Technik erklärt: Trockenes Haar im Handumdrehen

Energie
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Querschnitt eines Haartrockners mit Ionentechnologie. Diese Spule in der Mitte erzeugt eine hohe Spannung und reichert die Luft mit Ionen an. Bildnachweis: trurnit GmbH – Ekkehard Winkler

Susi! Wer spricht da? Dein Föhn – mit Ionentechnologie!

Es kommt zwar nicht häufig vor, doch hin und wieder muss das Haar geföhnt werden. So auch in meiner Familie. Wenn Sie die Bilder von mir sehen, dann erahnen Sie sicher, dass ich den Föhn schon seit vielen Jahren nicht mehr benutze. Es sind eher die Mädchen im Haus und da wiederrum meine Tochter.

Der Föhn läuft aber nicht, weil es schnell gehen muss, sondern nur wenn es schön werden soll, denn, O-Ton der Tochter, „Wer will schon länger als notwendig diesen Krach direkt am Ohr ertragen?“.

Doch Krach hin oder her, damit es schön wird, haben wir darauf geachtet, dass der Föhn/Haartrockner die Ionentechnologie an Bord hat. Was das ist, erkläre ich in meinem Blogbeitrag.

Vom Winde verweht

Jeder Föhn besteht aus einem Plastik- oder Metallgehäuse mit zwei Öffnungen. Ein Propeller im Inneren, angetrieben durch einen kleinen Elektromotor, saugt durch die Öffnung am hinteren Ende die Luft an. Je schneller er sich dreht, desto stärker ist auch der Luftstrom, der dadurch entsteht. Stromdurchflossene Heizdrähte erwärmen die Luft, bevor sie das Gehäuse durch die zweite Öffnung wieder verlässt, um unsere Haare zu trocknen. Alle Modelle sind außerdem mit einem Gebläse zur Eigenkühlung ausgestattet: Sollte dieses ausfallen, unterbricht ein Thermoschalter bei zu hoher Temperatur die Stromzufuhr und der Föhn geht aus.

Meister der Antistatik

Haartrockner auf Ionenbasis versprechen eine bessere Trockenwirkung und laden die Haare nicht elektrisch auf. Sie wirken im Gegensatz zu einem herkömmlichen Föhn antistatisch. Gewöhnliche Haartrockner lassen das Haar beim Trocknen oft knistern und fliegen. Dazu kommt es, wenn zwei positive Teilchen versuchen, sich einander anzunähern. Beide haben die gleiche Ladung und stoßen sich deshalb gegenseitig ab. Ein Ionenföhn erzeugt durch einen Generator ein elektrisches Feld mit hoher Spannung. Es entstehen negative Ionen, die über den Luftstrom nach außen gelangen und die positiv geladenen Teilchen auf unserem Kopf neutralisieren. Viele Ionen-Haartrockner geben mehr als 1,3 Millionen Ionen pro Kubikzentimeter ab. Je mehr negative Teilchen produziert werden, desto größer ist auch der Antistatik-Effekt und desto besser trocknen die Haare: Wenn die Haare nicht fliegen, dann lassen sie sich eben viel einfacher föhnen.

Zurück zur Tochter und dem Föhn zu Hause … Leider spricht er nicht, trocknet aber nun die Haare schneller, so dass der Krach nicht zu lange am Ohr anliegt und die Haare dort sind, wo sie hin sollen.

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