Kinder des SV Bannewitz beim Fußballspielen
Mit Technik und vollem Einsatz – die Vorbereitungen für den ENSO-Herbst-Cup laufen auf Hochtouren.

Der Jahrhundertsommer ist vorbei, die Sommerpause auch und endlich rollt auf den Fußballplätzen Ostsachsens wieder der Ball. Zeit für das erste Highlight der Saison: den ENSO-Herbst-Cup, ausgerichtet vom SV Bannewitz. Zwölf F-Junioren-Teams aus der Region kicken am 20. Oktober nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um den begehrten Siegerpokal. Mit dabei: Jürgen Meißner, F-Jugend-Trainer der Gastgebermannschaft aus Bannewitz. Für ein Gespräch treffe ich ihn – wie sollte es anders sein – am Spielfeldrand, beim Training seiner Jungs, die sich bereits mit Feuereifer auf das Turnier vorbereiten.

“Das Wichtigste sind die Kinder, nicht ich.”

Jürgen Meißner, F-Jugend-Trainer beim SV Bannewitz
Jürgen Meißner in seinem Element: kommunizieren, optimieren, motivieren.

Jürgen Meißner, Jahrgang 1950, ruft klare Anweisungen über den Rasen. Die Kinder folgen ihm aufs Wort. Er genießt Autorität, schließlich war ihr Coach zeitlebens selbst Leistungssportler. Angefangen hat Jürgen Meißner als Fußballer in Dresden, war dann viele Jahre Judoka und später sogar Rallye- und Rennfahrer auf den Pisten Osteuropas.

Bewegungsdrang und Sportsgeist gehören untrennbar zu seinem Wesenskern – was in der heutigen Generation “immer seltener anzutreffen ist”, so der Coach. Eher zufällig kommt er vor drei Jahren mit dem Trainerberuf in Berührung, als im nahegelegenen Dippoldiswalde ein Jugendtrainer fehlt. Nur ein Jahr später steht er als F-Jugend-Trainer beim SV Bannewitz an der Seitenlinie, als hätte er nie etwas anderes getan: engagiert, professionell, stets mit einem offenen Ohr für seine Nachwuchskicker. Trotz einiger Jahrzehnte mehr an Lebenserfahrung sei es ihm wichtig, auf Augenhöhe mit den Kindern zu arbeiten. “Ich will kein ‘Streichel-Opa’ sein”, sagt Jürgen Meißner und lacht. Vielmehr möchte er den Kids mit seriöser fachlicher Qualität den Spaß am Spiel vermitteln. Das sei, gerade in der F-Jugend, das Wichtigste.

Kinder des SV Bannewitz beim Fußballspielen
Auf dem Kunstrasenplatz des SV Bannewitz finden die Kinder beste Trainingsbedingungen vor.

Der Erfolg gibt Jürgen Meißner recht. Letztes Jahr landete sein Team auf Platz 5 unter 48 Nachwuchsteams aus der Region. Sogar bis ins Pokalfinale haben es die Bannewitzer geschafft. “Unsere Jungs verfügen trotz ihrer gerade mal sieben oder acht Jahre über sehr gute spielerische Fähigkeiten”, lobt ihr Trainer. “Sie haben viel Freude am Lernen. Und wir haben hier auch wirklich gute Trainingsbedingungen”. Daran trägt Jürgen Meißner selbst großen Anteil: Seine Prüfung zur C-Trainerlizenz hat er mit Bravour bestanden. Zu aktuellsten Trainingsmethoden hält er sich auf dem Laufenden. Woche für Woche hospitiert er beispielsweise bei der U11 von Dynamo Dresden, um sich Anregungen für die eigene Trainingsarbeit zu holen. “Solche Möglichkeiten sollten viel mehr Trainer in den Vereinen wahrnehmen”, rät er. Das stünde prinzipiell jedem interessierten Ausbilder offen.

“Ohne Ehrenamtliche und Sponsoren wäre das alles nicht möglich”

Junge aus der F-Jugend des SV Bannewitz
Aufmerksam lauschen die Nachwuchskicker den Anweisungen ihres Trainers.

Während er die Pylonen für die nächste Übung aufbaut, frage ich ihn, wie er das denn alles schaffe. “Nicht allein”, lacht er. Zum Glück erhalte er viel Unterstützung von seinem Co-Trainer Enrico Pilz, manchen Eltern, vom Verein und seiner Familie. “Der Großteil der Freizeit ist Trainertätigkeit, auch an den meisten Wochenenden und über das eigentliche Training hinaus: Vor- und Nachbereitung, Training, Spiele, Elterngespräche, Sponsorensuche…” Die Arbeit von Ehrenamtlichen in den Vereinen könne man gar nicht genug wertschätzen, meint er. Vieles müsse man sich selbst erarbeiten, sich selbst kümmern. Ohne engagierte Unternehmen aus der Region, die sich für die Nachwuchsförderung einsetzen, könne man den Kindern nicht so gute Trainingsbedingungen bieten wie hier in Bannewitz.

Auch ein Turnier wie der ENSO-Herbst-Cup wäre ohne das Engagement des Energieversorgers kaum zu stemmen, gesteht Jürgen Meißner. Preise wollen besorgt, Eltern und Kinder verpflegt und ein Rahmenprogramm aufgetan werden. “Die Ausrichtung des Turniers ist eine große Ehre für uns. Aber das macht sich alles nicht von selbst”. Ich nicke zustimmend. Bei der Organisation unterstützt der Kickfixx e.V., Ostsachsens erste Fußballschule, der von ENSO gesponsert wird.

“Den Kindern eine langfristige Perspektive im Verein geben”

Je länger ich die Trainingseinheit beobachte, umso mehr stelle ich fest: Was die Knirpse dort auf dem Rasen anstellen, ist prima anzuschauen, fast wie bei den Großen. Welches Ziel sich die Bannewitzer denn für den ENSO-Herbst-Cup gesetzt haben, frage ich. “So weit vorn landen wie möglich, natürlich!”, verrät Jürgen Meißner. “Aber wenn andere besser sind, ist das auch in Ordnung.” Die Konkurrenz zum Beispiel aus Pirna oder Neustadt sei nicht zu verachten. “Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir die schlagen”, ist sich der Trainer sicher.

Natürlich sei das Abschneiden beim ENSO-Herbst-Cup aber erst mal zweitrangig. Der Spaß und die Entwicklung der Kinder stehe ganz klar an erster Stelle – und zwar langfristig. Jürgen Meißner will den Jugendlichen eine Perspektive im Verein geben, im Idealfall bis hin zur Männermannschaft. Besonders talentierte Nachwuchskicker fördert der SV Bannewitz. Am Wichtigsten aber bleibt, die Freude der Kinder am Fußball und an der Bewegung zu fördern. Das ist ja schließlich mein Job”, sagt Jürgen Meißner und überblickt dabei, nicht ohne Stolz, den Trainingsplatz.

Der ENSO-Herbst-Cup 2018 – kommen Sie vorbei!

Wann?

20.10.2018, 9 – 14 Uhr

Wo?

Sportplatz Bannewitz

Mühlenweg 3

01728 Bannewitz

Für das leibliche Wohl und ein buntes Rahmenprogramm mit Hüpfburg und ENSO-Mobil ist gesorgt.

Mehr Informationen zu den regionalen Fußballturnieren der ENSO erhalten Sie hier: www.enso.de/fussball

Junge Kicker vom SV Bannewitz.
Pause muss sein! Die Bedürfnisse der Kinder stehen beim SV Bannewitz an vorderster Stelle.