ENSO macht e-mobil – Teil 1: Ladesäulen finden

Elektromobilität
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Wer in Deutschland ein Elektrofahrzeug fährt, kann unterwegs an rund 18.000 öffentlichen Ladepunkten Strom tanken. Über drei Viertel davon betreiben Energieunternehmen, die sich zunehmend auch als Dienstleister für Elektromobilität verstehen. Die Zukunft fährt elektrisch. Und ENSO bereitet der E-Mobilität den Weg – egal, ob mit öffentlicher oder privater Ladetechnik. Dazu beantworten wir in einer kurzen Serie die drei zentralen Fragen, die am „Anfang der Elektromobilität“ stehen. Heute geht’s los mit Frage 1:

Wie finde ich eine Ladestation in meiner Nähe?

Aktionstag Elektromobilität: Am 6. und 7. September rücken der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und seine Mitgliedsunternehmen das Engagement der Branche in den Fokus.

Elektromobilität gewinnt auch in Ostsachsen immer mehr an Schwung. In den letzten drei Jahren installierte ENSO das Gros der Ladesäulen im Netzgebiet zwischen Elbland, Osterzgebirge und Neiße – und die Anzahl wächst beständig. Bis Ende des Jahres sollen es rund 30 Ladestationen sein. Die ungefähr 90 Ladepunkte – in der Regel haben Ladesäulen mehrere Ladepunkte – finden sich inzwischen auf einfachstem Wege: Verschiedene Online-Plattformen machen es möglich, Ladestationen direkt am Computer oder praktischerweise auch mobil auf dem Smartphone anzuzeigen. Das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur (BNetzA) bietet eine meist monatsaktuelle Übersicht. Andere Angebote gehen sogar noch weiter: Apps wie „e-Charging“ oder auch das ENSO-StromTicket (www.stromticket.de) zeigen in einer interaktiven Kartendarstellung an, welche Ladestation gerade frei ist und wo Sie am günstigsten auftanken können.

Dabei zu bedenken: Nicht jede Ladestation ist jederzeit ohne Weiteres nutzbar. Öffentliche Ladepunkte sind aber in der Regel  24 Stunden rund um die Uhr zugänglich, sie finden sich zum Beispiel auf öffentlichen Parkplätzen einer Kommune wie etwa an einigen Rathäusern oder Verwaltungszentren. Doch auch hier ist es besser, etwaige eingeschränkte Betriebszeiten vorher zum Beispiel via App zu prüfen. Dies empfiehlt sich ebenfalls bei sogenannten teilöffentlichen Ladestationen. Diese sind im privat bewirtschafteten Raum zu finden und begrenzt öffentlich nutzbar– so etwa in Parkhäusern, an Einkaufszentren oder Tank- und Raststätten. Hier gelten oft eingeschränkte Betriebszeiten oder Nutzungsbedingungen, Nutzer sollten sich daher im Vorfeld darüber informieren.

Wie klappt es am besten, eine öffentliche ENSO-Ladestation zu finden? Die Antwort findet sich im Video:

Kommentare

  1. Zum Thema Elektromobilität, welches ihr so positiv hervorhebt, stellen sich doch folgende Fragen. 18.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland bei ca. 64 Millionen Kraftfahrzeugen ist einfach lächerlich. In Deutschland kommen auf 1000 Einwohner 692 Kraftfahrzeuge. Da kann kann sich jede Gemeinde oder Stadt mal ausrechnen, was auf sie zukommt. Wenn in meiner Nachbarschaft 10 Familien einen Tesla kaufen, wo kommt dann der Strom für die 10 z. B. 80 kW Schnell-Ladesäulen her? Unser Hausanschluss ist mit 36 A abgesichert. Wer rechnen kann weiss, dass das schon bei einer Ladesäule nicht funktioniert. Und dazu muss man nicht Elektrotechnik studiert haben. Also von da sicher nicht. Die Versorgungsleitungen liegen im Erdreich. 10 x 80 kW sind 800 kW. Wachsen die Erdkabel da einfach mit? Und was machen die vielen Bewohner von Wohnblock’s in den Städten? Das sind dann nicht nur 10 Ladesäulen. Unsere politische Führung will ja, dass alle Einwohner ein Elektroauto fahren. Ich denke von schönen Worten, tollen Parolen und Absichtserklärungen lösen sich diese echten Probleme nicht. Ach und was ich noch vergessen habe, die Kohlekraftwerke gibt es ja bald auch nicht mehr. Mehr Strom verbrauchen und weniger erzeugen, tolle Idee. Ist euch der Blödsinn schon mal aufgefallen. Aber man kann ja Strom von polnischen oder tschechischen Kohlekraftwerken kaufen. Die haben ja Bestand und sind ökologisch. Das Problem der Versogungsleitungen ist damit aber auch noch nicht gelöst. Ja und der Solarstrom, mit dem ist so eine Sache, den gibt es ja am Abend wenn die Autos geladen werden sollen auch nicht. Bitte beantwortet meine Fragen! (Ich bin sehr gespannt ob mein Beitrag öffentlich erscheint. Das wäre demokratisch, aber damit hapert’s ja auch ganz gewaltig).

