Ein Kind testet die unterschiedliche Temperatur der verschiedenen Materialien
Unterschiedliche Materialien wie Stein, Aluminium und Kunststoff heizen sich durch Sonnenlicht unterschiedlich stark auf. Testen Sie es am Erlebnisbereich Rabenauer Mühle!

Die Natur ist ein riesiges Sonnenkraftwerk aus Millionen einzelner Blätter, überlege ich beim Wandern mit meinen Freunden auf dem ENSO-Energie-Erlebnispfad: Ohne Lichtenergie keine Photosynthese. Ohne Photosynthese kein Pflanzenwachstum. Ohne Pflanzenwachstum keine Nahrung für Mensch und Tier. Und mein Körper produziert mithilfe des Sonnenlichts ausgiebig Serotonin (hebt die Laune, macht aktiv) und Vitamin D3 (wichtig unter anderem für Immunsystem und Knochenwachstum). Ohne die Energie der Sonne gäbe es also kein Leben auf der Erde.

Lesen Sie den ganzen Beitrag und nehmen Sie am Gewinnspiel teil.

Photovoltaik: Hightech auf dem Vormarsch

Die Sonnenenergie lässt sich auch nutzen, um damit Strom oder Wärme zu erzeugen. ENSO macht dies seit vielen Jahren. Unser Unternehmen betreibt Anlagen auf eigenen Gebäuden und gepachteten Flächen. Letztes Jahr ging in Dohna unsere zehnte und bislang größte Photovoltaikanlage ans Netz. In ganz Deutschland gibt es schon mehr als eine Million Photovoltaikanlagen – Tendenz steigend.

Erlebnisbereich Rabenauer Mühle
Der Erlebnisbereich auf einen Blick – er liegt direkt am Restaurant „Rabenauer Mühle“ und der Freiluftgaststätte „Zum Wanderer“.

Wie diese genau Strom produzieren, erklärt uns der Experimentierbereich „Rabenauer Mühle“ auf dem ENSO-Energie-Erlebnispfad. Als erstes wollen wir wissen, was es mit der Solar-Drehscheibe auf sich hat. Wir drehen das Solarmodul in die Sonne. Weil ihr kleiner Elektromotor jetzt mit Strom versorgt wird, setzt sich die danebenstehende bunte Drehscheibe in Bewegung.

Elektronen im Fluss

Eine Infotafel weiht uns in die Hintergründe der Photovoltaik ein – so heißt das Verfahren, mit dem sich Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln lässt. Der Begriff leitet sich aus dem griechischen Wort für „Licht“ (phos, im Genitiv photos) sowie aus der Einheit für die elektrische Spannung, dem Volt (nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta, Erfinder der elektrischen Batterie und einer der Begründer der Elektrizitätslehre), ab.

Solarzellen bestehen aus Halbleiter-Material, meist Silizium. Die elektrische Leitfähigkeit von Halbleitern ist temperaturabhängig: Strom kann in ihnen erst fließen, wenn genügend Energie zur Verfügung steht, etwa in Form von Wärme oder Licht. Dann lösen sich einzelne Halbleiter-Elektronen aus dem Atomgitter und können sich frei durch das Material bewegen. In der Solarzelle wird ihre Bewegung mithilfe eines elektrischen Feldes gezielt gelenkt – von einem elektrischen Pol zum anderen. Und schon fließt Strom.

Pro Jahr treffen hierzulande auf nur einem Quadratmeter Fläche ungefähr 1.000 Kilowattstunden Sonnenenergie auf – genug, um ein Jahr lang Kaffeemaschine, Kühltruhe, Waschmaschine und Fernseher in einem Haushalt zu betreiben. Und dank der modernen Solarstromspeicher kann man den selbsterzeugten Strom sogar dann nutzen, wenn die Sonne gar nicht scheint. Das Sonnenkraftwerk funktioniert also sogar bei Tag und Nacht, bei Regen und Schnee.

Solarthermie: Kuschelige Wärme vom Dach

Weißeritztalbahn passiert den Erlebnisbereich an der Rabenauer Mühle
Mit der Weißeritztalbahn können Sie direkt bis zum Erlebnisbereich fahren, die Haltestelle befindet sich nur wenige Meter entfernt.

Haben Sie auch schon mal Solarzellen und Sonnenkollektoren verwechselt? Das wird uns jetzt nicht mehr passieren. Denn dank des zweiten Experiments wissen wir, dass es bei thermischen Solaranlagen um die Wärmegewinnung geht: An vier verschiedenen Materialoberflächen können wir fühlen, wie unterschiedlich stark sie sich im Sonnenlicht aufheizen.

Ein Sonnenkollektor nutzt dieses Prinzip, um Heizungswärme oder warmes Wasser zu erzeugen – ganz ohne Halbleiter. Die Sonnenwärme wird in den Kollektoren quasi „gesammelt“ und über eine Trägerflüssigkeit an die Warmwasserversorgung des Hauses weitergegeben. So einfach, so effektiv.

Haben Sie auch Lust bekommen, das schöne Sommersonnenwetter für eine Wanderung auf unserem ENSO-Energie-Erlebnispfad zu nutzen? Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Gewinnspiel

Sind Sie auch Sonnenenergie-Spezialist? Dann beantworten Sie uns folgende Frage und gewinnen Sie mit etwas Glück eine praktische Picknickdecke (200 x 200 Zentimeter, Oberseite Fleece, Unterseite isoliert, mit Tragegriff) für gemütliche Stunden im Sonnenschein.

Wieviel Kilowattstunden an Sonnenenergie treffen in unseren Breiten pro Jahr durchschnittlich auf einen Quadratmeter Fläche?

Hinterlassen Sie Ihre Antwort bis zum 12.07.2017 als Kommentar hier im Blog oder schreiben Sie an blog@enso.de. Es gelten unsere Gewinnspiel-Bedingungen.