Warum ist der Glasfaserausbau so wichtig?

Energie
0

Beim Thema digitale Infrastruktur ist Deutschland im europäischen Vergleich gerade einmal Mittelmaß. Im weltweiten Vergleich und mit Fokus auf Glasfaseranschlüsse geht die Schere noch weiter auseinander: Nur etwa zwei Prozent der deutschen Breitbandanschlüsse sind mit einem zukunftsträchtigen Glasfaserkabel angebunden. Die globalen Spitzenreiter Japan und Südkorea können hier fast 80 Prozent vorweisen – das sind keine Welten mehr, das sind Galaxien.

Breitbandausbau vorantreiben und auf Zukunftstechnologie Glasfaser setzen

Darum gilt es den Breitbandausbau weiter voranzutreiben – und dabei vor allem auf die „richtige“ Technologie zu setzen. Denn im Unterschied zu VDSL, Coax und Super-Vectoring baut die reine Glasfaser nicht auf den alten, in ihrer Leistung beschränkten Kupfernetzen auf. Glasfaser ist grundsätzlich unbegrenzt leistungsfähig und kann in Lichtgeschwindigkeit gewaltige Datenmengen übertragen. Hierfür ist sie die Technologie der Zukunft und muss es auch für Ostsachsen werden – damit unsere Region sprichwörtlich „nicht den Anschluss verliert“.

In einem modernen „Smart Home“ laufen heute eine Vielzahl an Geräten mit Internet-Nutzung zusammen. Nicht mehr nur Handy, Tablet und SmartTV benötigen einen schnellen Datenstrom. Durch das „Internet der Dinge“ sind mittlerweile z.B. auch Kühlschrank und Waschmaschine im Netz. Eine herkömmliche Internetverbindung kann diesen zeitgleichen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden.

ENSO ist bereits in zahlreichen Gemeinden im Versorgungsgebiet mit schnellem Internet präsent. Aktuell treibt das Unternehmen, neben weiteren Firmen, den Glasfaserausbau in Großenhain, Bischofswerda und bald auch im Landkreis Görlitz voran – weitere Regionen sollen folgen.

Ein unmittelbarer Glasfaseranschluss bis ins Gebäude macht es möglich, selbst höchste Datenraten nahezu frei von Verlusten zu übertragen. Mit dem sogenannten FTTB-Ausbau (Fibre-to-the-Building) führt die Glasfaserverbindung bis ins Gebäude und endet nicht am Verteilerkasten auf der Straße. Ein FTTH-Anschluss wiederum (Fibre-to-the-Home) ist dann besonders interessant, wenn das Signal innerhalb eines Gebäudes in unterschiedliche Wohneinheiten geleitet wird – dies spielt zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern eine Rolle.

Nahezu täglich wächst die Datenmenge, die durch die Leitung fließen muss. Die Kupferverbindungen werden dieser Anforderung nicht mehr gewachsen sein. Während sich künftige ENSO-Kunden vor allem über schnelles Streamen, (Video-)Telefonie in bester Qualität und wartezeitfreies Highspeed-Surfen freuen dürfen, bietet eine solche Dateninfrastruktur auch weitere spannende Möglichkeiten. Fortschrittliche Anwendungen wie beispielsweise im Gesundheitssektor (Stichwort „Telemedizin“) oder im „Internet der Dinge“ gelten womöglich schon in wenigen Jahren als Standard – sind jedoch nur mit einer zukunftssicheren Glasfaserverbindung realisierbar.

Glasfaser wird somit zum Standortvorteil: Immer mehr Makler und Vermieter geben auf den einschlägigen Immobilienseiten die verfügbare Datenrate für das ausgewählte Wohn- oder Gewerbeobjekt an. Firmen treffen anhand der Verfügbarkeit von schnellem Internet wichtige Standortentscheidungen. Die Glasfasertechnologie ist daher die Technologie der Zukunft – verpassen wir sie nicht.

Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) 2018

Deutschland gilt im internationalen Vergleich beim Thema Digitale Infrastruktur noch immer als Entwicklungs- oder zumindest, betrachtet man die im Rahmen der digitalpolitischen „Aufholjagd“ gestarteten Maßnahmen, als Schwellenland. Im Länderbericht für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, dem sogenannten DESI (Digital Economy and Society Index) heißt es:

Laut dem Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft belegt Deutschland im EU-Ranking nur Platz 14 und befindet sich damit im Mittelfeld der 28 Mitgliedsstaaten. Quelle: Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) 2018, Länderbericht Deutschland

Insgesamt hat das Land im vergangenen Jahr Fortschritte gemacht. Deutschland ist bei der Festnetzbreitbandnutzung und den diesbezüglichen Preisen gut aufgestellt. Die digitale Kluft zwischen Stadt und Land bezüglich der Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen ist jedoch nach wie vor offensichtlich[…]. Der Anteil der Glasfaseranschlüsse ist sehr niedrig (nur 2 %), sodass Deutschland hinter einigen EU-Mitgliedstaaten zurückliegt. Wegen der Konzentration des etablierten Betreibers auf die Vectoring-Technik könnte sich die Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsverbindungen noch weiter verzögern.“
(Quelle: Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) 2018, Länderbericht Deutschland)

Schlichtes Zahlenwerk illustriert den Unterschied beispielsweise zum zweitplatzierten Schweden: Hier verfügen 100 Prozent der Haushalte über eine 4G-Netzabdeckung und zwei Drittel der Haushalte über einen Breitbandanschluss von 30 Mbit/s. In Deutschland lauten die entsprechenden Werte 86 Prozent und ein Drittel.

Kommentar abgeben

Bitte geben Sie einen Namen ein.

Bitte geben Sie einen Kommentar ein.

Informationen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten.