnten die Temperaturanzeige nachjustieren

  28. Hallo Julia,

    welche Anlage hast du denn? FWT1 oder 2 2.0?

    Genau das Gefühl habe ich auch, dass die Heizung nicht erwärmt sondern nur eine niedrige Temperatur hält. Denn Sinn des Ofenbetriebes habe ich auch noch nicht ganz verstanden. Wenn die Anlage im Ofenbetrieb läuft schaltet sich die Wärmepumpe an und der Abzug in der Küche soll gem. Beschreibung die Absaugstufe erhöhen um die warme Luft aus Wohn-/Ess-Zimmer abzuziehen um dann die anderen Räume schneller warm zubekommen. ????

    Weiss jemand wieviel Watt die Heizelemente benötigen?

    Viele Grüße

    Markus

  29. Hallo , erstmal ein sehr schöner Beitrag . Ich bin selber besitzer eines Fertigteil haus mit oben genannter heizung/lüftung. Aber ich möchte gern ein Punkt nochmal aufgreifen . Undzwar das die wp bei derben Minus temperaturen noch effizient ist . Ich habe die erfahrung gemacht das ab 0 grad außentemperatur es innen nur noch 21 Grad werden . Also wir wollen schon gern 22-23grad haben . Also werden die Zusatz heizelemente (PTC) schon ab 0 Grad aktiv. Ich kann deswegen auch von Anfang an zu einen Kamin raten . Er ist bei dieser Heizung eine ideale Ergänzung ,da die Heizung ja die abluftwärme wieder nutz.
    Ich muss auch noch erwähnen das durch die bedingte Konstitution dieser Heizung die feuchtigkeit aus der neuen Luft entnommen wird . Das heißt im Winter kann es schon mal auf nur 20% luftfeuchte runter gehen . Wer damit Probleme hat sollte sich nochmal Gedanken machen ob so was das richtige ist. Auch durch kochen / grünpflanzen und Wäsche aufhängen kann sie nich signifikant gesteigert werden . Laut meinen Nachbar ( identisches Haus) hilf aber ein großes apuarium . Er muss in der Woche gute 10l Wasser nach gießen, hat aber immer gute 50% luftfeuchte .

  30. Hallo
    Wie sind bei euch die Verbrauchswerte? Wir haben seit Oktober die Proxon Wärmepumpe. Kommen jetzt im Januar so knapp an die 1000 kWh Heiz , Wasser und Haushaltstrorm.

    1. Proxon FWT 2. 180m^2 KfW40+Haus +solar und battery
      In winter, raum temp. 19-20c,
      Summer kein heizung an.
      in summer und Winter warmes wasser und luftung.
      2 leute im haus.
      2018 Ca. pro monaten
      jan. ~1000kWh
      feb. ~900 Kwh
      mar. ~ 900Kwh
      april ~240 Kwh
      may ~240Kwh
      june ~240Kwh
      july ~240Kwh
      aug ~240Kwh
      sep ~240Kwh
      oct. ~480Kwh
      nov. ~ 725Kwh
      dec ~ 825Kwh

      1. Hallo Gav,
        danke für die Verbrauchswerte. Sind das die Bruttoverbräuche, die ohne die Photovoltaik entstanden sind oder ist das der Verbrauch trotz PV? Habt Ihr eine Kühlung im Sommer an?

  31. Hallo, wir haben gerade 2 Anlagen FWT-2-R /2.0 der Marke Proxon in unserem Haus erhalten.
    Wer kann uns dazu ein paar Tipps geben?
    Wir sind gerade am 11.03.2019 eingezogen, 357m² (KFW 40+), nun läuft die Anlage zwar aber iwie haben wir das Gefühl das die Luftwechselrate nicht ausreicht, hinzu haben wir nicht immer die Soll-Temperatur in den einzelnen Räumen, die das Thermostat angibt.
    Auch die Leistung der T300 ist nicht optimal. 🙁
    Immer wieder ist das Wasser lauwarm…
    Kann mir jemand Tipps geben, wie wir effizienter werden, dafür haben wir uns schließlich für die Anlagen entschieden.
    Und wie bekommt ihr die Temperatur im Schlafzimmer niedriger, wir haben das Problem das es in den oberen Stockwerken immer sehr warm ist.

