Wir sind Judith Buschmann, Isabell Synnatzschke, Jakob Schneider und Philipp Weniger, Auszubildende bei der ENSO AG.
Wir sind Judith Buschmann, Isabell Synnatzschke, Jakob Schneider und Philipp Weniger, Auszubildende bei der ENSO AG.

Die Fahrstühle im Hauptgebäude der ENSO sind viel unterwegs, ganze 15 Stück sind es im Haus. Und die fahren zur Rushhour bis zu 237 Mal pro Stunde über 10 Etagen rauf und runter. Wir haben untersucht, wieviel Energie das im Jahr ist. Wer wir sind? Wir sind Judith Buschmann, Isabell Synnatzschke, Jakob Schneider und Philipp Weniger, Auszubildende bei der ENSO AG.

Im Rahmen des Energiescout Wettbewerbs der IHK haben wir uns den Energieverbrauch unserer Fahrstühle ganz genau angeschaut und dabei ein Konzept entwickelt, wie ENSO als Unternehmen hier Energie einsparen können.

Isabell Synnatzschke und Judith Buschmann absolvieren bei der ENSO eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement.
Isabell Synnatzschke und Judith Buschmann absolvieren bei der ENSO eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement.

Verdammt viel Strom

Doch wieviel verbrauchen unsere Fahrstühle nun eigentlich? Im Jahr so um die 252.700 Kilowattstunden (kWh). Mit einer kWh Strom kann man etwa 70 Tassen Kaffee kochen oder 15 Hemden bügeln. Würden wir das jetzt auf den Energieverbrauch unserer Fahrstühle umrechnen, dann könnten wir mit der gleichen Energie ganze 14,7 Millionen Tassen Kaffee kochen.

Bewusste Ressourcennutzung

Mit dem Projekt sollen wir als Auszubildende nicht nur unser Praxiswissen erweitern, sondern auch ein Gespür und Bewusstsein für Energie- und Ressourcennutzung schaffen und dabei konkrete Einsparmöglichkeiten aufzeigen.

Die ENSO und IHK haben uns dabei unterstützt, aber auch viele externe Dienstleister halfen uns mit technischen Geräten oder dem Zugang zu Verbrauchsdaten. So konnten wir zum Beispiel einen Leistungsmesser nutzen und uns einen Überblick verschaffen, wie oft die Fahrstühle in Bewegung sind. Dann haben wir die Verbrauchsdaten im Stillstand und im Fahrtbetrieb analysiert und mögliche Energieverluste untersucht.

Philipp Weniger und Jakob Schneider sind Auszubildende für Elektroanlagenmonteur.
Philipp Weniger und Jakob Schneider sind Auszubildende für Elektroanlagenmonteur.

Wie man 85% Energie sparen kann

Konkret haben wir dabei vier Bereiche aufgedeckt, in denen Energie gespart werden kann: Stillstands- und Fahrtenverbrauch, Schachtbeleuchtung und entweichende Wärme. So verbraucht im Fahrkorb eine LED im Schnitt 40 Watt weniger als eine Neon-Leuchtstoffröhre. Außerdem könnte ein LightWatcher in den Beleuchtungskreis integriert werden. Er sorgt dafür, dass das Licht im Fahrstuhl aus ist, wenn dieser nicht genutzt wird. Damit würde der Fahrstuhl im Stillstand allein 53 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Insgesamt könnten mit diesen Maßnahmen 180.592,60 kWh Energie eingespart werden – das sind gute 85 Prozent, etwa 92.000 kg Kohlenstoffdioxid (CO2) oder, wenn wir wieder in Kaffee rechnen, 12,6 Millionen Tassen. Und das rentiert sich. Laut unseren Berechnungen wären nach nur acht Jahren die Investitionskosten durch die finanzielle Einsparung gedeckt.

Es ist beeindruckend wie viele versteckte Möglichkeiten es gibt, in einer Firma Energie einzusparen, Kosten zu senken und dabei auch noch etwas für die Umwelt zu tun. Weiter gebracht hat es aber vor allem uns: Wir konnten alle jede Menge Erfahrungen im Bereich Projektmanagement und Teamwork sammeln. Außerdem haben wir einen tollen Einblick in die Berufe des jeweils anderen erhalten.

Übrigens haben wir während des ganzen Projektes gute 100 Stunden mit den Fahrstühlen verbracht.

Mit den geplanten Änderungen können wir unseren Energieverbrauch auf 60% senken.
Mit den geplanten Änderungen können wir unseren Energieverbrauch auf 60% senken.