Eine junge Frau tankt ihr Auto an der Tankstelle auf.
In der kalten Jahreszeit verbrauchen Autos besonders viel Kraftstoff.

Auf dem Weg zur Arbeit müssen viele Pendler jetzt wieder mehr Zeit einplanen. Der erste Frost kündigt den Winter an. Die Fahrräder landen zusehends in den Kellern. Das Auto wird für viele auch auf kurzen Strecken wieder zum Hauptfortbewegungsmittel. Vor allem dann, wenn der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) keine geeignete Alternative darstellt.

Gerade im Winter ist der Kraftstoffverbrauch bei Autos besonders hoch. Es dauert länger, bis der Motor die optimale Betriebstemperatur erreicht hat, die Heizung muss für eine angenehme Temperatur im Innenraum sorgen und die Klimaanlage hilft gegen beschlagene Scheiben. Wie Sie trotz aller Liebe zum Komfort Treibstoff sparen können, verrate ich Ihnen in meinem Beitrag.

In unserem Unternehmen arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Energieeffizienz und Umweltleistung nachhaltig zu verbessern. Das betrifft auch unseren betrieblichen Fuhrpark. Die bewusste Fahrzeugnutzung ist immer wieder Teil von Sensibilisierungs- und Schulungsprogrammen für unsere Mitarbeiter.

Tipps für eine sichere, stressfreie und kraftstoffsparende Fahrt kommen gleichermaßen der Umwelt und dem Geldbeutel zu Gute. Denn je weniger Sprit ein Auto verbraucht, umso geringer ist auch der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2). Allein durch eine sparsame Fahrweise könnten nach Angaben des Bundesumweltministeriums jährlich rund fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland vermieden werden. Eine kleine Auffrischung praktischer Tipps kann deshalb nicht schaden.

Auf Gewicht und Aerodynamik achten

Spritsparen beginnt bereits vor dem Losfahren, denn zusätzlicher Ballast erhöht den Verbrauch. Entfernen Sie deshalb Dinge aus dem Innen- und Kofferraum des Autos, die Sie nicht benötigen. Als Faustregel gilt: 100 Kilogramm Mehrgewicht kosten Sie einen halben Liter auf 100 Kilometer. Vor allem Dachgepäckträger wirken sich negativ auf den Verbrauch aus. Sie machen das Fahrzeug nicht nur schwerer, sondern beeinträchtigen auch seine Aerodynamik.

Motor nicht warmlaufen lassen

Ein Auto mit vereisten Scheiben.
Das Auto im Stand warmlaufen zu lassen, um die Scheiben abzutauen, erhöht den Spritverbrauch. Foto: Pixabay

Im Winter neigen viele Autofahrer dazu, den Motor im Stand warmlaufen zu lassen – vor allem um die Scheiben abzutauen.

Zwar sparen Sie sich dadurch die Handarbeit mit Eiskratzer und Schneebesen. Doch das Fahrzeug quittiert es Ihnen mit einem kräftigen Mehrverbrauch und deutlich höherem Verschleiß im Leerlauf. Am schonendsten erreicht der Motor seine optimale Betriebstemperatur, wenn Sie sofort nach dem Motorstart spritsparend losfahren.

Übrigens: Warmlaufen lassen kann Ihrem Geldbeutel sogar doppelt schaden. Denn neben dem höheren Kraftstoffverbrauch stellt es nach Paragraph 30 der Straßenverkehrsordnung eine unnötige Lärm- und Abgasbelästigung da, die mit einem Bußgeld von zehn Euro geahndet werden kann.

Niedertourig fahren

Eine niedertourige Fahrweise ist das A und O beim Spritsparen. Besonders während der Warmlaufphase des Motors im Winter sollten Sie möglichst zeitig hochschalten. Mit einer geringeren Drehzahl zu fahren, spart bis zu 30 Prozent Kraftstoff und schont den Motor. 2000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im Stadtverkehr aus. Je niedertouriger Sie fahren, desto besser.

Immer mit der Ruhe und Mut zur Lücke

Fahren Sie gleichmäßig, vorausschauend und mit angemessener Geschwindigkeit. Gerade im Stadtverkehr und bei widrigen Straßen kann ein ausreichender Sicherheitsabstand sowohl Unfallrisiken, als auch unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge vermeiden.

Richtige Bereifung spart Sprit

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Winterreifen auf ein ausgeglichenes Qualitätsprofil. Neben der Sicherheit bei verschiedensten Fahrbahnzuständen ist der Kraftstoffverbrauch ein ausgewiesenes Kriterium.

Etikett für den Reifendruck auf der Innenseite des Tankdeckels
Der empfohlene Reifendruck steht häufig auf der Innenseite des Tankdeckels.

Sorgen Sie ebenso für einen korrekten Reifen-Luftdruck nach Herstellerempfehlung. Ein zu geringer Luftdruck verringert die Führung des Reifens, der Bremsweg verlängert und der Verschleiß erhöht sich. Zudem führt er zu einem erhöhten Spritverbrauch.

Der empfohlene Reifendruck steht häufig auf dem Etikett im Tankdeckel. Die Werte beziehen sich jeweils auf ein unbeladenes und ein vollbeladenes Auto. Bei manchen Fahrzeugen sind zusätzlich unterschiedliche Reifengrößen in der Tabelle verzeichnet.

Das sind nur einige Tipps, die Sie jedoch gerade in der kalten Jahreszeit beachten sollten. Herbst und Wintern fordern uns auch zu Ruhe und Besinnung auf – sei es im Berufs- und Privatleben, oder auf der Straße. Etwas mehr Zeit eingeplant für Fahrzeugkontrolle, Fahrtvorbereitung und vorausschauendes Fahren ist reine Nervensache.