Begeistert vom „Stromer“: Dirk Hagen, Leiter Facility Management bei B.Braun, Lisa Pätz aus dem ENSO-Kompetenzteam Elektromobilität, und Eberhard Elert, ENSO- Kundenbetreuer für B.Braun (v.l.n.r.).
Begeistert vom „Stromer“: Dirk Hagen, Leiter Facility Management bei B. Braun, Lisa Pätz aus dem ENSO-Kompetenzteam Elektromobilität, und Eberhard Elert, ENSO-Kundenbetreuer für B. Braun (v.l.n.r.).

Wenn bei mir eine Dienstfahrt ansteht, habe ich die Qual der Wahl. Im ENSO-Fuhrpark stehen neben den mit Benzin, Diesel oder Gas betriebenen Fahrzeugen zahlreiche Elektroautos unterschiedlicher Hersteller bereit. Von meinen Kollegen aus dem Kompetenzteam Elektromobilität weiß ich, dass auch andere Unternehmen einen Teil ihrer Fahrzeugflotte „elektrifizieren“ wollen, aber im ersten Schritt Erfahrungen mit dem elektromobilen Fahren sammeln möchten. So wie die in Radeberg ansässige B. Braun Avitum Saxonia GmbH, einer der fünf größten Hersteller von Dialysatoren weltweit. Das Unternehmen setzt nicht nur bei der Energielieferung auf ENSO, sondern möchte auch von unserem Know-how auf dem Gebiet der E-Mobilität profitieren. Das wollte ich näher wissen und sprach mit Dirk Hagen, Leiter Facility Management bei B. Braun.

Warum haben Sie sich entschieden, mit ENSO die Elektromobilität zu testen?

Der Beitrag „Strom aus der Sonnenblume“ im ENSO-Kundenmagazin hat unser Interesse geweckt. 2017 wurden sonnenblumenartige Smart Flowers auf dem Firmengelände der FSD Fahrzeugesystemdaten GmbH errichtet. Die Firma investierte nicht nur in eine innovative Photovoltaikanlage, sondern auch in Ladesäulen für die Elektroautos ihrer Fahrzeugflotte.

Zu lesen, dass ENSO in Sachen Elektromobilität Beratung, Planung und Umsetzung aus einer Hand liefert, hat uns neugierig gemacht. Doch bevor wir wie FSD eigene Ladetechnik und E-Fahrzeuge anschaffen, wollten wir das elektromobile Fahren erst einmal testen.

Warum überlegen Sie überhaupt E-Mobile in Ihren Fuhrpark aufzunehmen?

Als Unternehmen möchten wir natürlich auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein Beispiel ist das umweltfreundliche Pendeln zwischen unseren Werken in Berggießhübel, Radeberg und Wilsdruff.

Dirk Hagen von B.Braun erhält von ENSO einen BMW i3, mit dem vor allem das elektromobile Pendeln zwischen den Standorten getestet wurde.
Dirk Hagen von B. Braun erhält von ENSO einen BMW i3, mit dem vor allem das elektromobile Pendeln zwischen den Standorten getestet wurde.

Was war nötig, bis das Elektroauto von ENSO auf Ihrem Gelände stand? Und wobei hat ENSO unterstützt?

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung dauerte es keine 14 Tage. Nachdem wir mit ENSO Kontakt aufgenommen hatten, wurde ein Testfahrervertrag aufgesetzt. ENSO hat uns unkompliziert eine Ladestation, eine sogenannte Wallbox, und ein Elektroauto, einen BMW i3, zur kostenfreien Nutzung bereitgestellt. Die Wallbox musste nur noch von unserem Elektroinstallateur angeschlossen werden.

Als alle technischen Voraussetzungen erfüllt waren, brachte ENSO das Elektrofahrzeug vorbei. Und nach einer Einführung in Wallbox und E-Auto samt Probefahrt konnte der Praxistest starten.

Wie viele Kilometer haben Sie in welcher Zeit zurückgelegt?

In zehn Tagen haben wir 509 Kilometer zurückgelegt.

Welche Erwartungen hatten Sie an den Test?

