Mit einigen Tipps und Tricks lassen sich die jährlichen Stromkosten in der Küche um 70 Euro verringern. Was Sie im Umgang mit Kühlschrank, Wasserkocher und Co. beachten sollten, zeige ich Ihnen mit folgenden fünf Energiespartipps:

Einfrieren

Ein Blick in Ihr Gefrierfach erinnert Sie an die Antarktis? Setzen Sie der Eiszeit in Ihrer Küche ein Ende! Vereiste Flächen rauben Lebensmitteln nicht nur Platz, sondern lassen auch den Stromverbrauch Ihres Gerätes steigen. Bei einer fünf Millimeter dicken Eisschicht verbraucht ein Gerät der Effizienzklasse A+++ rund 30 Prozent mehr Energie. Tauen Sie Ihren Gefrierschrank deshalb mindestens zwei Mal im Jahr ab.

Vorheizen

Bei Soufflé, Brandteig, Biskuitteig, Fleisch oder Fisch lautet die Devise: vorheizen. Immer dann, wenn die Oberfläche schön kross werden soll und Gerichte in kurzer Zeit bei hohen Temperaturen zubereitet werden. Räumen Sie den Backofen dafür komplett aus. Denn was nicht mit erhitzt wird, verbraucht auch keine Energie. Bei Speisen wie Auflauf, Pizza oder Kuchen können Sie getrost auf das Vorheizen verzichten. Die Garzeiten unterscheiden sich dann zwar je nach Backofen oder weichen vom Rezept ab. Dafür wird die Energie des Backofens sinnvoller genutzt.

Wasser kochen

In jedem zweiten Haushalt Deutschlands steht ein Wasserkocher. Zu Recht! Das Gerät ist schnell, praktisch und spart – richtig eingesetzt – Strom. Vor allem bei kleineren Mengen Wasser, zum Beispiel für eine Tasse Tee, empfiehlt sich der Wasserkocher anstelle des Herdes. Bis zu einer Menge von etwa 1,5 Litern bleibt er die effizienteste Wahl. Um größere Mengen Wasser fürs Kochen zu erwärmen, greifen Sie besser gleich zum Topf. Nudelwasser erst im Wasserkocher und dann im Topf zu erhitzen, kostet doppelt Energie.

Spülen

Eine reich gedeckte Tafel, den Gästen hat’s geschmeckt, doch dann: der Abwaschberg. Nur vier Prozent der Deutschen spülen gerne. Macht nichts! Lassen Sie das schmutzige Geschirr guten Gewissens einfach in der Spülmaschine verschwinden. Das ist nicht nur praktischer, sondern spart auch Zeit und Energie. Denn bei gleicher Geschirrmenge verbraucht ein moderner Geschirrspüler im Schnitt 28 Prozent weniger Strom als der Handabwasch. Grundsätzlich gilt: Je voller die Maschine, desto größer die Energieersparnis. Gröbere Essensreste einfach abschaben, den Rest übernimmt der Spülautomat. Vorspülen unterm Wasserhahn verschwendet Wasser und Energie.

Kühlen

Lebensmittel bestehen zu einem Großteil aus Wasser, das die Kälte besser als Luft im Kühlschrank speichert. Brokkoli, Käse oder Joghurt werden im Kühlschrank deshalb zu Kühl-Akkus. Wer warme Speisen nach dem Kochen in den Kühlschrank stellt, verschwendet Energie: Der Kühlschrank muss seinen Inhalt auf sieben Grad herunterkühlen. Häufiges Türöffnen kostet am meisten Energie. Herrscht dann auch noch gähnende Leere im Innern, erwärmt sich die Luft im Kühlschrank sehr viel schneller. Fazit: Ist der Kühlschrank auf Dauer prall gefüllt, verbraucht er weniger Strom. Doch mehr als fünf Euro im Jahr lassen sich dadurch nicht sparen.

Lesen Sie weitere praktische Tipps in unserer Rubrik Spartipps.