Wer bringt eigentlich das Internet in unsere Haushalte?

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Glasfasernetz für Großenhain: Christoph Enderlein plant den Ausbau für das schnelle Internet.

Ein Blick hinter die Kulissen der Netzplanung mit ENSO NETZ-Projektleiter Christoph Enderlein bringt Antworten  

ENSO NETZ kümmert sich um die Infrastruktur für schnelles Internet in Großenhain. Aktuell sind bereits 93 Prozent der Stadt angeschlossen, nun folgen schrittweise die anderen Ortsteile. Mitverantwortlich für die Planung ist der 30-jährige Christoph Enderlein.

Nach seinem Elektrotechnikstudium an der Hochschule Zittau/Görlitz begann er 2012 als Trainee bei ENSO NETZ im Regionalbereich Großenhain. Nach dem zweijährigen Programm setzte er seine Aufgaben als Netzplaner fort und leitete das Pilotprojekt Breitbandausbau in Großenhain. Gemeinsam mit seinem Team plante er den Aufbau des 13,7 Kilometer langen Glasfasernetzes in der Röderstadt.

Ich durfte Herrn Enderlein einen Arbeitstag lang begleiten und einen Blick hinter die Kulissen der Netzplanung werfen.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Der morgendliche Arbeitsalltag beginnt mit einem kurzen Blick in den Kalender und das E-Mail-Postfach. Nachdem ich mir einen Überblick über die anstehenden Aufgaben geschafft habe, kann ich mit deren Bearbeitung beginnen.

Zu den alltäglichen Tätigkeiten gehören elektrische Berechnungen von Netzanschlüssen, die im Zuge von Erweiterungsmaßnahmen im Bereich von Gewerbe und Wohnungsbau immer wieder bei uns eingehen. Außerdem treffen wir Kollegen uns regelmäßig zu Bauberatungen, um den reibungslosen Ablauf auf den Baustellen sicherzustellen. Hierbei gilt es, in kurzer Zeit Lösungen für Probleme zu finden, zum Beispiel wenn unbekannte Leitungsanlagen den Bauraum versperren oder wir im Zuge des Tiefbaus auf Felsen und Wasser stoßen.

Ein weiterer Punkt ist die Erstellung von Bauplänen. Für diese technischen Zeichnungen nutzen wir eine sogenannte CAD-Software (zu Deutsch rechnerunterstütztes Konstruieren). Dabei spielt es keine Rolle ob ein Grabenprofil für den geplanten Leitungsgraben, ein Übersichtsschaltbild für eine Transformatorenstation oder ein Trassenplan für die geplante Verlegung der Leitungen gezeichnet werden muss.

Was sind Ihre aktuellen Aufgabenschwerpunkte?

Aktuell arbeite ich als Projektleiter Tiefbau an der geförderten Breitbanderschließung der Großenhainer Ortsteile. Dabei bin ich jede Bauphase involviert, von der Plangenehmigung über die Bauausführung bis hin zur Abrechnung und Dokumentation der erbrachten Leistungen.

Im Zuge dessen leite ich ein Team von drei Planern und drei Baubegleitern, welche die einzelnen Planungs- und Bautätigkeiten in den 17 Ortsteilen umsetzen.

Wie funktioniert eigentlich die Planung des Glasfasernetzes? Welchen Herausforderungen müssen Sie und Ihre Kollegen sich dabei stellen?

Gemeinsam mit seinem Team plante Christoph Enderlein den Ausbau des insgesamt 13,7 Kilometer langen Glasfasernetzes. Beim Karrieretag am 29. Juni in Großenhain können Sie ihn kennenlernen.

Alles beginnt mit einem Grobentwurf des Zielnetzes, den die Fachkollegen im Bereich Kommunikationsinfrastrukturen entwickeln. Auf dieser Grundlage begehen wir die potenziellen Trassen vor Ort und überprüfen, ob eine Leitungsverlegung in den entsprechenden Bereichen möglich ist.

Anschließend führen wir die Genehmigungsplanung durch, bei der wir sowohl Grundstückseigentümer als auch die Träger öffentlicher Belange konsultieren.

Die größten Herausforderungen der Planungsarbeit liegen im Bereich Trassengenehmigung. Hierbei sind die zahlreichen Anforderungen der Beteiligten zu beachten und ein Trassenvorschlag zu erstellen, der den Interessen aller am nächsten kommt. Sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen, erfolgt die Kalkulation und Beauftragung der Tiefbau- und Montageleistungen.

Außerdem ist die Querung eines Gewässers oder einer Eisenbahnlinie immer eine Herausforderung, da von diesen Querungen auch maßgeblich die zu- und abführenden Leitungswege abhängen.

Was zeichnet die Arbeit bei ENSO NETZ aus?

Der große Vorteil bei der Arbeit ist die Abwechslung im Berufsalltag. So werden wir immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert und arbeiten in aller Regel sehr kurzfristig an entsprechenden Lösungen. Im Gegensatz zu bekannten Großbauprojekten sind die Terminschienen im Bereich des Leitungsbaus wesentlich enger gefasst. Dies zeigt sich darin, dass die meisten Projekte von der ursprünglichen Aufgabenstellung bis hin zur fertigen Übergabe der Anlagen einen Realisierungszeitraum von unter einem Jahr haben.

Auch die Arbeitskultur bei ENSO NETZ ist super. Ich arbeite in einem tollen Team, mit Kollegen auf die ich mich immer verlassen kann.

Im Bereich Kommunikationstechnik und -infrastruktur haben wir allerhand zu tun, daher suchen wir immer wieder nach neuen motivierten Kollegen, die uns bei der Planung, Koordination und Umsetzung des Netzbaus unterstützen können. Ganz egal ob Trainee, Monteur oder Ingenieur, bei uns gibt es für jede Erfahrungsstufe passende und spannende Aufgaben.

Hier finden Sie unsere aktuellen Stellenangebote zum Tätigkeitsbereich „Breitband“.

Bildmaterial: Lutz Weidler

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