    1. Hallo Herr Augustin,

      vielen Dank für Ihren Kommentar, auf den wir gern eingehen. Der Vergleich von 18.000 Ladepunkten in Relation zu allen Kraftfahrzeugen muss aber etwas differenziert werden. Denn die Anzahl der Ladepunkte zeigt zum einen einen IST-Zustand, der sich beständig erhöht – auch ENSO will die Anzahl der Ladepunkte im Netzgebiet signifikant ausbauen. Zum anderen sind Ladepunkte rein im Kontext der zugelassenen E-Fahrzeuge zu sehen. Aktuell beträgt das Verhältnis 10:1 (E-Fahrzeuge : öffentliche Ladepunkte). Diese Quote wird auch von der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) als ausreichend betrachtet.

      Der Großteil (über 75 Prozent) der Ladevorgänge findet zudem nicht im öffentlichen Raum, sondern zu Hause oder auf Arbeit stattfinden. Viele PKW-Besitzer in Deutschland haben bereits heute die Möglichkeit, auf dem eigenen Grundstück oder z.B. in Tiefgaragen zu Hause zu laden – perspektivisch wird diese Zahl weiter wachsen. Auch immer mehr Arbeitgeber ermöglichen Mitarbeitern das Laden auf Arbeit. Das öffentliche Laden ist also „nur“ eine von mehreren Lademöglichkeiten. Reden wir über privates Laden bzw. Laden auf Arbeit, bedeutet dies sogenanntes „Fixpunktladen“ – auf Arbeit tagsüber, zuhause in der Nacht, jeweils verteilt über mehrere Stunden. Dazu sind zwischen 3,7 kW und 11 kW Ladeleistung ausreichend.
      Sollte in den nächsten Jahren der „Meilenstein“ von einer Million E-Fahrzeugen in Deutschland erreicht sein, bedeutet das 0,5 Prozent des deutschen Energiebedarfs – eine Aufgabe, denen die Energieversorger gewachsen sind. Selbst bei den sogenannten Schnellladesäulen (50 – 150 kW) ist es geregelt: Dort erfolgt der Anschluss normalerweise über eine Umspannstation, sodass ausreichend Netzkapazitäten bereitstehen. Diese Schnelllader sind jedoch nicht für das Laden zuhause gedacht, sondern stehen i.d.R. nur an Autobahnen oder sonstigen Verkehrsknotenpunkten.

      Fakt ist: Energie- und Mobilitätswende werden ein wichtiger Teil der Zukunft sein. Auch die Energieversorger befinden sich hier in einer Transformationsphase, die geprägt ist von rasantem technologischem Fortschritt. Daher ist auch für ENSO der richtige Energiemix ein entscheidendes Thema. Windenergie ist i.d.R. in der Nacht ertragreicher als am Tag und ergänzt sich so mit dem Solarstrom am Tage – zudem sind neuere Windkraftanlagen immer besser in der Lage, den Strom zu vergleichmäßigen. Generell sind die schrittweise Dekarbonisierung und der Umstieg auf Erneuerbare Energien freilich ein komplexes Thema, das nicht „im Vorbeiflug“ gemeistert oder in der Kommentarspalte des Blogs erschöpfend diskutiert werden kann. Sehr gern bieten wir Ihnen daher einen persönlichen Austausch mit unseren Fachexperten an.