  32. Wir ziehen Ende des Jahres in ein Fertighaus 40+ mit Fotovoltaik 4,77 kWp und einem Stromspeicher mit 5,9 kWh nutzbare Kapazität. Die Wohnfläche beträgt 260 m^2.
    Nun würden mich im Vorfeld die zu erwartenden Energiekosten interessieren, die ja teilweise recht hoch prognostiziert werden.
    Nach meiner Berechnung habe ich folgendes zu erwarten:
    Bei einem Heizwärmebedarf von 25 kWh/m^2xJahr komme ich bei 260 m^2 auf 6500 kWh/a. Die JAZ der Wärmepumpe schätze ich vorsichtig auf 2,5, so dass für die Heizung ca. 2600 kWh/a zu erwarten sind. Die Warmwasserkosten kann man mit einem spez. Wert von 2 kWh/Pers. x Tag abschätzen. Damit komme ich bei 4 Personen auf 2920 kWh/a und mit der JAZ von 2,5 auf 1170 kWh/a, macht zusammen 3770 kWh/a für Heizung und Warmwasser.
    Die Photovoltaik liefert voraussichtlich 4770 kWh/a, wenn man davon ausgeht, dass 1 kWp ca. 1000 kWh bringen. Bei einem Anteil des selbstverbrauchten Stroms von 70% wären das über das Jahr gerechnet 3340 kWh Ertrag. Das würde bedeuten, dass die PV die Strom- und WW-Kosten nahezu abdecken würde!
    Das erscheint mir bei der Wohnfläche von 260 m^2 als sehr optimistisch. Kann mir jemand sagen ob und wo ich da einen Denkfehler gemacht habe?

    1. Wir planen ein ähnlich großes Haus. Ich habe erst letzte Woche mit einem PV-Berater gesprochen, er hat mir geraten, dass ich zu meinem jetzigen Stromverbrauch von 4800kwh 3000kwh für die LLWP einplanen soll und somit auf 8000kwh Jahresverbrauch komme. Eine passende PV-Anlage hat seiner Meinung nach dann 12kwp und 8kw Stromspeicher.
      Mit welchem Haushersteller bauen Sie?
      MFG,
      Heiko

      1. Danke für die Antwort. Wir bauen mit HanseHaus. Das Haus befindet sich z. Zt. in der Planung. Wenn die Energiebedarfsberechnung vorliegt, kann ich mehr zu dem Thema sagen. Zimmermann prognostizierte grob 3500KWh – 5500KWh für die LLWP. Das wäre für uns ein akzeptabler Wert.
        Mit wem bauen Sie und welche Proxon hat man bei Ihnen vorgesehen? Wir werden die FWT3 bekommen! Die PV-Anlage werden wir später erweitern, wenn die Preise noch weiter gefallen sind bzw. sich die Speichertechnologie verbessert hat!
        mfg Frity

  33. Hallo Frau Rüssel,
    können Sie mir bitte sagen, wie viel kw Ihr Kaminofen hat? Häufig wird gesagt, dass er nicht zu stark sein dürfe, sonst würde das Haus überhitzen… Wir denken über einen Specksteinofen nach.
    Viele Grüße,
    Heiko W.

    1. Hallo , unser speicherofen (oranier arena+) hat 7 kw . Man kann die Leistung wärend den Brandes ganz einfach selber auf z.b. 4 kw reduzieren .

  34. Hallo,

    vielen Dank für diesen hilfreichen Beitrag!

    Wir beschäftigen uns gerade mit genau dieser Heizung vom vermutlich selben Fertighauslieferanten.

    Wenn ich das System richtig verstanden haben, darf ich grundsätzlich auch im Sommer keine Fenster oder die Terrassentür offen stehen lassen. Ist das richtig? Unser Verkäufer meinte, dass spielt für die Lüftung keine Rolle und wäre kein Problem.

    Ich kann mir das bei dem Prinzip der Luft-Luft Wärmepumpe aber nicht vorstellen.

    Wie ist da eure Erfahrung? Aktuell wohnen wir mit einer Gasheizung und haben im Sommer eigentlich immer Fenster oder die Terrassentür offen weil es ja ein anderes Gefühl gibt, als wenn man im geschlossenen Raum sitzt.

    Schöne Grüße an alle.

    Manuel

    1. Natürlich kann man die Fenster öffnen. Dann strömt eben vorwiegend warme u. feuchte Luft ins Haus. Das ist aber kontraproduktiv, da die Lüftungsheizung die Luft konditioniert, d.h. sie kühlt im Gegenstromwärmetauscher bzw. optional zusätzlich mit Wärmepumpe und entfeuchtet. Außerdem verzichtet man dann auf die Entstaubung (Pollen, Schnaken usw.). Bei sehr heißen u. schwülen Tagen würde ich früh morgens mit der Anlage gut durchlüften und dann aber die Schotten dicht lassen und die Lüftung ausschalten. Wegen der guten Wärmeisolierung müsste sich die kühle Luft lange halten. Wenn man die optionale Kühlung dazu gebucht hat, wäre ein offenes Fenster natürlich erst recht nicht sinnvoll.

  35. Meine Güte, auch wir sind gerade bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Art der Heizung. Die Luft-Luft Wärmepumpe war schon ein Thema, aber ich bin sehr „wärmebedürftig“ und habe jetzt schon Sorge, dass es nicht das richtige ist, denn wir werden keinen Kaminofen haben.
    Für Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar.

    Schöne Grüße
    Renate

  36. Die Energieberechnung liegt vor! Für das 260 m^2 Haus KfW 40+ wird ein Strombedarf von 6.100 kWh/a für Heizung u. Warmwasser prognostiziert. Die Fotovoltaik liefert 3.650 kWh/a. Das macht netto 2.450 kWh/a. Bei einem Wärmestromtarif von 0,2 €/kWh und der monatl. Zählermiete von 7,9 €/Monat wären das rund 600.- € pro Jahr. Der errechnete Jahres-Primärenergiebedarf liegt bei 16 kWh/m^2 a und der Endenergiebedarf bei 9,4 kWh/m^2 a.
    Na da bin ich aber gespannt, ob das hinhaut.

