Seit der Saison 2013/2014 unterstützt ENSO den Handballclub Rödertal e.V. – die Rödertalbienen (HCR), der 2009 gegründet wurde.

Der Handballclub Rödertal e.V. – die Rödertalbienen (HCR) – feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Von Anfang an hat HCR-Präsident Andreas Zschiedrich die Geschicke des Vereins mitgelenkt. Im Interview blickt er auf die vergangenen Jahre zurück – und macht Pläne für die Zukunft.

Herr Zschiedrich, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Vereinsbestehen! Wie haben Sie das Jubiläum gefeiert?

Vielen Dank! Unser Jubiläum haben wir am 24. August mit einem Fest vom Verein für den Verein und natürlich seinen Fans gefeiert. Dabei veranstalteten wir ein internationales Jugendturnier und danach das „Spiel der Legenden“, bei dem alle Spielerinnen der Mannschaft von 2009 gegen das aktuelle Bundesligateam antraten. So konnten die Zuschauer ihre Lieblinge von damals noch einmal auf dem Parkett sehen und mitfiebern. Wir haben diesen Tag für unsere Jubiläumsfeier gewählt, weil am 24. August 2009 die erste Mannschaft des HCR an den Start ging – damals noch als Spielgemeinschaft mit der Handballabteilung der TuS Weinböhla. Der offizielle Gründungstermin des Vereins ist jedoch der 1. April 2009, da ließen wir den Verein in das Vereinsregister eintragen.

Welche Ziele hatten Sie damals für den HCR?

Andreas Zschiedrich, HCR-Präsident seit Vereinsgründung im Jahr 2009.

Wir hatten uns auf die Fahnen geschrieben, in die 2. Bundesliga zu kommen. Im Jahr 2014 – also fünf Jahre nach Vereinsgründung – hatten wir dieses Ziel dank den Leistungen unserer Spielerinnen und dem Engagement der Trainer und Helfer erreicht. Vor zwei Jahren schafften wir es sogar kurzzeitig in die 1. Bundesliga – eine Erfahrung, aus der wir viel gelernt haben. Wir sind stolz darauf, was wir in relativ kurzer Zeit alles geschafft haben. Gleichzeitig wissen wir, dass nur ein funktionierender Verein erfolgreich sein kann. Großer Dank gilt deshalb auch den zahlreichen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die im Hintergrund arbeiten und viel Zeit und Kraft investieren – und natürlich auch unseren Sponsoren wie ENSO, die uns unterstützen.

Sie begleiten den HCR nun von Beginn an als Vereinspräsident. Wie kamen Sie damals zu den Rödertalbienen?

Ich bin schon seit Jahrzehnten ehrenamtlich im Sportbereich aktiv. Mit Mitte Zwanzig begann ich mich hinter den Kulissen des Handballs zu engagieren. So trainierte ich beispielsweise ab 1972 Handball auf Kreisebene, später bildete ich an der Sportschule Greiz Trainer und Übungsleiter aus. 1990 gehörte ich zu den Gründungsmitgliedern des Handball-Verbands Sachsen und bin stellvertretender Vorsitzender der Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen (HBV-F).

Durch diese langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bin ich gut vernetzt. Als die Pläne entstanden, den HCR zu gründen, wurde ich gefragt, ob ich nicht Vereinspräsident werden wolle. Und ich wollte! Für mich ist ein aktives Vereinsleben immer auch ein Beitrag zur Lebensqualität der Bewohner vor Ort.

Wie entdeckten Sie Ihre Leidenschaft für den Handballsport?

Im Grunde fing alles beim Kleinkinderturnen an – da entdeckte ich schon mit 4 Jahren meine Leidenschaft für Sport und wollte bald Teil einer Mannschaftssportart sein. Denn Teamgeist ist mir wichtig. Da kam Handball gerade recht. Ein Höhepunkt in meiner sportlichen Laufbahn war 1978 der Gewinn der Silbermedaille mit der Bezirksauswahl Dresden als Trainer bei der DDR-Spartakiade. Bis Ende der 90er Jahre war ich aktiv und spielte sogar bei meinem Heimatverein TSG Bretnig-Hauswalde gemeinsam mit meinem damals fast 20-jährigen Sohn in einer Mannschaft.

Welche Ziele streben Sie für die Saison 2019/2020 an?

Die Zwillinge Saskia und Ronja Nühse (rechts im Bild) verstärken den Kader des Zweitligisten in der neuen Saison.

Das Ziel der Rödertalbienen ist ein Platz im Vorderfeld der 2. Bundesliga. In der neuen Saison verstärken Ann-Catrin Höbbel, Saskia und Ronja Nühse, Kristina Neubergova und Pavlina Novotná die 1. Damenmannschaft. Mit Linda Zöge und Isabel Wolff stoßen auch Nachwuchsspielerinnen aus den eigenen Reihen zum Kader. Wir wollen unserem Publikum attraktive Handballkost bieten und mit ihm möglichst viele Siege feiern. Abgesehen davon haben wir uns im Verein natürlich auch weitere Ziele gesteckt. So wollen wir den Nachwuchs aus den eigenen Reihen fördern, indem wir als Verein die Voraussetzungen dafür schaffen.

Welchen Voraussetzungen streben Sie an?

Unsere A-Jugend unter den Trainern Steffen Wohlrab und Mirko Schulz spielt in der Jugendbundesliga. Gezielt entwickeln wir die Talente weiter. Einmal pro Woche trainiert der Nachwuchs gemeinsam mit dem Bundesligateam – denn die erfolgreichen „großen“ Spielerinnen haben für den Nachwuchs Vorbildcharakter. Besonders talentierte Spielerinnen erhalten ein wöchentliches Extratraining. Unsere jungen Talente kommen hauptsächlich aus Großröhrsdorf und dem Umland, aus Radeberg, Hoyerswerda, Görlitz oder Heidenau. Wir wollen den Einzugsbereich aber noch erweitern. Aus diesem Grund schwebt uns eine Art Sport-WG vor, in der wir handballverrückten und ehrgeizigen jungen Mädchen die Voraussetzungen bieten, damit sie Sport, Schule und berufliche Ausbildung unter einen Hut bekommen können. Unsere Vision ist es, hier in Großröhrsdorf ein Leistungszentrum für leistungsorientierte Handballspielerinnen aufzubauen.

Vielen Dank für das spannende Interview!

Anfeuern und mitfiebern

Zu diesen Heimspielen treten die Rödertalbienen in diesem Jahr jeweils um 17.30 Uhr in Großröhrsdorf an:

  • 14.09.2019 gegen TG Nürtingen,
  • 28.09.2019 gegen HC Leipzig,
  • 26.10.2019 gegen SG 09 Kirchhof,
  • 16.11.2019 gegen TSV Nord Harrislee und am
  • 07.12.2019 gegen SV Werder Bremen.

Spielstätte ist die Sporthalle am Schulzentrum, Melanchthonstraße 27, in Großröhrsdorf.

Eintrittskarten sind an den Vorverkaufsstellen in Radeberg, Großröhrsdorf, Pulsnitz und Dresden sowie im Internet beim Online-Ticketservice etix.com erhältlich.

Mehr zu den Terminen unter: www.roedertalbienen.de

Fotos: Weidler, Killig