      Sind Sie interessiert? Schreiben Sie uns einfach eine Mail an blog@enso.de

  2. Wenn die Ladepunkte nur im Kontext mit den derzeit zugelassenen Fahrzeugen stehen ist das reine Augenwischerei. In vielen Autohäusern stehen die E-Autos und werden kaum verkauft. Warum ist das wohl so. Nicht nur der Preis spielt hier eine Rolle, nein auch die Frage des Ladens. Wenn es so käme, wie es von der Politik gewollt ist und die Bürger E-Autos kaufen würden, dann könnte es ja einen sprunghaften Anstieg von Zulassungen solcher Fahrzeuge geben und dann würde die Schönfärberei mit dem „im Kontext mit den zugelassenen Fahrzeugen“ schon platzen. Und wenn die Bürger ihre Autos zu Hause aufladen, wie sie vorschlagen, wird es nicht besser. Nehmen wir doch mal an, morgen kaufen ganz viele Leute E-Autos. Morgen Abend wollen dann alle ihre Autos aufladen. In einem „Neubaublock“ mit fünf Aufgängen und jeweils 8 Familien mit jeweils 2 Autos sind das in der Summe 80 Autos. Je Auto 11 kW Ladeleistung, wie sie ja vorgeben, ist dann eine Gesamteistung von 880 kW. Da wollen sie mir doch nicht erzählen, dass die vorhandene Energieversorgung in dem „Neubaublock“ diese Leistung bereitstellen kann. Die Kabelquerschnitte lassen sich ja ohne Neuinstallation nicht verändern. Der Gleichzeitigkeitsfaktor ist in diesem Falle 1. Da wir ja von kW sprechen, gehe ich mal von Wirkleistung aus. Dann gilt
    I = P / (1,73 x U x cos phi9). Lassen wir den cos phi mal weg. Nehmen sie mal den Taschenrechner und tippen die Werte ein. Das sind dann ca. 1270 A die da eingespeist werden müssten. Da ist das grosse Staunen angesagt. Und die vielen Verlängerungsschnuren … aus jeder Etage …
    Wenn wir den Flugverkehr genauso im Kontext mit den vorhandenen Flugzeugen betrachten würden, dann müssten wir jetzt nach Amerika schwimmen. Wie jedes Flugzeug einen Flughafen zum starten und landen braucht, ist für jedes E-Auto auch erstmal eine Lademöglichkeit erforderlich. Ohne Startbahn kein Flug und ohne geladene Batterie kann auch nicht gefahren werden. Es müssen immer erst die Vorrausetzungen für Neuerungen geschaffen werden, bevor man sie einführt.
    Das Beispiel mit dem „Neubaublock“ ist natürlich konstruiert, aber in einem Wohngebiet steht nicht nur ein solcher Block, da stehen viele. Die Situation der Energieversorgung wird damit nicht besser sondern noch ungünstiger. Ich frage mich immer öfter, wer trifft hier die Entscheidungen und wer formuliert die fadenscheinigen Begründungen (eigentlich sind es ja nur Ausreden). Sind das Ingenieure? Schön reden verändert nichts. Die Realität beachten und konstruktiv planen um das Ziel zu erreichen ist der richtige Weg. Statistische Werte, wie sie sie anführen, bringen nichts vorwärts sondern verschleiern nur.
    Und die Schnelllader an Autobahnen, ok. An einer Autobahntankstelle stehen jetzt wenigstens zwei Tanksäulen in mindestens 3 Reihen nebeneinander. In der Regel sind es mehr. Das Volltanken dauert nicht einmal 5 Minuten. Wenn die gleiche Struktur für die E-Lade Säulen beibehalten wird, sind das 6 mal 150 kW, also 900 kW. Wo ist die Umspannstation mit dem „fetten“ Kabel?
    Die Vollladung eines Tesla S dauert ca. 75 Minuten. Da ist nichts mehr mit in 5 Minuten voll tanken und weiter. Das nächste Problem, vor mir stehen noch drei weitere Fahrzeuge an der Ladesäule, wie jetzt auch an der Tanksäule. Wenn alle vor mir auch noch viele km vor sich haben und voll laden wollen, dann sind 3 mal 75 Minuten ganz schön lange (3,75 Stunden). Also wir brauchen mehr Ladesäulen als bisher Tanksäulen um die Wartezeit in Grenzen zu halten. Das heisst, die 900 kW wie weiter oben genannt werden nicht ausreichen.
    Noch ein Nachtrag. Sie sagen, viele Arbeitgeber ermöglichen das Laden auf Arbeit. Ich habe in einer Firma mit 750 Mitarbeitern gearbeitet. Muss ich den Gedanken jetzt weiter führen …

    1. Hallo Herr Augustin,
      vielen Dank für Ihr großes Interesse am Thema. Einige der von Ihnen angesprochenen Punkte verdienen auf jeden Fall Beachtung und werden auch von unseren Fachleuten konstruktiv-kritisch begleitet. Andere Punkte wiederum sind etwas vielschichtiger, als von Ihnen dargestellt und bedürfen einer detaillierten fachlichen Einordnung. Gern gehen wir auf Ihre konkreten Fragen und Anregungen ein und wiederholen unser Angebot: Melden Sie sich mit einer Mail zum Ziel eines fachlichen Austauschs an uns – die Fachkollegen können sich dann in einem angemessenen Rahmen mit Ihrem Anliegen befassen.

      Sind Sie interessiert? Dann schreiben Sie uns einfach eine Mail an blog@enso.de

      Viele Grüße

  3. Die Ladesäule in Neukirch/Lausitz läßt den Ladewilligen ratlos zurück. Ich fahre einen Nissan Leaf Z1. Ohne ein Smartphone geht an der Ladesäule nichts; nicht jeder hat eines bzw. einen Vertrag für mobile Daten.
    An der Ladesäule gibt es keine Informationen, mit welchen Steckertypen geladen werden kann.
    In den seitlichen Bildschirmen kann man lediglich erkennen, dass mit Wechsel- und Gleichstrom
    geladen werden kann. Eine Bedienanleitung für das Laden fehlt; wahrscheinlich im QR-Code versteckt? Preisinformationen wie an Normaltankstellen: Fehlanzeige!
    Habe bei http://www.stromticket.de nachgesehen. Aufwändiger und unübersichtlicher geht es nicht, wobei man nur vage über mögliche Bezahl- und Preismöglichkeit informiert. So wird kein Normal-Autofahrer zum e-Auto überzeugt.
    Da ich auf dem Lande wohne, kann ich mein e-Auto zu Hause zum feststehenden Preis laden und bin nicht mehreren Unwägbarkeiten bzw. Überraschungen ausgesetzt. Ich wollte nur mal sehen, wie es e-Autofahrern geht, die auf Ladesäulen angewiesen sind.

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