    1. Hallo Frity,

      Vorsicht mit der Berechnung von Stromverbrauch und Stromertrag durch PV. Das sind getrennte Zähler. Es ist nicht so, dass der Stromzähler im Winter vorwärts, und im Sommer Rückwärts läuft. Zudem ist der PV-Ertrag jenseits des Winters viel höher, als während des Winters. Der Heizenergiebedarf ist hingegen während des Winters am höchsten.
      Wenn die PV-Anlage also 3650kwH/a liefert, können Sie davon vielleicht 10…15% für die Heizung ansetzen. Mehr ist unwahrscheinlich, es sei denn, Sie haben einen wirklich großen Stromspeicher verbaut.

      schöne Grüße

      1. Hallo Rolf,
        vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast natürlich recht, für die Situation, wie ich sie geschildert habe. Tatsächlich habe ich detailliertere Informationen von dem Ingenieurbüro bekommen, das unseren zu erwartenden Energiebedarf in einem 43 Seiten umfassenden Bericht berechnet bzw. dokumentiert hat. Er dient als EnEV-Nachweis, dass die Auflagen für eine KfW-Förderung erfüllt sind. Der Grenzwert (Primärenergiebedarf) von 70,5 kWh/(m^2xJahr) ist mit 16,0 kWh/(m^2xJahr) bei uns deutlich unterschritten!
        Der gesamte Endenergiebedarf von 6.100 kWh/a für Heizung u. Warmwasser beinhaltet auch noch die Kühlung im Sommer. In etwa deckt die Photovoltaik den Warmwasserbedarf das ganze Jahr über ab. Zusätzlich kompensiert sie auch noch die Energiekosten für die Kühlung im Sommer. Bleibt also noch der reine Energiebedarf für die Heizung in den Wintermonaten. Dieser liegt gemäß den Berechnungen bei insgesamt ca. 3000 kWh/Jahr. Somit ergeben sich die von mir errechneten 600.-€/Jahr. Ob sich das in der Realität bestätigen lässt, wird man sehen. Sollten sich die Verbräuche völlig anders ergeben, müsste man die Energieberechnungen, die letztendlich den Entscheidungen über staatliche Förderungen zugrunde gelegt werden, sehr in Frage stellen!

  37. Die Proxon FWT 3 wurde diese Woche Installiert. Es dauerte 3 Tage und es wurden sehr viele Kanäle im oberen Stockwerk montiert.
    Zwei Dinge waren für mich neu:
    1.) Die beiden Filter haben einen Metallrahmen und das Filtermedium ist ein rechteckiges Stück Vlies, das wie bei einer Herdabsaugung zugeschnitten werden kann und einfach eingelegt wird. Warum hier teure Ersatzfilter angeboten werden ist mir nicht plausibel.
    2.) Die Volumenströme in die einzelnen Räume werden bereits getrennt im Technikraum abgeführt und sind über Klappen einstellbar. Somit hat man auch hierüber die Möglichkeit einzelne Zimmer getrennt einzustellen.
    Die Anlage macht einen gediegenen Eindruck. Über Erfahrungen mit der Heiz- und Kühlleistung kann ich erst in einigen Monaten berichten.

  38. Hallo zusammen,

    ein ähnliches System bietet auch die Firma Schwörer an (Frischluftheizung, mit Wärmerückgewinnung und Wohlfühltemperatur und PTC-Elementen etc…)

    Das System ist eine ganz passable Idee. Ich denke, es krankt an zwei Problemen:
    Zum einen wird für jedes Haus die gleiche Heiztechnik verbaut – egal wie groß das Haus ist, und welchen Dämmstandard es hat, die Wärmepumpe (LLWP) hat immer eine Leistung von 500 Watt (elektrisch) und damit ca 1,5kW Heizleistung. Für kleine Häuser mit hohem Dämmstandard gut, in anderen Fällen eben … weniger gut.

    Zum anderen der absurd hohe Strompreis, zur Zeit. Mit 27…30 cent / kWh ist elektrisches Zuheizen sehr teuer. Wäre der Strompreis noch auf dem Niveau wie vor 10 Jahren, könnte man, ohne Herzrasen zu bekommen, die elektrische Zuheizung einsetzen, und bräuchte nicht lange über Kamine und intelligent Steckdosen zu sinnieren.

    Ich bin am Überlegen, mein Haus (BJ 2013, 140m² Wohnfläche, Stromverbrauch für Heizung + WW ~ 5000kWh/Jahr, Dresden) um eine Fußbodenheizung (LWWP oder Gas) zu erweitern. Eigentlich habe ich es nur noch nicht getan, weil es zur Zeit schwer ist, einen Handwerker zu finden.

    schöne Grüße

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