„Jugend forscht“ bringt Karrieren in Fahrt!

Bildung
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Martin Welcker – der ehemalige Teilnehmer von Jugend Forscht, begleitet den Wettbewerb in diesem Jahr als Junior-Juror.

Martin Welcker ist Informatikstudent an der Technischen Universität Dresden. Sein Pflichtpraktikum absolviert der 24-Jährige Leipziger gerade bei ENSO im Bereich Informationstechnologie (IT). Erste Kontakte zum Energieversorger und der Stadt Dresden knüpfte er durch den Nachwuchswettbewerb „Jugend Forscht – Schüler experimentieren“ (Jufo), an dem er 2014 und 2015 teilnahm. In diesem Jahr wechselt er die Seiten und gibt sein Wissen als Junior-Juror an die jungen Forscher weiter. Ein spannender Werdegang, über den ich mit Martin gesprochen habe.

Hallo Martin, wie kam es dazu, dass du 2014 an Jugend Forscht teilgenommen hast?

Meine damalige Physiklehrerin Elke Katz – heute Wettbewerbsleiterin Jufo Nordwestsachsen – fragte mich, ob ich Interesse habe. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, denn ich sah in Jufo immer einen Elite-Wettbewerb für zukünftige Professoren. Kann ich da mithalten? Die Gelegenheit, interessante Erfahrungen zu sammeln und spannende Menschen zu treffen, hatte mich dann aber überzeugt. Zum Glück!

Du wurdest offensichtlich nicht enttäuscht. Erzähl uns doch bitte was über deine Projekte.

Martin Welcker (rechts im Bild) und Mitschüler Marvin Becker (links) erreichten beim Regionalwettbewerb Leipzig-Nordwestsachsen 2014 den ersten Platz.

Ich fand das Thema „Erneuerbare Energien“ schon immer spannend – auch ein Grund warum mich mein Weg heute wieder zu ENSO geführt hat. Auf dem Dach unserer Schule befand sich eine Photovoltaikanlage. Mit meinem Mitschüler Marvin Becker stellten wir uns die Frage, ob sich diese Investition auch für andere Schulen in unserer Gegend wirtschaftlich rechnen würde. Damals wurde das Thema heiß diskutiert. Wir schafften den ersten Platz im Regionalwettbewerb und erhielten im Landeswettbewerb den Sonderpreis „Erneuerbare Energien“.

Glückwunsch, ein tolles Ergebnis und sicher auch die Motivation im Folgejahr erneut teilzunehmen. Welches Projekt habt ihr 2015 eingereicht?

Das Thema ließ uns nicht mehr los. Wir wollten mehr erfahren und wagten einen Blick über den Tellerrand „Schule“. Wir wollten wissen, wie es um die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen für Hausbesitzer steht. Wir analysierten verschiedene Dachformen, Solarmodule und Speicherkombinationen, berücksichtigten auch geografische Faktoren in Deutschland und finanzielle Aspekte wie Inflationen sowie Förder- und Kreditmöglichkeiten. Wir präsentierten ein großes Plakat mit verschiedenen Szenarien, Haustypen und einer Kostenübersicht. Daraus ließ sich dann jeweils ablesen, nach wie vielen Jahren sich eine PV-Anlage amortisiert. Auch 2015 schafften wir den ersten Preis im Regionalwettbewerb.

Welche Eindrücke hast du aus den Wettbewerbstagen mitgenommen?

Im Jahr 2014 fanden die Regionalwettbewerbe Leipzig-Nordwestsachsen und Dresden-Ostsachsen beide in Dresden statt. Ich habe mich auf Anhieb in die Stadt verliebt. Die Regionalwettbewerbe gastierten im CITY CENTER von ENSO. Das war für mich der erste Kontaktpunkt mit dem Unternehmen und meinem heutigen ENSO- und Jurorkollegen Alexander Schwolow, der ebenfalls im Bereich IT arbeitet. Es gab so viele spannende Projekte, inspirierende Gespräche und jede Menge interessierte Besucher. Am Abend stürzten wir uns noch gemeinsam ins Dresdner Nachtleben. Es war sehr witzig und das Klischee des disziplinierten Strebers wurde erfolgreich widerlegt :).

Heute Informatikstudent in Dresden und Praktikant bei ENSO. Martin Welcker verdankt seinen Werdegang dem Nachwuchswettbewerb Jugend Forscht.

Wie genau hat Jufo deinen Lebensweg beeinflusst?

Die Faszination für die Stadt war der Wegbereiter für meine Entscheidung, an der TU Dresden zu studieren. Auch die Bewerbung für ein Praktikum bei ENSO wurde durch meine Eindrücke aus dem Wettbewerb und die Auseinandersetzung mit dem Thema Energie begünstigt. Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein und mache viele wertvolle Erfahrungen.

In diesem Jahr bist du sogar als Juror dabei, das ist wirklich eine faszinierende Entwicklung. Wie kam es dazu?

Alexander Schwolow ist schon viele Jahre als Juror für das Fachgebiet Mathematik und Informatik dabei. Da es auch fachlich passt, hat er mich gefragt ob ich dieses Jahr mal als Juniorjuror reinschnuppern will. Ich habe bei Jufo so viele tolle Erfahrungen gesammelt und jetzt die Gelegenheit, mal etwas zurückzugeben.

Was erwartet uns vom diesjährigen Forscher-Wettbewerb im St. Afra Gymnasium in Meißen?

Das Niveau ist in diesem Jahr sehr hoch. Ich habe wirklich komplexe Projekte gesehen und bin gespannt wie die Jungforscher ihre Arbeiten präsentieren. Ich freue mich auf die Arbeit mit den Jury-Kollegen und glühenden Augen der Teilnehmer, die so viel Energie und Leidenschaft in ihre Projekte stecken. Da kommt sofort wieder das Jufo Feeling hoch.

Vielen Dank für das spannende Interview.

Der Jufo-Regionalwettbewerb Dresden-Ostsachsen findet am 7. Februar 2019 im Meißener St. Afra Gymnasium statt. Von 13 bis 17 Uhr haben Besucher die Gelegenheit, die Nachwuchsforscher und ihre Projekte kennenzulernen. ENSO unterstützt den Wettbewerb schon seit vielen Jahren und freut sich auf spannende Projekte und viele Besucher.

Fotoquellen: ENSO-Archiv, Lutz Weidler

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