Strom und Wärme in den eigenen vier Wänden zu nutzen, ist für die meisten unter uns selbstverständlich. Woher die Energie stammt und wie sie erzeugt wird, wissen viele jedoch nicht. Doch gerade in Zeiten der Energiewende sollten innovative Lösungsansätze keine Expertensache bleiben. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen heute eine effiziente Versorgungsalternative durch Mikrogasturbinen vorstellen und zeigen: Clever Energie erzeugen und Kosten einsparen kann jeder.

Bis zu 25 Prozent der jährlichen Energiekosten einsparen

Die Möglichkeiten Strom und Wärme im eigenen Zuhause zu erzeugen sind zahlreich. Mittlerweile besonders populär: Blockheizkraftwerke (BHKW). Eine noch effizientere Variante solcher Anlagen setzen wir bei ENSO nun in Zusammenarbeit mit der DREWAG ein. Dabei handelt es sich um eine Mikrogasturbine, die wie die bereits geläufigen Kraftwerke nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) funktioniert: Die Turbine wird durch die Verbrennungsenergie des Erdgases angetrieben. Sie bewegt sich mit mehr als 200.000 Umdrehungen pro Minute und treibt einen Stromgenerator an. Die bei der Verbrennung entstandene Abwärme wird anschließend zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt. Auf diesem Weg können bis zu 25 Prozent der jährlichen Energiekosten eingespart werden: Der Endverbraucher generiert durch die Wärmeerzeugung mittels einer Mikrogasturbine Strom als Nebenprodukt und kann sich so unabhängig von Stromkostensteigerungen selbst versorgen. (siehe Grafik)

Außenluft wird unter Druck verdichtet und im Rekuperator für den Brennvorgang des Erdgases vorgewärmt. Die auf diese Weise angetriebene Turbine setzt einen Generator in Gang, der Strom erzeugt. Die dabei entstandene Abwärme wird zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt. Grafik: Adrian Sonnberger, Quelle: MTT Micro Turbine Technology BV
Außenluft wird unter Druck verdichtet und im Rekuperator für den Brennvorgang des Erdgases vorgewärmt. Die auf diese Weise angetriebene Turbine setzt einen Generator in Gang, der Strom erzeugt. Die dabei entstandene Abwärme wird zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt. Grafik: Adrian Sonnberger, Quelle: MTT Micro Turbine Technology BV

Kleine Kraftpakete bereits im Einsatz

Der Hersteller der Mikrogasturbinen, das niederländische Unternehmen MTT aus Eindhoven, hat nach einer vierjährigen Pilotphase eine zweite Generation erdgasbetriebener Aggregate produziert, die nun serienreif ist.

EnerTwin Mikorgasturbine von MTT, Quelle: MTT Micro Turbine Technology BV
EnerTwin Mikorgasturbine von MTT, Quelle: MTT Micro Turbine Technology BV

Im November des vergangenen Jahres wurden die ersten von 20 Anlagen geliefert. Eine davon wird in einem Bürogebäude in Dresden-Reick installiert. Neben sinkenden Betriebskosten erhoffen wir uns bei ENSO durch den Einsatz vor allem eine bedarfsgerechtere Bereitstellung von Wärme und Strom. Im Vergleich zum geläufigen Motor-Blockheizkraftwerk sind die kleinen Turbinen außerdem billiger in der Anschaffung, wartungsärmer und leiser. Einziger Knackpunkt: Das Motor-BHKW hat beim Verhältnis zwischen Strom- und Wärmeerzeugung mit 1:3 Vorteile. Bei der Gasturbine ist dieses Verhältnis 1:6, bei gleicher Stromproduktion fällt also doppelt so viel Wärme an. Aus diesen Gründen lohnt sich die Anschaffung einer Mikrogasturbine auch erst ab einem Wärmebedarf von 40 Kilowatt bzw. einem Jahresverbrauch von 50.000 kWh . Eigentümer von Wohn- und Gewerbeimmobilien, Hotels, Senioren- und Pflegeheimen sowie Schwimmbädern können von einer Mikrogasturbine profitieren. Interessenten sind bei uns genau an der richtigen Adresse: Wir beraten Sie gerne, ob eine solche Anlage auch für Ihre Immobilie geeignet ist.

Energiewende aktiv gestalten

Pilotprojekte wie diese nutzen wir bei ENSO immer gerne, um neue Technologien auszutesten und so neue Möglichkeiten zu finden, für unsere Kunden kostengünstig Strom und Wärme dezentral zu erzeugen. Wir wollen nicht darauf warten, dass etwas passiert, sondern die Energiewende selbst mit vorantreiben.

Sind Sie neugierig geworden? Stellen Sie mir Ihre Fragen gerne hier, rufen mich an unter 0351 468-3554 oder schreiben Sie mir eine E-Mail an marian.beck@enso.de.