Geschmückter Weihnachstbaum
Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum bringt Behaglichkeit ins Wohnzimmer. Foto: Julien Christ/pixelio.de

Für viele ist er das Symbol für die schönste Zeit des Jahres: der Weihnachtsbaum. 23 Millionen Stück wurden laut dem Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger (BWS) im vergangenen Jahr deutschlandweit verkauft.

Auch aus sächsischen Haushalten ist das immergrüne Gewächs zum Jahresende nicht mehr wegzudenken. Rund 30.000 Bäume verkauft der Staatsbetrieb Sachsenforst jährlich aus heimischen Wäldern. Darunter sind vor allem Blaufichten, Gemeine Fichten, Kiefern und Nordmanntannen – der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen.

Einheimische Bäume glänzen mit einer guten Ökobilanz. Durch ihre kurzen Transportwege sind sie umwelt- und klimafreundlich. Zahlreiche Forstbezirke im sächsischen Staatswald bieten in den Wochen vor Weihnachten nicht nur Termine zum Verkauf, sondern auch zum Selbstschlagen an.

Den eigenen Baum selbst fällen, das hat bei meinem Kollegen Torsten Barthel bereits Tradition. Genauso wie das gemeinsame Anputzen mit den Kindern bei Claudia Weinhold. Und wie halten es unsere Mädels aus der ENSO-WG mit der Weihnachtsdekoration? In diesem Beitrag geben sie einen Einblick in ihre Festtagstraditionen.

Torsten Barthel: Suchen, finden, sägen

Jeder hat sicher so seine Rituale im Leben, auch unsere Familie. Eins davon: Den Weihnachtsbaum holen die Männer.

Da wir nicht gern die Katze im Sack kaufen, einen frischen Baum haben wollen und auf den Umweltgedanken achten, bewaffnen mein Sohnemann und ich uns pünktlich am dritten Adventswochenende mit einer Säge und fahren zu einer Weihnachtsbaumplantage in unserer Nähe.

Weihnachtsbaumplantage
Auf so einer Weihnachtsbaumplantage können Sie Ihren Baum selbst aussuchen und sägen.

Rund um Dippoldiswalde gibt es zum Glück einige zur Auswahl. Dieses Jahr haben wir uns für die in Hermsdorf am Wilisch entschieden.

Dort sind wir zielstrebig zu den Nordmanntannen gegangen, da dieser Baum nicht ganz so sehr sticht. 😉 Nach einer halben Stunde war der richtige Baum gefunden.

Eineinhalb Meter Höhe misst der Bursche. Innerhalb weniger Minuten hatten wir ihn gesägt. Gut im Netz verpackt, transportierten wir die Tanne nach Hause.

Jetzt steht er auf der Terrasse und wartet bis zum 24. Dezember, um im Haus aufgestellt zu werden. Auch das ist die Aufgabe von uns Männern.

Claudia Weinhold: Etwas muss man doch fürs Herze tun

„Der Opernsänger Luitpold Löwenhaupt hatte bereits im November vorsorglich eine fünf Kilo schwere Gans gekauft – eine Weihnachtsgans. Dieser respektable Vogel sollte den Festtisch verschönen. Gewiss, es waren schwere Zeiten. „Aber etwas muss man doch fürs Herze tun!“…“

Schallplatte Weihnachtsgans Auguste
Die Weihnachtsgans Auguste aus dem gleichnamigen Märchen von Friedrich Wolf leistet uns beim Baumschmücken Gesellschaft.

Während wir den Worten aus Friedrich Wolfs Klassiker, die „Weihnachtsgans Auguste“ von der guten alten Schallplatte lauschen, starten meine Kinder und ich unsere Weihnachtsbaumschmückzeremonie. Jedes Jahr aufs Neue. Meistens am vierten Advent.

Mein Mann hat vorher ein gut gewachsenes Exemplar im Wohnzimmer aufgestellt und zu unserer Freude einige lustige Turnübungen mit der LED-Lichterkette vollführt. Wenn alles sitzt, dürfen wir loslegen.

Unser Baum bekommt klassische rote Kugeln und kleine selbst gebastelte Anhänger aus Papier, Filz und Perlen. Auf die LED-Minilichter stecken wir hölzerne Sterne aus dem Erzgebirge, damit sie warm leuchten und eine heimelige Atmosphäre verbreiten. Eine Zeitschaltuhr übernimmt das Ein- und Ausmachen.

Schön sieht er aus! Wir sind selig. Familie Löwenhaupt auch – konnte Gustje doch vor der Röhre gerettet werden. So viel Glück wird unser Weihnachtsbraten nicht haben…

Jenny Warnasch: Vorfreude in der Mädels-WG

Weihnachten ist für Sophie und mich die schönste Zeit im Jahr. Deshalb wollen wir auch in unserer WG nicht auf eine gemütliche Weihnachtsstimmung verzichten.

Bereits seit Anfang Dezember schmückt ein kleiner Weihnachtsbaum unsere Wohnung. Er ist zwar nur aus Plastik und mit einer Lichterkette behangen, jedoch macht er die Vorweihnachtszeit für uns viel schöner. Auch ein Schwibbogen im Fenster und mehrere Kerzen gehören zur WG-Weihnachtsdeko.

Lebkuchen am Weihnachstbaum
Lebkuchen sehen am Weihnachtsbaum nicht nur schön aus, sie riechen und schmecken auch lecker. Foto: Bluetenzauber/pixelio.de

Manchmal macht Sophie bereits früh vor der Arbeit Weihnachtsmusik an. Das vertreibt unsere Morgenmuffligkeit an dunklen Tagen ohne Schnee. 😉

Die Weihnachtstage verbringen wir in der Heimat, jeweils bei unseren Familien. Dort steht dann auch bei uns beiden ein echter Baum.

Unsere Tanne hole ich jedes Jahr mit meinem Opa aus dem eigenen Wald. Einen Tag vor Weihnachten schmücken meine Schwestern und ich ihn mit vielen Strohsternen, Holzdekorationen und einer Lichterkette. Doch erst am Weihnachtsabend schalten wir die Beleuchtung erstmals ein.

Bei Sophie ist es Tradition, den Baum mit Lebkuchen zu schmücken, die sie zusammen mit ihrer Mutter zuvor selbst gebacken hat.

Liebe Leser, mit diesem Beitrag verabschieden wir uns in die Weihnachtszeit. Wir wünschen Ihnen frohe, erholsame Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Bleiben Sie gesund! Im Januar melden wir uns mit neuer Energie zurück.