Der Test sollte zeigen, wie praxistauglich das elektromobile Fahren für uns ist. Dabei wollten wir vor allem untersuchen, ob wir mit dem E-Auto die Touren zwischen unseren Standorten abdecken können und wie die Mitarbeiter mit den „Stromern“ zurechtkommen.

Dirk Hagen und seine Kollegen beeindruckte besonders das leistungsstarke und geräuscharme Fahren im E-Auto.
Dirk Hagen und seine Kollegen beeindruckte besonders das leistungsstarke und geräuscharme Fahren im E-Auto.

Wie kam das elektromobile Fahren bei Ihnen und Ihren Kollegen an? Was hat überrascht? Wo gab es Probleme?

Alle Nutzer waren überrascht, wie leise und leistungsstark das Fahren ist. Auch das Laden über die in Radeberg installierte Wallbox war einfach zu handhaben und klappte reibungslos.

Natürlich hatten wir erwartet, dass der BMW i3 für Kurzstrecken gut geeignet ist. Das hat sich bestätigt. Leider genügt die Reichweite aber nicht, um zum Sitz unseres Mutterkonzerns ins hessische Melsungen zu fahren. Auch das Platzangebot – vor allem im Rückraum und das Kofferraumvolumen – waren für unsere Zwecke unzureichend. Hier hätten wir uns mehr Stauraum im Fahrzeug gewünscht.

Wie gut wurde das E-Fahrzeug den Anforderungen in der gewerblichen Nutzung gerecht? Welche speziellen Anforderungen mussten die Fahrzeuge bei Ihnen erfüllen?

Beim BMW i3 sehen wir für unsere gewerbliche Nutzung noch Potenzial. Wir bräuchten ein größeres Fahrzeug mit dem Ladevolumen eines Kombis. Außerdem sollte der „Stromer“ eine höhere Reichweite haben, damit beispielsweise mehrere Fahrten ohne zwischenzeitliches Laden möglich sind. So könnten wir das Fahrzeug optimal auslasten.

Warum und an welchen Punkten ist für Sie ein erfahrener Partner wie ENSO bei der Einführung von E-Autos wichtig?

ENSO hat sich um alles gekümmert – von der Beratung bis zur Probefahrt und dem Rücktransport des E-Autos. Wir arbeiten gern mit Fullservice Partnern, die das nötige Know-how mitbringen, zusammen. Es macht die Durchführung von Projekten schnell und unkompliziert.

Nach den Fahrten wurde das E-Auto an der eigens für den Test installierten Wallbox wieder mit Strom geladen
Nach den Fahrten wurde das E-Auto an der eigens für den Test installierten Wallbox wieder mit Strom geladen

Hat der Test Ihre Einstellung zur Elektromobilität verändert?

Wir hatten bereits vor dem Test eine positive Einstellung zur Elektromobilität. Der Test hat diese Grundeinstellung verstärkt.

Welches Fazit ziehen Sie nach dem 10-tägigen Test?

Die gesammelten Erfahrungen haben uns gezeigt, dass Elektrofahrzeuge den bestehenden Fuhrpark sinnvoll ergänzen können. Für Kurzstrecken und Fahrten zwischen unseren Werken in Berggießhübel, Radeberg und Wilsdruff ist das Elektroauto die erste Wahl. Aber für längere Strecken und den Transport von größeren Gegenständen, sind andere Fahrzeugtypen im Vorteil.

Wie geht es weiter: Werden Sie sich Elektroautos für Ihren Flottenbetrieb und sogar eine eigene Ladesäule anschaffen? Wenn nicht, wo sehen Sie die größten Hürden für den gewerblichen Einsatz von Elektrofahrzeugen?

Derzeit prüfen wir die Option, auf dem Gebiet der Elektromobilität aktiv zu werden. Fällt die Entscheidung dazu positiv aus, erweitern wir unseren Flottenbetrieb. Dann ist die Anschaffung einer Ladesäule und eines E-Autos sinnvoll.

 

Unternehmen, die wie die B. Braun Avitum Saxonia GmbH elektromobile Fahrerfahrungen sammeln möchten, können sich gern an ENSO wenden – entweder an ihren Kundenbetreuer für die Energielieferung oder an Holger Theis (Tel.: 0351 468-3478, E-Mail: Holger.Theis@enso.de).