Technik erklärt: Gute Laune am WLAN-Hotspot

Energie
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Kennen Sie die Höchststrafe für einen Familienvater von zwei Teenagern? Es ist Wochenende und das WLAN ist ausgefallen. Auf diese Probe hat mich mein Telefonanbieter in den letzten Monaten häufiger gestellt.  Es ist nicht untertrieben wenn ich sage, ohne WLAN ist zu Hause Ausnahmezustand. Mal abgesehen davon, dass die Kids auf den Barrikaden sind, weil sie den YouTube-Kanal auf dem Handy nicht sehen können, funktionieren so einige Geräte, wie z. B. das Radio oder die smarte Haussteuerung nicht mehr. Aus dem Grund soll es heute um das Phänomen mit vier Buchstaben gehen – das WLAN.

Drahtlos ins Internet

Eigentlich ist das gar kein Wort, sondern die Abkürzung für Wireless Local Area Network. Auf Deutsch heißt das drahtloses, lokales Netzwerk. Sprich, für den Internetzugang mit mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets oder Laptops, wird kein Kabel benötigt. Wenn Sie also einmal von übermütigen Pubertierenden nach einem WLAN-Kabel gefragt werden, lächeln Sie bitte nur milde und lassen Sie die vorlaute Jugend erst einmal einen Beutel Spannungsabfälle holen. Im Unterschied zum Zugang über das UMTS-Netz, kostet das freie WLAN in der Regel nichts und bietet höhere Geschwindigkeiten und ein großes Datenvolumen. Na, macht es Klick? Das freie WLAN zieht die Jugend an, wie das Licht die Motten.

Pilotprojekt in Neusalza-Spremberg

Bürgermeister Matthias Lehmann (l.), desaNet-Geschäftsführer Jens Schaller (2. v. r.), ENSO NETZ Regionalbereichsleiter Detlef Marko (r.) und Gunnar Schneider vom ENSO-Kommunalvertrieb testeten Anfang 2018 die WLAN-Hotspots in Neusalza-Spremberg.

Zurück zum WLAN. Immer mehr Kommunen in Sachsen bieten im öffentlichen Raum, zum Beispiel auf Marktplätzen oder an Haltestellen, WLAN für freien Internetzugang an. Eine Internetverbindung wie im Wohnzimmer sozusagen. Auch ENSO hat für Kommunen im Rahmen des Breitbandausbaus diesen Service im Angebot. Eine der ersten Kommunen in Ostsachsen, die diesen Service seit Anfang 2018 nutzt, ist Neusalza-Spremberg (Landkreis Görlitz). Die Stadt im Oberland hat sogar gleich drei WLAN-Hotspots einrichten lassen. Damit ist die Kommune auf dem Weg der Digitalisierung ganz weit vorne!

Doch wie funktioniert das? Für den drahtlosen Zugang zum Internet wird ein WLAN-Hotspot benötigt, der im Wesentlichen aus drei Bauteilen besteht. Für einen Hotspot oder auch Zugangspunkt braucht man einen WLAN-Router und ein Funkmodul – den sogenannten Access Point. Der Access Point baut das Funknetz auf und fungiert als Schnittstelle zu den mobilen Endgeräten. Der Router stellt die Breitband-Verbindung zum Internet her. Die Verbindung zum sogenannten Internet Service Provider (ISP) kann auf verschiedenen technischen Wegen hergestellt werden, zum Beispiel über DSL, Glasfaserkabel oder den Mobilfunk.

Der Zugang zu den WLAN-Hotspots in Neusalza-Spremberg ist kostenfrei. Die Punkte für den drahtlosen und zeitlich unbegrenzten Internetzugang werden durch blaue Schilder angezeigt.

Bei mir zu Hause ist es ein klassischer DSL-Zugang. ENSO setzt auf Glasfaserkabel. Das dritte Bauteil am Hotspot ist für Authentifizierung, Autorisierung und Accounting zuständig, deshalb hört diese Einheit auf den Namen AAA. Die AAA-Einheit schafft die Voraussetzung, dass der Hotspot-Betreiber die erbrachte Leistung vom Nutzer erhält. Die Kommunen lassen sich die WLAN-Hotspots etwas kosten, weil sie damit zum Beispiel den Besuchern einen attraktiven Mehrwert bieten können. Und Eltern, die mit ihren Kindern auf Achse sind, können bei einer Rast am Hotspot ihrem Nachwuchs ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Glauben Sie mir – ich weiß, wovon ich spreche…

 

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