Jenny lernt für die Abschlussprüfungen.
Auf meine Abschlussprüfungen konnte ich mich auch während meiner Arbeitszeit vorbereiten.

Seit zweieinhalb Jahren blogge ich über meine Ausbildung in unserem Unternehmen. Jetzt ist mein Ausbildungsende bereits in Sicht. Anschließend beginnt für mich das Berufsleben – ein neuer Lebensabschnitt.

Vorher muss ich jedoch meine Abschlussprüfungen bestehen. Die beiden schriftlichen habe ich bereits am 9. und 10. Mai abgelegt.

Besonders im letzten Ausbildungsjahr bereiteten wir uns zu Hause und im Arbeitsprozess auf die Abschlussprüfung vor. Zudem haben wir die Chance, uns in kleinen Gruppen und Seminaren optimal vorzubereiten.

Das habe ich besonders geschätzt! Viele aus meiner Berufsschulklasse hatten auf Arbeit nicht die Möglichkeit dazu. Sie mussten nach einem anstrengenden Tag noch zu Hause mit ihren Büchern pauken.

Zwei Monate vor den schriftlichen Prüfung fing ich an, mich auch zu Hause intensiver mit dem Lernstoff zu befassen. In meinem Übungsbuch habe ich den kompletten Schulstoff der letzten drei Jahre durchgearbeitet – da kommt ganz schön was zusammen!

Am ersten Tag wurden wir im Bereich „Geschäftsprozesse“ geprüft. In 180 Minuten mussten wir vorranging praxisorientierte Aufgaben anhand eines Beispielunternehmens lösen.

Dieses Jahr war es die Vayotec AG. Diese fiktive Firma verkauft Waschvollautomaten auf dem indischen Markt. Der Schwerpunkt lag also in dem Bereich Außenhandel.

Jenny und Sebstian Weidner aus der Personalabteilung
Bei Fragen zu meinem Aufgabengebiet in der Personalabteilung steht mir Azubi-Betreuer Sebastian Weidner mit Rat und Tat zur Seite.

In der Situationsbeschreibung wurden wir als Auszubildende der Vayotec AG dargestellt und sollten die Prüfungsfragen beantworten. Sie bestanden vor allem aus Rechnungen und offenen Fragen, die wir in in Textform beantworten mussten. Das liegt mir, da ich meine Entscheidung besser erklären kann.

Leider gab es diese Möglichkeit am zweiten Prüfungstag nicht. Wir beantworteten zwar wieder Fragen zur Vayotec AG. Diesmal jedoch im Multiple-Choice-Verfahren.

Der Prüfungsteil Wirtschafts- und Sozialkunde bestand aus Fragen zu Volkswirtschaft, Kapitalgesellschaften und so weiter. Damit haben wir uns über die drei Ausbildungsjahre hinweg mehrfach beschäftigt. Dafür hatten wir 60 Minuten Zeit, was mir vollkommen ausreichte.

Im Teil „Rechnungswesen und Controlling“ gab es zum Großteil Rechenaufgaben zu erledigen. Innerhalb von 90 Minuten mussten wir 28 Aufgaben lösen. Sie bestanden je aus einer Behauptung und fünf oder sechs Antwortmöglichkeiten. Die richtigen Lösungen mussten wir ankreuzen.

Mit den beiden schriftlichen Arbeiten habe ich den größten Teil meiner Abschlussprüfung bereits hinter mir. Anfang Juni folgt noch meine mündliche Prüfung, die zu 30 Prozent in die Abschlussnote eingeht.

Darin präsentiere ich den Prüfern in 15 Minuten meine fünfseitige Dokumentation, die ich auf Arbeit angefertigt habe und bis Ende Mai bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) einreichen muss.

Ich habe mich mit internen Stellenausschreibungen beschäftigt, weil ich zum Ende meiner Ausbildung in der Personalbetreuung eingesetzt bin. Das Thema war mir nicht neu. Bereits im zweiten Ausbildungsjahr haben wir uns mit der Fünf-W-Regel beschäftigt. Sie gliedert den Aufbau einer Stellenausschreibung in die Bereiche „Wir sind…“, „Wir suchen…“, „Wir erwarten…“, „Wir bieten…“ und „Wir bitten…“.

Jenny übt ihre Präsentation vor anderen Azubis.
Die Präsentation für meine mündliche Abschlussprüfung habe ich bereits vor anderen Azubis geübt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen einer Ausschreibung. Zum Beispiel muss dabei das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berücksichtigt werden. Es verbietet die Ungleichbehandlung der Bewerber beispielweise aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder Religion.

Im Anschluss meiner Präsentation folgt ein 30-minütiges Fachgespräch, in dem mir die Prüfer Fragen zum Thema stellen können.

Falls ich meine Abschlussprüfung bestehe, werde ich in unserem Unternehmen in ein vorerst befristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Ich werde weiterhin die Gruppe Personalbetreuung/-vergütung unterstützen. Schon seit Februar 2017 arbeite ich dort und beschäftige mich mit Bewerbungs- und Einstellungsverfahren, Stellenausschreibungen sowie der Vergütungsabrechnung.

Ab Juli bin ich als Personalbetreuerin für 100 Kolleginnen und Kollegen zuständig. Für sie erstelle ich unter anderem die monatlichen Vergütungsabrechnungen.

Ich freu mich sehr auf die neue Herausforderung und bin gespannt, was mich im Berufsleben noch alles erwarten wird.

Als Azubi-Blogger möchte ich mich an dieser Stelle von Ihnen, liebe Leser, verabschieden und hoffe, dass Sie unserem Blog auch in Zukunft treu bleiben.