Das war unsere Ausbildung: Rückblick auf drei wundervolle Jahre

Ausbildung
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Da Elisabeth und ich seit Mitte Juli keine Auszubildenden mehr sind und nun richtig in die Arbeitswelt einsteigen, wollen wir euch einen kleinen Rückblick aus unserer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der DREWAG/ENSO-Gruppe geben.

Seit November 2019 arbeiten wir in unseren Auslern-Abteilungen, in denen wir jetzt angestellt sind. Elisabeth sitzt im Sekretariat der Abteilung Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerke im Kraftwerk auf der Nossener Brücke und unterstützt die Mitarbeiter mit voller Kraft, z. B. bei der Dienstreiseplanung. Ich habe meinen Platz in der Gruppe Auftragswirtschaft in der Abteilung Finanzbuchhaltung gefunden und bin dort zuständig für die Stammdatenpflege oder die Rechnungserstellung für unsere Breitbandkunden.

Wenn wir auf die letzten drei Jahre zurückschauen, erinnern wir uns mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zurück.

Wie alles begann…

Los ging es mit unserer Kennenlernfahrt nach Sayda im August 2017. Dort haben wir Auszubildenden (technisch und kaufmännisch) verschiedene Seminare und teambildende Maßnahmen absolviert und konnten uns so besser kennenlernen. Daraus erwuchsen viele sehr gute Freundschaften, die uns hoffentlich unser Leben lang begleiten.

Als wir aus Sayda zurückkamen, begann die Ausbildung erst richtig. Wir wurden in verschiedenen Abteilungen eingesetzt, sodass wir möglichst viel vom Unternehmen und den Tätigkeiten der unterschiedlichen Mitarbeiter kennenlernen durften. Meistens waren wir 1–3 Monate in einer Abteilung eingesetzt, damit wir die Prozesse intern besser verstehen.

Elisabeth war zuerst am ENSO NETZ-Standort Großenhain, nahe ihrer ursprünglichen Heimat, eingesetzt. Dort hat es ihr am besten gefallen, da die Kollegen sehr nett waren und ihr das Wirken der ENSO-Gruppe in der Region gezeigt haben. Ähnlich gut war es beim Netzvertrieb. Dort hatte sie mit Kundenakten von Einspeisern zu tun, die mit ihrer Solaranlage Strom ins Netz einspeisen. In den verschiedenen Sekretariaten hat sie viel für ihren Einsatz im Kraftwerk lernen können und wendet dies jetzt an.

Ich habe bei meinem Einsatz in der Personalabteilung, dem Vertrieb, unserem Lager in Kesselsdorf, dem Zählermanagement und der Finanzbuchhaltung vieles erleben und lernen können. Besonders spannend fand ich es in der Gruppe Messsysteme und -technik, da ich so auch mit technischen  Komponenten und Abläufen in Verbindung kam.

Halbzeit!

Ein wichtiger Abschnitt im 2. Lehrjahr war natürlich der erste Teil unserer Abschlussprüfung im März. Um diese gut zu meistern, wurde mit uns viel in der Berufsschule geübt und auch im Betrieb gab es regelmäßig Prüfungsvorbereitung am PC. Im 1. Teil wurden unsere Kenntnisse in Excel und Word auf die Probe gestellt.

Ein weiteres Highlight unserer dreijährigen Reise war das Arbeitsschutzseminar am Linowsee in Mecklenburg-Vorpommern. Dies absolvierten wir gemeinsam mit den technischen Azubis, ebenfalls im Frühling des 2. Lehrjahres. Unser Stundenplan bestand aus Seminaren rund um das Thema Arbeitsschutz und -sicherheit. Nachdem die Seminare für den Tag beendet waren, hatten wir viel Zeit und konnten so z. B. eine Runde Radfahren, spazieren, ins Fitnessstudio gehen, Volleyball spielen und vieles mehr. Natürlich gab es für uns #ENERGIEAZUBIS zu jeder Zeit ein umfangreiches Buffet, wo wir unseren Energiespeicher wieder auffüllen konnten. 🙂

Anna Sophie
Elisabeth
Anna Sophie und Elisabeth bei der Kennenlernfahrt zum Start ihrer Ausbildung.

Endspurt!

Ende des 2. Lehrjahres wurden uns unsere zukünftigen Abteilungen vorgestellt und dann ging es schon in die Abteilung zum Einarbeiten. Selbstverständlich war immer ein Kollege für uns da, falls wir Fragen hatten. Zeitgleich hatten wir schon die Abschlussprüfung im Kopf. In der Schule haben wir in den meisten Fächern Lernstoff wiederholt oder auch ein paar Prüfungsaufgaben gelöst. Während der Arbeitszeit, die mittlerweile vier Tage umfasste und nicht nur drei Tage wie im 1. und 2. Lehrjahr, wurden regelmäßig Termine festgelegt, an denen wir mit Prüfungen aus den vergangenen Jahres übten. So konnten wir uns auch untereinander weiterhelfen und gegenseitig Dinge erklären. Diese gemeinsame Prüfungsvorbereitung hat uns sehr gefallen und geholfen.

Ab Mitte März 2020 waren wir dann allerdings auf uns allein gestellt. Durch Corona konnten wir weder in die Berufsschule noch ins Unternehmen und so war eine gemeinsame Prüfungsvorbereitung nicht mehr möglich. Damit wir uns aber zu Hause ebenfalls gut vorbereiten können, haben wir Aufgaben und Prüfungen per E-Mail bekommen. Auch die Berufsschule hat uns Hausaufgaben aufgegeben, die wir dann Ende April in kleinen Klassen und mit Abstand kontrolliert haben.

Mitte Juni war dann unser großer Tag. Wir haben unsere Abschlussprüfung geschrieben. Nicht etwa in der Industrie- und Handelskammer, nein. Sondern im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden! Ich glaube dieser Tag wird vielen noch ganz lange in Erinnerung bleiben.

Danach hieß es drei Wochen zittern und bangen, denn die Prüfung war echt schwer. Am Tag an dem die Prüfungsergebnisse online gestellt wurden, haben wir pausenlos die IHK-Website aktualisiert. Dann der große Herzinfarkt-Moment und… BESTANDEN! In unserer WhatsApp-Gruppe fielen wir uns virtuell um den Hals. Drei Jahre Ausbildung haben sich ausgezahlt. Wir sind fertig und stehen nun mit beiden Beinen fest im Berufsleben. Eine Sache, auf die man echt stolz sein kann. Und wir sind es!

Autorin: Anna Sophie Kösterke

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