Paar
Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht weniger Energie als zwei Single-Haushalte zusammen. Foto: Itze81/pixelio.de

Ältere und ganz junge Paare – das sind typische Zwei-Personen-Haushalte. Laut Statistischem Landesamt gab es 2014 rund 804.000 davon in Sachsen.

Häufig gleichen sich Eheleute in ihrem Lebensrhythmus im Laufe der Zeit immer mehr an: Aufstehen, Küchenarbeit, einkaufen oder an die frische Luft gehen, fernsehen, schlafen gehen – vieles geschieht gemeinsam.

Für den Energieverbrauch ist es von Vorteil, wenn beide das Licht, den PC oder das TV-Gerät zur selben Zeit ausschalten. Im Vergleich zum Single-Haushalt kommt dann auch weniger als das Doppelte zusammen. Worauf Zwei-Personen-Haushalte achten sollten, verrate ich Ihnen zum Abschluss meiner Serie. 

Bloß gut, dass der Frauentag schon eine Weile vorbei ist. 😉 Denn was eine Umfrage des Haustechnik-Produzenten Stiebel Eltron ergeben hat, ist wenig schmeichelhaft für das schwache Geschlecht. Danach geht die Damenwelt am großzügigsten mit Strom und Wärme um: Frauen drehen am häufigsten die Heizung hoch und stehen am längsten unter der Dusche.

Männer dagegen lassen Fernseher, Radio oder Computer unnötig lange laufen – was auf die Kinder abfärbt. Am sparsamsten sind die Großeltern. Diese Grafik stellt die Ergebnisse anschaulich dar:

Grafik Energie-Verbraucher

Das harte Wort „Energieschleuder“ hätte ich allerdings in diesem Zusammenhang nicht verwendet. 😉

Bei ENSO verbraucht ein typischer Zwei-Personen-Haushalt rund 2.100 Kilowattstunden Strom pro Jahr und zahlt dafür etwa 620 Euro. Wird das Wasser fürs Geschirrspülen, die Dusche oder das Wannenbad elektrisch erwärmt (Boiler, Durchlauferhitzer), kommen – über den Daumen gepeilt – noch mal rund 1.000 kWh hinzu.

Das Alter wirkt sich nicht unerheblich auf das Nutzerverhalten aus: Jüngere Paare sind tagsüber auf Arbeit, gehen in ihrer Freizeit zum Sport oder in die Disko, essen öfter in Restaurants.  Ältere verbringen meist mehr Zeit in den eigenen vier Wänden. Der Fernseher läuft manchmal den halben Tag, die Lampen brennen in mehreren Räumen. Und die Waschmaschine kommt häufig zum Einsatz, auch wenn sie nicht voll ist.

Das alles kostet Energie und geht ins Geld. Grundsätzlich sollten elektrische Geräte ausgeschaltet sein, wenn sie nicht genutzt werden – und zwar richtig. Denn selbst im Stand-by-Betrieb verbrauchen sie Strom.

Energiekostenmonitor
Mit diesem Energiekostenmonitor können Sie bis zu fünf Elektrogeräte überprüfen.

Prüfen lässt sich das mit einem Energiemessgerät, auch Energiekostenmonitor genannt. Mit einem solchen Gerät können Sie feststellen, wie viel Ihr alter Kühlschrank, der Fernseher oder die Waschmaschine verbraucht. Sie müssen es nur in die Steckdose stecken und mit dem Stecker des jeweiligen Geräts verbinden. Der Energiekostenmonitor ermittelt auch die Stromkosten.

Das Foto zeigt ein hochwertiges Modell, das auf der Basis von Funkstrom arbeitet. Sie können damit bis zu fünf Geräte überprüfen. Es kostet 34 Euro. Preiswertere Modelle bekommen Sie für um die 20 Euro in Elektrogeschäften oder Baumärkten.

Sind Kühlschrank oder Fernseher in die Jahre gekommen und Sie halten Ausschau nach modernem Ersatz, achten Sie auf die Energieeffizienzklasse. Die effizientesten Geräte finden Sie in den Klassen A bis A+++. Bevor Sie sich ein weiteres elektrisches Gerät kaufen, überlegen Sie, ob es wirklich nötig ist. Manches lässt sich auch per Hand ganz gut erledigen. Vor allem dann, wenn es Tätigkeiten sind, die nur ganz selten anstehen.

Häufig brennt auch in wenig oder selten genutzten Räumen das Licht. Schalten Sie es aus, sobald Sie das Zimmer verlassen. So vergeuden Sie keine Energie. Wie es sich auswirkt, wenn Sie eine Energiesparlampe durch eine Leuchtdiode (LED ) ersetzen, habe ich mit einem Stromsparrechner  für Sie herausgefunden:

Stromsparpotenzial-Beleuchtung

Nach meinen Erfahrungen können die meisten Haushalte bis zu 20 Prozent Strom einsparen – ohne Abstriche an der Lebensqualität. Zehn Prozent weniger sind sogar ohne zusätzliche Ausgaben und mit wenigen Handgriffen drin. Überprüfen Sie doch mal Ihre Gewohnheiten! Ich bin mir sicher, auch Sie entdecken noch die eine oder andere Reserve.