Pendeln mit Stromern: Die BÄKO fährt elektrisch

Elektromobilität
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Wie bewähren sich Elektroautos im Alltag? 28 Mitarbeiter*innen der BÄKO Ost eG haben das mit Unterstützung von ENSO mehrere Wochen lang getestet.

Als Einkauf-Genossenschaft für Bäckereibedarf unterstützt die BÄKO Ost eG Bäcker, Konditoren und Pfefferküchler in ihrem täglichen Handwerk. Darüber hinaus begleitet sie sie auch bei Zukunftsthemen. „Weil wir eine Vorreiter- und Beraterrolle für unsere Mitglieder einnehmen wollen“, sagt Vorstand Dr. Daniel Linke. ENSO verfügt in Sachen Elektromobilität über jede Menge Erfahrung, was den Ausbau von Ladeinfrastruktur oder die Elektrifizierung von Fuhrparks angeht. „Der richtige Partner, um Berührungsängste und Vorurteile abzubauen“, findet er.

Ob und wie Elektrofahrzeuge in der Region Ostsachsen sinnvoll eingesetzt werden können – damit beschäftigt sich der regionale Energiedienstleister schon lange. Mehr und mehr emissionsfreie Flitzer gehören zu seinem Fuhrpark. Darüber hinaus baut er die Ladeinfrastruktur zwischen Osterzgebirge, Elbland und Neiße systematisch aus.

Damit auch andere Erfahrungen mit den Stromern sammeln können, stellt ENSO ihnen Fahrzeuge für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Landkreise, Kommunen, Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen kamen schon in den Genuss solcher Probefahrten. Nun prüften BÄKO-Ost-Mitarbeiter*innen gemeinsam mit dem Partnerunternehmen acht Wochen lang zwei Elektroautos auf Herz und Nieren.

Für einen ausgiebigen Test stellte ENSO der Genossenschaft einen BMW i3 und einen VW e-Golf jeweils vier Wochen lang zur Verfügung. 28 Mitarbeiter*innen nutzten die Gelegenheit und nahmen in den E-Flitzern Platz. Sie legten vor allem ihren Arbeitsweg von und nach Groitzsch – einem Ortsteil von Klipphausen im Landkreis Meißen – zurück, wo die BÄKO Ost eG ihren Sitz hat. Jeder sollte persönlich herausfinden, wie sich Elektromobilität anfühlt, wie Elektroautos bedient und geladen werden.

Noch besteht der Fuhrpark der Einkauf-Genossenschaft aus Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben. Doch das könnte sich schon bald ändern.

Blick ins Lager: Als Großhändler versorgt die BÄKO Ost eG Unternehmen in Sachsen und Brandenburg mit Mehl und anderen Zutaten.

Aktionsradius reicht aus

„Gemeinsam haben wir einen Fragebogen entworfen, um Eindrücke und Erkenntnisse über Alltagstauglichkeit, Einsatzzweck und Fahrerlebnis zu sammeln“, erläutert Kerstin Beck, die bei ENSO für die Kommunikation mit Geschäftskunden zuständig ist. Die Rückmeldungen fielen erfreulich gut aus. So ergab die Auswertung, dass 39 Prozent der Tester*innen in den kommenden zwei Jahren privat in elektrisch angetriebene Fahrzeuge investieren würden – in E-Bikes oder Elektroautos. Die Nutzer hoben die geräuscharme und dynamische Art der Fortbewegung hervor. Der Aktionsradius der Fahrzeuge sei für den Arbeitsweg ausreichend. Da die Autos über Nacht aufgeladen wurden, zerstreuten sich die Befürchtungen im Hinblick auf leere Akkus und lange Ladezeiten tagsüber schnell. „Nun können die BÄKO- Ost-Berater*innen auf Augenhöhe und aus eigener Erfahrung mit ihren Kunden über Elektromobilität sprechen“, hebt Kerstin Beck einen weiteren Pluspunkt hervor.

Einsatzzweck entscheidend

„Die Frage, ob sich E-Autos für Bäckereien lohnen, hängt vom Einsatzzweck ab. Filialen, bei denen die Verkäufer*innen regelmäßig zwischen den Standorten wechseln müssen, eignen sich prinzipiell für den Einsatz von Elektrofahrzeugen. Auch Lieferfahrten würden funktionieren, denn die Fahrstrecken liegen im Durchschnitt bei etwa 80 Kilometern pro Tag“, erklärt Vorstand Dr. Daniel Linke. Für die BÄKO Ost kämen E-Autos ebenfalls infrage, zum Beispiel für Kurierfahrten.

Mehr dazu auf umschalten.de, dem Elektromobilitäts-Portal für den sächsischen Mittelstand von ENSO und DREWAG und im umschalten-Video:

Die BÄKO Ost – Stütze des Handwerks

  • Als Großhändler ist die BÄKO Ost eG auf die Beschaffung von Backrohstoffen, Thekenzubehör und Ausstattungen für die Backstube spezialisiert.
  • Mit Beratungsangeboten unterstützt die Genossenschaft Handwerker*innen, zum Beispiel in Technikfragen, oder informiert über Markttrends. Auch Standortanalysen, Ladenbau und Energieverbrauchsoptimierungen für die Branche sind häufig Thema.
  • Über 7.000 Arbeitsplätze gibt es im Bäcker-, Konditoren- und Pfefferküchlerhandwerk in Sachsen und Brandenburg. Die Genossenschaft ist Partner von mehr als 170 Lieferanten.
  • www.baeko-ost.de

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