Ina Lange vor einer Netzersatzanlage der ENSO NETZ
Als Trainee lernte Ina Lange an der Seite eines ENSO-NETZ-Monteurs den Netzbetrieb kennen.

Wie lange braucht ein Monteur der ENSO NETZ eigentlich bis zu dem Ort im Netzgebiet, an dem eine Störung aufgetreten ist? Die Antwort: weniger als 30 Minuten! Das weiß ich, weil ich die Ankunftszeiten als Trainee statistisch ausgewertet habe.

Auch jetzt, als Sachbearbeiterin, gehört es zu meinen Aufgaben diese als Teil der Servicequalität kontinuierlich zu überprüfen. Solche kurzen Einsatzzeiten erreicht ENSO NETZ mit Hilfe von Workforce Management. Wie diese moderne und flexible Art der Arbeitsorganisation beim regionalen Netzbetreiber funktioniert, erkläre ich Ihnen in meinem Beitrag. 

Während meiner Traineezeit konnte ich an der Seite eines ENSO-NETZ-Monteurs den „realen“ Netzbetrieb kennenlernen. Eine Woche lang erlebte ich hautnah das Workforce-Management-System (WFM).

Ihre Aufträge bekommen WFM-Monteure per Computer. Der Monteur schaltet morgens seinen Laptop ein und verfügt augenblicklich über alle notwendigen Informationen für seinen Arbeitstag. Er weiß sofort, was er wo und mit wem machen soll. Ohne Umweg über den Betriebshof, wo er seinen Tagesablauf früher noch direkt vom Meister erhalten hat, erreicht der Monteur seinen ersten Einsatzort nun schneller.

Dahinter steckt das Prinzip einer auftragsbezogenen Navigation. Diese basiert auf einem Geoinformationssystem, in dem der gesamte Anlagenbestand des Netzgebiets abgebildet ist.

Disptacher und Meister planen den Einsatz der Monteure
Dispatcher Frank Altmann (vorn) und Sachgebietsleiter Stephen Adolf planen den Einsatz der Monteure im Regionalbereich Görlitz.

Doch wie kommen die Aufträge auf den Laptop des WFM-Monteurs? Dafür gibt es eine zentrale Steuerung über Dispatcher. Dieser ist mit einem Einsatzplaner einer Leitstelle vergleichbar. Aus einem Pool an Aufträgen ermittelt ein Dispatcher einen routenoptimierten Tagesverlauf für das ihm zugeordnete Personal. Dabei muss er eine ganze Gruppe von bis zu 20 Monteuren mit zum Teil speziellen Qualifikationen, externe Partnerfirmen und Wunschtermine von Netzkunden koordinieren.

Vor fünf Jahren war die Einführung des WFM für alle Beteiligten eine große Umstellung. Die Monteure mussten sich an die zentrale Steuerung über den Laptop gewöhnen, die Dispatcher an den Umgang mit der neuen Software.

Die größte Veränderung gab es jedoch für den Meister, weil die Einsatzplanung nun zu großen Teilen nicht mehr in seinen, sondern in den Aufgabenbereich der Dispatcher fällt. Aus dem täglichen persönlichen Kontakt mit jedem einzelnen Monteur ist ein telefonischer Kontakt je nach Bedarf geworden. Darüber hinaus ist er weniger selbst in seinem Netzgebiet unterwegs, sondern verbringt jetzt etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit mit organisatorischen Aufgaben im Büro.

WFM-Arbeitsplatz in einem Fahrzeug
Für die Arbeit der WFM-Monteure ist der Laptop unverzichtbar.

Nicht nur die Arbeitsweisen wurden angepasst. Für eine solche flexible und moderne Einsatzplanung war es zu Beginn auch notwendig, in Dienstfahrzeuge, Laptops, Software und Schulungen zu investieren.

Doch jetzt, fünf Jahre nach der Einführung, ist bei uns nicht nur Routine im Umgang mit dem WFM eingekehrt, sondern die Wege- und Einsatzzeiten haben sich auch deutlich verbessert.

Meldet ein Netzkunde eine Störung, sieht der Dispatcher auf seiner Plantafel sofort, welcher Monteur sich in der Nähe befindet und für eine schnellstmögliche Störungsbehebung sorgen kann. Muss ein ENSO-Monteur zum Kunden nach Hause kommen, können nun kurzfristige und stundengenaue Termine vereinbart werden. Für unsere Kunden bedeutet das: Der ENSO-Monteur ist wie gewünscht um Punkt 14 Uhr bei Ihnen und kommt nicht irgendwann zwischen 8 und 18 Uhr. Deshalb profitieren vor allem Sie, liebe Kunden, vom modernen WFM der ENSO NETZ.