Elektrisch auf Achse: E-Mobilität in den Kommunen

Elektromobilität
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Gunnar Schneider und Helen Säuberlich vom ENSO-Kommunalvertrieb sind für ihre Dienstreisen in den Kommunen nur noch im Elektroauto unterwegs.

Lommatzsch, Glashütte, Sohland, Dohna, Rietschen und Elstra – diese Städte haben allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres eine elektromobile Entscheidung getroffen. Manche davon zum ersten Mal, manche mussten ihren Entschluss „nur“ erneuern – dazu später mehr.

Über 200 Kilometer Wegstreckte trennen die Gemeinden voneinander, doch ihre geografische Lage gibt eine gute Vorstellung des ENSO-Netzgebietes: Während Lommatzsch die am westlichsten gelegene Gemeinde ist, bildet Glashütte fast den südlichsten Punkt (nur Altenberg ist an der Grenze zu Tschechien südlicher), Rietschen befindet sich im nordöstlichen Teil der Oberlausitz. Die Wege ziehen sich, doch Gunnar Schneider kennt sie bestens.

„Elektromobilität rückt für Kommunen immer mehr in den Fokus“

Kommunalvertriebsleiter Gunnar Schneider demonstriert dem Dohnaer Bürgermeister Dr. Ralf Müller und Matthias Mennicke (v.l.n.r.), ENSO NETZ-Regionalbereichsleiter von Heidenau, die Vorteile der ENSO-Ladekarte.

Der 50-jährige Diplomkaufmann ist bei ENSO seit gut fünf Jahren als Leiter des ENSO-Kommunalvertriebs auf Achse. Diese Abteilung ist für die Kommunen im ENSO-Netzgebiet direkter Ansprechpartner bei allen Themen rund um Energieversorgung und Dienstleistungen – und somit häufig vor Ort in den Rathäusern der Region unterwegs. Doch nicht nur die klassischen Fragen zu Strom, Erdgas, Wärme und Telekommunikation sind hier in guten Händen: „Auch das Thema Elektromobilität rückt für Kommunen immer mehr in den Fokus. Seit ENSO vor einigen Jahren mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos begann, erhalten wir immer wieder Anfragen von Kommunen zu unseren Angeboten als regionaler Dienstleister. Im Jahr 2016 haben wir daher das Programm ‚Elektromobilität in Kommunen und kommunalen Unternehmen‘ geschaffen“, erläutert Gunnar Schneider eines der zentralen Elektromobilitätsangebote des Kommunalvertriebs.

Das Konzept funktioniert so: Die Kommune schließt einen Vertrag mit ENSO und erhält für einen bestimmten Zeitraum ein Elektrofahrzeug zur freien Verfügung. Der Zeitraum kann sich dabei von zwei Wochen bis zu zwei Jahren strecken. „Das schneiden wir auf die individuellen Bedürfnisse der Kommune oder des kommunalen Unternehmens zu“, ergänzt der von E-Mobilität begeisterte Kaufmann. „Bisher haben über 50 Städte und Gemeinden, beziehungsweise Einrichtungen unser Angebot genutzt – und es kommen immer neue hinzu.“

Elstra und Dohna sind fit für die Zukunft der Elektromobilität

Elstras Bürgermeister Frank Wachholz freut sich über das neue E-Fahrzeug der Gemeinde, das ihm Gunnar Schneider und der Bautzner Regionalbereichsleiter Detlef Marko (v.l.n.r.) für vorerst zwei Jahre übergeben haben.

So zum Beispiel im beschaulichen Elstra, wenige Kilometer südlich von Kamenz gelegen. Ende April nahm Bürgermeister Frank Wachholz einen nagelneuen VW e-Golf entgegen und drehte gemeinsam mit Gunnar Schneider und ENSO NETZ-Regionalbereichsleiter Detlef Marko eine Testrunde über den Marktplatz. Spätestens im Herbst dieses Jahres soll am Markt auch eine entsprechende Ladesäule entstehen. Bürgermeister Wachholz sieht seine Gemeinde somit für die Anfangszeit der E-Mobilität gerüstet und ist gespannt auf die zweijährige Testphase.

In Dohna hat Bürgermeister Dr. Ralf Müller diese bereits hinter sich – und ist inzwischen überzeugt vom Nutzen für seine Kommune. Anfang April verlängerte die Stadt Dohna den Vertrag mit ENSO und tauschte „Alt gegen Neu“. Auch in Dohna rollt künftig ein weißer e-Golf mit eigenem Stadtlogo durch die Straßen der Gemeinde. Der zuvor in Dohna genutzte Citroen C-Zero wird nun in den ENSO-Fuhrpark aufgenommen, der bereits über 40 Elektrofahrzeuge zählt.

Auch der ENSO-Kommunalvertrieb ist elektrisch unterwegs

Gunnar Schneider freut diese Entwicklung, sie erfüllt ihn sogar mit einem Funken Stolz. Denn seit Beginn des Jahres gehen er und seine Kolleginnen Helen Säuberlich und Lisa Tröger mit gutem Beispiel in Sachen Elektromobilität voran: Sie sind für ihre Termine in der Region inzwischen nur noch elektrisch unterwegs. „Wir reden nicht nur über E-Mobility, sondern präsentieren sie den Menschen vor Ort. Denn natürlich herrscht hier und da noch Skepsis. Die Fragen nach der Reichweite oder den komplizierten Ladevorgängen kommen immer wieder – und wir wollen zeigen, dass Elektromobilität nicht nur Zukunftsmusik und wünschenswert ist, sondern bereits jetzt greifbar, erlebbar und vor allem auch umsetzbar“, so Gunnar Schneider.

„Die drei Bezahlmodelle StromTicket, eRoaming und e-Charging sind inzwischen gängig und leicht mit dem Handy oder einer Ladekarte nutzbar. Und mit einer praxistauglichen Reichweite von über 200 Kilometern wie beim e-Golf, sind die bisherigen Ängste, kaum den Autofahrer-Alltag zu überstehen, mittlerweile unbegründet. Und mit inzwischen 24 ENSO-Ladestationen im ostsächsischen Raum findet auch jeder einen Ladepunkt in seiner Nähe. Ostsachsen macht sich fit für die Zukunft der Elektromobilität“, findet Gunnar Schneider.

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